Bad Driburg in alten Ansichten Band 1

Bad Driburg in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Ursula Wichert-Pollmann
Gemeente
:   Bad Driburg
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1566-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Driburg in alten Ansichten Band 1'

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59. Seit 1859 baute Benedikt Koch seinen Großhandel für Glas und Porzellan auf. Er fuhr mit Pferdewagen über Magdeburg und Berlin bis zur Oder nach Schlesien und Böhmen. Im Jahre 1902 zog er mit seinem Glaslager, das bis dahin auf der Pyrmonter Straße gegenüber dem Malergeschäft Kobold lag, zur unteren Langen Straße um. Die Aufnahme oben zeigt das Stammhaus Koch auf der Pyrmonter Straße um 1900. Vnten sehen wir Benedikt Koch. Heute ist die Firma als Glashütten-Niederlage B. Koch Jr. GmbH mit dem Sitz in Bad Driburg-Herste bekannt.

60. Auch die Firma Adolf Dirichs gehört zu den ältesten Gewerbebetrieben unserer Stadt, die sich vor allem mit dem Glas- und Porzellanhandel befassen. Die Aufnahme zeigt das Ladengeschäft Wwe. August Dirichs 1898. Heute ist dort das Goldwarengeschäft Baumfelder und der Frisiersalon Schenker. Der Einsatz zeigt Adolf Dirichs sen., den Großvater des heutigen Besitzers um 1920. Adolf Dirichs sen. hat den Handelsbetrieb wesentlich gefördert. Die Firma hat heute ihren Sitz in der Brakeler Straße.

61. Ab 1870 begann man, eine Wasserleitung zu bauen, zunächst mit Holzrohren, dann aber auch mit glasierten Tonrohren. Zuerst nutzte man nur die Antoniusquelle am Stellberg. Erst 1908 wurde die hier abgebildete Katzohlquelle mit Bruchsteinen eingefaßt; von hier aus führten Metallrohre in die Stadt. Die alten Brunnen, die auf verschiedenen Ansichten zu sehen sind, wurden aber eifrig weiterbenutzt, schließlich konnte man dort ohne Wassergeld 'tanken'. Noch 1902 wurde in der Unterstadt ein neuer öffentlicher Brunnen gebaut. Die Katzohlquelle dient noch heute neben anderen Quellen der Wasserversorgung der Stadt.

62. Innerhalb der Stadtmauern gab es einige weitere Straßen, die heute ihr Gesicht völlig geändert haben, zum Beispiel die Schulstraße. Dieses Haus, ehemals Nummer 92, später Schulstraße 1, stand eingangs der Schulstraße auf der rechten Seite. Das Haus war ein echter Vierständerbau mit seitlichem Anklapp. Zur Wetterseite war der sonst in Driburg allgemein verbretterte Giebel mit Ziegeln behangen. Das Haus hatte einen Krüppelwalrn. Die Hausinschrift weist auf die Erbauer Joh. Jodokus Zengerling und Anna Maria Alers hin. Das 1794 gebaute Haus, zuletzt im Besitz der Frau Sternberg, wurde im Zuge der Stadtkernsanierung abgebrochen.

63. Unteres Stück der Schulstraße, die einst nach Osten von der Stadtmauer begrenzt wurde. Rechts das Doppelhaus Emmerich-Heinemann, dahinter in die Straße hineingebaut das Bauernhaus Rüsing (heute abgebrochen), links das Haus Focke, dann die Häuser Stem berg und Gildemeister.

64. Auf der Ostseite der Schulstraße ziemlich am Anfang stand bis vor kurzem das hübsche, gepflegte Fachwerkhaus Zahn-Tubbesing, das im Zuge des Sanierungsprogramms abgebrochen wurde. Es war eines der wenigen in Fachwerkbauweise errichteten Bürgerhäuser, das mit der Querseite zur Straße stand. Am Eingang steht Malermeister Pranz Zahn, in der Tür Prau Zahn mit Tochter Ida.

65. In dieser Aufnahme von etwa 1920 sieht man die katholische Volksschule, einen typischen Ziegelbau aus der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts, von der Bachstraße aus. Vorne rechts ist der Bauernhof Ewers 'Krummetüns' eben noch zu erkennen. Die Schülerzahl in dieser Schule war schon 1912 recht beachtlich: Es gingen 480 Kinder zur katholischen Schule, es gab fünf Klassen, die höchste Klassenfrequenz war 65. In der evangelischen Schule in der Brunnenstraße neben der evangelischer Kirche wurden dreiundsechzig Kinder unterrichtet, in die jüdische Schule gingen sechs Kinder. Außerdem gingen zweiundvierzig Jungen in die gewerbliche Fortbildungsschule. Eine 'Kleinkinderverwahrschule' war 1912 nicht in Betrieb, da die Räume fehlten.

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Schul-Strasse

66. Schulstraße um 1910. Im Vordergrund eine der zahlreichen Pumpen, die die Stadt teilweise bis 1920 mit Wasser versorgt haben. Das Gebäude links ist das etwa 1820 gebaute Rathaus, dahinter Bäckerei Hagemann (seit 1888 Bäckerei, seit 1922 Café), dann Haus Böger und schließlich die katholische Volksschule, die der Straße den Namen gab. Auf der rechten Seite: Schlosserei Böger (Kohlböger, auch Hanjürken), dann Heinemann (Kurtgroten, auch Stülpenschlächter), dann die heutigen Häuser Eilebrecht, beziehungsweise deren Vorläufer. Das große Fachwerkhaus war der Bauernhof Henze, der 1876 dem großen Brand zum Opfer gefallen war und schon vier Monate später wieder aufgerichtet wurde. Der Bauernhof ist heute abgebrochen.

67. Die Driburger hatten schon immer eine besondere Beziehung zu ihrem Schützenverein, das beweist auch diese Grußkarte von 1908, die ebenfalls anläßlich des 6SD-jährigen Jubelfestes herausgegeben wurde. Rechts ist Bürgermeister Stock zu erkennen, der besonders für die Entwicklung des Landstädtchens zur Badestadt gearbeitet hat, er sorgte unter anderem dafür, daß Driburg eine Wasserleitung und Elektrizität bekam.

68. Im Jahre 1913 wurde dieses Schulgebäude auf dem Aliserbett fertiggestellt. Es war zunächst als Volksschule gedacht. Der Entwurf stammte von dem Architekt H. Todt in Paderborn. Es enthielt vier Klassenzimmer und einen Zeichensaal sowie eine Kellerwohnung für den Schuldiener. In diesem Haus wurde 1920 die Rektoratschule untergebracht; schon 1924 wurde eine fünfte Klasse nötig. Seit 1947 heißt diese Schule Neusprachliches Progymnasium, seit 1966 ist sie nach großen An- und Umbauten ein Vollgyrnnasium, das Städtische Gymnasium.

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