Bad Driburg in alten Ansichten Band 1

Bad Driburg in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Ursula Wichert-Pollmann
Gemeente
:   Bad Driburg
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1566-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Bad Driburg in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

~r/bûrg ....:.

19. Schauen wir weiter die Lange Straße hinunter, so sehen wir heute die schwarzen Betonbauten des Sanierungsgebietes 1. Hier lag bis vor etwa zehn Jahren das gräfliche Renteigebäude mit seinen großen freien Flächen und Scheunen. Vorne rechts die mannshohe Bruchsteinrnauer, dahinter lag die 'gräfliche Miste', die Manchen zum Naserümpfen brachte. Heute ist hier die Tankstelle Humborg; die riecht auch nicht gesunder. Das Fachwerkhaus auf der linken Seite ist der Vorläufer des Modehauses Maas, dahinter halb verdeckt 'Maas Villa', dann der Ziegelsteinbau Bose 'Goldonkel'. (Zustand 1907.)

20. Auch diese Gebäude standen an der Langen Straße. Sie gehörten dem Oberförster Moritz Ferdinand Maas, dem so macher Driburger den Vornamen Moritz verdankt; er gab nämlich jedem Kind, das nach ihm benannt wurde, ein sehr großzügiges Patengeschenk. Diese beiden Gebäude wurden erst etwa 1900 verändert. Links steht heute das Modehaus Maas, rechts war zwischenzeitlich die große Jugendstil-Villa Maas, heute ist dort die Deutsche Bank.

21. Diese Aufnahme von 1897 zeigt die Schmiede Bunne auf der unteren Langen Straße gegenüber der heutigen Caspar-Heinrich-Straße. Der Schmied ließ sich voller Stolz fotografieren, flankiert von Wagen, Kutschen, Enten und einem Hahn. Außer dieser Schmiede gab es um 1912 noch fünf andere. Außerdem bestanden drei Fahrradhandlungen, drei Klempnereien, zwei Kohlenhandlungen, drei Sattler, zwei Schieferdecker, sechs Schreinereien und Zimmereien, neun Schuhmacher- und Schuhgeschäfte,

'Bad 'Driburg.

22. Der Schmiede Bunne etwa gegenüber baute 1889 August Wolff den 'Englischen Hof an der Ecke Lange Straße/Caspar-Heinrich-Straße. Unsere Aufnahme von 1903 zeigt das gepflegte Kur-Leben im Garten des repräsentativen Hotels. Um sich den Notwendigkeiten der Zeit anzupassen, gab der Sohn Heinrich dem Hotel 1914 den neutralen Namen 'Wiener Hof. Nach Heinrich wurde sein Sohn Henri Besitzer. Unter der Leitung der Familie Wolff hatte der 'Wiener Hof sicherlich seine Glanzzeit, wenn er auch noch etwa dreißig Jahre länger bestand.

23. So sah der 'Wiener Hof etwa 1930 aus. H. Menne war damals Inhaber. 1926 hatte Heinrich Gretenkort, der die Witwe Henri Wolff geheiratet hatte, direkt an der Straße eine Stehbierhalle errichten lassen, die links zu erkennen ist. Am 1. Februar 1953 wurde der 'Wiener Hof' von der Stadt erworben und etwa 1958 abgebrochen. Heute führt die große Entlastungsstraße durch das Gelande. Übrigens spiegelte sich schon 1910 der Kurbetrieb recht beachtlich im wirtschaftlichen Leben der Stadt: Es gab damals acht Hotelbetriebe und elf Gast- und Schankwirtschaften. Immerhin waren in der Saison rund 1500 Kurgäste hier.

24. Vor etwa siebzig Jahren prosteten sich im Garten des 'Englischen Hofes' diese elf Honoratioren zu, die für Driburg viel Gutes taten. Anscheinend war damals der Hut auch bei geselligem Beisammensein üblich. Eine Ausnahme macht Dr. med. Lünnernann, der etwa in der Mitte sitzt, hinter ihm steht Bürgermeister von der Forst, dahinter steht barhäuptig Schützenoberst und Besitzer des 'Englischen Hofes' August Wolff. An der Ecke rechts hat sich Bahnmeister Engels eine Zigarre angesteckt. Der Herr mit dem flachen Strohhut rechts könnte Dr. Bremer sein. Die linke Hälfte der Versammlung ist leider unbekannt, der wohlgenährte Herr mit Kneifer war eventuell Lehrer Ellebracht.

25. Ebensogut wie die honorigen Zivilisten meinten es mit Driburg diese elf martialischen Krieger vom Landsturm Driburg, die sich hier mit Pfeife, Säbeln, Pistole und Zigarre von 1914 konterfeien ließen. Nach der Uniform waren es Infanteristen während ihrer aktiven Dienstzeit. Leider sind die meisten nicht mehr bekannt. Der zweite von links mit Zigarre ist Franz Faber aus der Hölderlinstraße.

(JIJliburrg

26. Untere Lange Straße um 1920. Vorne rechts ein Arbeiterwohnhaus der Glashütte Friedrichshütte (heute Rathausvorplatz). Der 'Englische Hof lag weiter von der Straße weg, ist daher nicht sichtbar. Es folgt auf der Ecke zur Caspar-Heinrich-Straße das Haus Wiemeyer, damals Pension Gildemeister und dahinter der Ziegelbau des Lebensmittelgeschäftes Freitag (heute teilweise abgebrochen, ein Teil ist das Sanitätshaus Brinkmann). Vorne links der Vorgänger des Hauses Dirichs, dann das heutige Hotel 'Westfälischer Hof, das bis 1908 von Witwe Humberg geführt wurde, bis 1966 von Familie Geisen. Ab 1. August 1966 ist Hermann Vogt Pachter. Daver stand damals das Haus Franz Versen, das später von Geisen gekauft wurde. Das kleine Fachwerkhaus gehörte Göke, Der große Ziegelbau gehörte Lorenz Bunne, später Pache. Keines der Häuser ist heute in dieser Form erhalten!

27. Ein Prachtbau im Stil der damaligen Zeit war das kaiserliche Postamt an der unteren Langen Straße, das am 16. Mai 1893 bezogen wurde. Es gehörte der Stadt Bad Driburg und wurde an die Post vermietet. 1925 kaufte es die damalige Reichspost für 28000 Mark. Erst kürzlich wurde ein neues Postamt an der Mühlenstraße eröffnet. Übrigens hat sich der Kundendienst der Post seit 1880 wesentlich verschlechtert, denn damals wurde die Post zweimal an den Werktagen, sogar in den Dörfern ausgetragen. Die Sonntags-Zustellung war eine Selbstverständlichkeit.

28. Im Jahre 1902 wurde gegenüber dem kaiserlichen Postamt Boses Pensionat betrieben. Anscheinend hielten sich dort zwölf Kurgäste auf, fünf Frauen und Mädchen trugen Schürzen und sind demnach Bedienungspersonal. Links neben der Pension handelte die Firma Anna Bose mit Glas und Porzellan. Heute gehört das Haus zur Brunnenapotheke Renne und dient als Wohngebäude.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2020 Uitgeverij Europese Bibliotheek