Bad Driburg in alten Ansichten Band 1

Bad Driburg in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Ursula Wichert-Pollmann
Gemeente
:   Bad Driburg
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1566-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Driburg in alten Ansichten Band 1'

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Gruss ven der Jburg bei !lad Driburg

49. Die Driburger und die Kurgäste hatten auch das Bedürfnis nach Abwechslung. Ein Spaziergang die Lange Straße herauf und hinunter genügte nicht. Als Wanderziel wählt man heute wie früher besonders gem die Iburg. Über das Alter dieser Burg und ihrer Ruinen weiß man bis jetzt nichts Genaues. Mit Sicherheit wurde sie im 8. Jahrhundert von Kar! dem Großen erobert. Der hier abgebildete Bergfried (Zustand 1902) diente den Verteidigern der Burg als letzter Schutz. Er hat noch heute eine Höhe von fünfzehn Metern, die Mauem an der Außenseite sind viereinhalb Meter dick, Das abgebildete Schmuckstück wurde 1902 bei Ausgrabungsarbeiten auf der Burg gefunden; es gilt heute als verschollen.

50. In die Zeit der großen Driburger Aktivität, die anscheinend so etwa alle sechzig Jahre ausbricht, fällt auch der Bau des Kaiser-Karls-Turmes auf der Iburg 1904. Einige Jahre hindurch konnte sich der Wanderer hier nur bei gutem und warmem Wetter ausruhen. Die noch heute dort stelrende Sachsenklause wurde erst 1925 gebaut. Von 1903 an öffnete der Gastwirt August Wolff ('Englischer Hof) die kleine hölzerne Schankbude auf dem Bild rechts erst dann, wenn er Zeit und Petrus Laune hatte ... Von 1936 bis 1955 war die Familie Backhaus Pächter der Sachsenklause.

51. In der ersten Begeisterung über die Ausgrabungen um die lahrhundertwende wollte der Verschönerungsverein den Kaiser-Karls-Turm gleich mit einem kleinen Iburg-Museum verbinden. Man hatte schon entsprechende Ansichtskarten drucken lassen - etwas verfrüht, wie die Geschichte beweist. Immerhin sind auf diese Weise vierzehn Grabungsfunde, die heute verschollen sind, festgehalten. Schade, daß das IburgMuseum nichts geworden ist, dann hätte Bad Driburg heute eines ...

52. Damit vor allem die Kurgäste bequemer den steilen Iburg-Bergkegel hinaufkamen, vermietete der Salzfaktor kleine Esel, etwa so, wie man es am Drachenfels machte. Diese Aufnahme - etwa vom Bahnübergang an der Allee aus - zeigt noch das kleinstädtische Bad Driburg. Heute ist die freie Fläche im Vordergrund durch das Parkhotel, durch die Häuser Rasche, Dr. Voswinckel und andere ausgefüllt,

53. Auch auf einige andere Ausflugslokale war man damals recht stolz. Recht bekannt war die Uhlenmühle, die nur im Sommer geöffnet war und als 'Sommerfrische' ländliche Erfrischungen bot. Die alte Wassermühle hier wurde bereits 1726 in Akten erwähnt; später gehörte sie den Grafen von Oeynhausen-Sierstorpff. Sommerfrische und Mühle betrieb die Familie Brinkmann als Pächter. Nach 1945 wurde sie an die Familie von Menges verkauft, 1956 brannte sie ab. Heute steht dort ein Privathaus.

54. Hier noch einmal eine Frontalansicht der Uhlenmühle von Westen gesehen. Im Vordergrund der alte Weg, der von der Stadt aus an der Mühle vorbei zur Sulburg führte, Der Wohnteil des Gebäudes bestand aus Fachwerk, der Wirtschaftsteil war mit Steinen gemauert.

55. In der Stadt gab es weitere Mühlen, die nicht alle in alten Ansichten erhalten sind. Hier die 'Pipsrnühle' an der Mühlenpforte zwischen Dringenberger- und Südstraße. Im Hintergrund erkennt man das Miihlrad, vom rechts ist das Wohnhaus Hecker ('Pipsmühle') angeschnitten, das kürzlich abgebrochen wurde. Das kleine Fachwerkhaus im Mittelgrund ist der Vorläufer des Hauses Maler Spork. Der Kesselbach hat seinen Verlauf bis heute nicht geändert.

Bad Driburg

56. Etwa fünfzehn Jahre später hat die Mühlenpforte ein ganz anderes Aussehen bekommen. Die Stadt Bad Driburg hat rund 1925 das steil abfallende Gelände gestaltet und in Bruchsteinen gefaßt. Das Mühlrad ist etwa 1950 entfernt worden, da der Kesselbach nicht mehr genügend Wasser führte, Der Name 'Mühlenpforte' entstand, da hier in der Stadtmauer, die vor der Tischlerei Brinkmöller entlangführte, eine Pforte war.

57. Wo heute an der Dringenberger Straße die Firma Flock und vorher der Konsum war, stand um 1912 noch die 'Puhl-Schmitte' gegenüber dem Bauernhaus Spork. Schmiedemeister Scheideler sen. hält das Pferd am Kopf, Schmiedelehrling Fritz Bü!ling hält den Hinterhuf, Schmiedemeister Scheideler jun. paßt das Eisen an. Im Hintergrund steht 'Basen Reker' (Stellmachermeister Base). Ein typisches Bild, das sicher kaum noch ein Driburger kennt!

58. Fast ein Drittel der Driburger Familien lebte noch gegen Ende des vorigen Jahrhunderts vorn Glashandel. Etwa 1900 zählte man 126 Glashändler, 42 Bauern, 106 Handwerker. Oben eine frühe Aufnahme von dem Glashandelsgeschäft Louis Ritzenhoff an der Pyrmonter Straße. Der Glashändlerwagen ist deutlich zu erkennen. Die Firma Ritzenhoff ist eine der ältesten Firmen am Ort. Die Aufnahme stammt von etwa 1900.

Links: Portrait-Aufnahme von Louis Ritzenhoff, etwa 1880. Im Jahre 1976 ist die Firma RitzenhoffjWolfgang Breker in größere neue Geschäftsräume nach Bad Driburg-Herste verlagert worden.

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