Bad Gandersheim in alten Ansichten Band 1

Bad Gandersheim in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Kurt Kronenberg
Gemeente
:   Bad Gandersheim
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1382-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Gandersheim in alten Ansichten Band 1'

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49. Das erste Badehotel.

Nachdem 1878 das Herzog Ludolfsbad eröffnet worden war und der Kurbetrieb begonnen hatte, fehlte es bald in Gandersheim an Unterkünften für die auswärtigen Badegäste. Die Gasthöfe in der Stadtmitte waren dafür nicht eingerichtet und reichten nicht aus. Deshalb erbaute 1879 der Kreismaurermeister August Schüßler (1826-1892) das erste Badehotel an der Hildesheimer Straße gegenüber dem Kurpark. Von 1889 bis 1905 war hier die Höhere Töchterschule der Lehrerin Valida Knorr untergebracht. 1905 erwarb es der praktische Arzt DI. med. Brunotte (1877-1948), heute gehört es dem Diakonissenmutterhaus Salem, das anschließend weitere Gebäude erbaute. Auch der Hügel dahinter ist heute bebaut. Aufnahme Nissen um 1910.

50. An der Lohmühle.

Die Lohmühle (links vorn) gehörte der Schuhmacherinnung und diente den Lohgerbern dazu, das zum Gerben der Felle notwendige Wasser zu erhalten, welches sie dem Mühlgraben entnahmen, zweimal in der Woche, damit der Hagenmühle und der St.-Georgs-Mühle nicht zuviel Wasser entzogen würde. Heute steht hier ein Wohnhaus. Der von links kommende Weg (heute Roswithastraße) führt über die Gande und zur Hildesheimer Straße. Er ist jetzt als Fahrstraße ausgebaut und wird viel befahren. Rechts unten führt eine Straße zu den Osterbergseen. Die drei Villen an der Hildesheirner Straße wurden 1889 erbaut. Auf der Wiese rechts hat die Stadt in neuester Zeit einen Teich mit Springbrunnen vor dem Kurhaus angelegt. Aufnahme Nissen um 1910.

51. Aufbau für ein Osterfeuer.

Osterfeuer um Gandersheim sind ein alter Brauch, der noch heute geübt wird. Während aber jetzt nur ein Osterfeuer abgebrannt wird, waren es früher vier. Jede Nachbarschaft errichtete einen eigenen Holzstoß, wobei jeder den anderen zu übertreffen suchte. Deshalb ist es ein gewaltiges Osterfeuer, das auf unserem Bild die Hagener Nachbarschaft aufbaut. Es geschah auf der Wiese nahe der Lohmühle (siehe Bild Nr. 40), etwa an der Stelle, wo sich heute der Teich vor dem Kurhaus befindet. Im Hintergrund erblickt man den Viadukt der Bahnlinie Gandersheim-Hildesheim. Aufnahme um 1909.

52. Überschwemmung im Gandetal vor der Stadt.

Bis zu ihrer Regulierung im Jahre 1961 trat alljährlich die Gande mindestens einmal, manchmal dreimal, aus ihrem Bett und überschwemmte die Strafsen und Wiesen vor der Stadt bis zur Gandebrücke an der Neustadt, oft auch einige tiefliegende Stellen in der Stadt selbst, zum Beispiel am unteren Steinweg, sodaß man zu Fuß nicht in die Stadt gelangen konnte. Das Bild zeigt das besonders umfangreiche Hochwasser vom 5. Februar 1909, das alles Land zwischen dem Hagenberg und dem Bahndamm der Bahnlinie GandersheimHildesheim überschwemrnt hatte. Wir sehen vorn die Bäume der Hildesheimer Straße und des Lohmühlenweges, links von der Lohmühle den Viadukt, der zu den Osterbergseen führt. Aufnahme Nissen 1909.

53. Bliek auf den Osterberg.

Der Osterberg, wo heute die Zollschule, das Osterbergsanatorium und viele Einfamilienhäuser stehen, war damals unbebaut, nur am Kantorberg stand das Hotel 'Waldschlößchen' in der Gestalt, wie es 1884 erbaut worden war. Links darunter zeigt der Schornstein an, wo einst das erste Badehaus stand, rechts davon erblicken wir das zweite Badehaus aus dem Jahr 1897. Es folgt vorn das Sanatorium Dr. Brunotte, das 1934 zum evangelischen Krankenhaus umgebaut wurde und heute Sitz des Diakonissenmutterhauses Salem ist. Der Weg vorn im Bild führt auf den Clusberg, die Bäume sind inzwischen hoch gewachsen. Der bewaldete Bergrücken im Hintergrund ist die Schanze, 266 Meter hoch. Aufnahme Nissen um 1920.

54. Bau eines Kurhauses im Kurpark.

Im Jahre 1897 hatte der Apotheker und Chemiker Erich Bohlen aus Wernigerode alle Aktien der Kurgesellschaft erworben und das zweite Badehaus (siehe NI. 53) erbaut. Er wußte, daß ein Kurbetrieb ohne Kurhaus auf die Dauer nicht lebensfähig sein würde und begarm deshalb mit einem Bau an der Hildesheimer Straße, wo heute der Eingang in den Zentralkurpark liegt. Das Bild zeigt ein dreistöckiges Gebäude von bedeutendem Ausmaß mit Giebeln, Erker und Türmchen. Alle Ausstattungsgegenstände waren schon angeschafft, Bestecke mit Gravierung, Porzellan mit Namensaufschrift, als Bohlen in Zahlungsschwierigkeiten geriet und den Bau nicht vollenden konnte. Der Weltkrieg 1914/1918 unterbrach den Kurbetrieb, sodaß der fast fertige Bau des Kurhauses abgerissen werden mußte. Aufnahme Sieburg um 1900.

55. Roswithabad.

Zwar hatte der Erste Weltkrieg und die folgende Inflationszeit dem ersten Kurbetrieb ein vorzeitiges Ende bereitet und dazu geführt, daß das Herzog Ludolfsbad und das fast vollendete Kurhaus abgerissen wurden, aber der Plan, in Gandersheim ein Heilbad zu errichten, wurde weiterverfolgt. 1924 traten Bürger zusammen, die sich zur Aufgabe setzten, eine neue Badegesellschaft ins Leben zu rufen. Es gelang, man wählte diesmal die Dichterin Roswitha von Gandersheim zur Namenspatronin. Das neue Badehaus wurde an der Ecke Kantorberg-Schanzenstieg erbaut, wo heute das Heim Eterna (1973 erbaut) steht. 1925 wurde der Kurbetrieb aufgenommen, 1972 eingestellt, nachdem ein gröïseres und moderneres Kurmittelhaus erbaut worden war. Das Roswithabad wurde abgerissen. Aufnahme Nissen 1925.

56. Hindenburgfeier 1917.

Am 2. Oktober 1917, im dritten Jahr des Ersten Weltkrieges, wurde der Chef des Großen Generalstabes, Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg, siebzig Jahre alt. Für den volkstümlichen Feldherrn, an den sich die Hoffnungen für den Sieg knüpften, wurde wie überall im Deutschen Reich auch in Gandersheim eine Gedenkfeier auf der Stiftsfreiheit, damals Wilhelmsplatz, veranstaltet. Von der großen Freitreppe des Doktorhofes hielt ein Offizier die Festansprache, die vaterländischen Verbände waren mit Fahnen erschienen, die Vertreter der Behörden trugen Gehrock und Zylinder. Vorn sehen wir viele verwundete Soldaten aus dem Gandersheimer Lazarett mit zwei Krankenschwestern von denen die eine den Spitznamen 'die Doppelstöckige' hatte. Aufnahme Nissen 1917.

57. Die Glocken der Stiftskirche kehrten zurück.

Der Erste Weltkrieg war schon fast verloren, als zwei Glocken der Stiftskirche abgegeben werden mußten, um aus ihrem Metall Geschütze zu gießen. Man sprach damals von einem Opfer für das Vaterland. Nur die historisch und kunstgeschichtlich wertvollen Glocken blieben zurück. Am Sonntag 1. Juli 1918 läuteten sie zum letzten Mal und wurden am Mittwoch darauf durch Angestellte der Glockengießerfirma Radler in Hildesheim abgenommen. Da stellte sich heraus, daß sie nicht mehr benötigt wurden und so kehrten sie zurück. Im Februar 1919 wurden sie zur Glockenstube hinaufgezogen, die sich zwischen den beiden Türmen befand. Im Zweiten Weltkrieg wurden sie und zwei andere wiederum abgefordert und diesmal kehrten sie nicht zurück. Aufnahme 1919.

58. Das erste Automobil in Gandersheim.

Der praktische Arzt Dr. med. Ernst August Durlach (1861-1914) erwarb als erster Gandersheimer ein Automobil, um die Fahrten zu seinen Patienten in der Stadt und auf den Dörfern schneller durchführen zu können, wozu bisher eine Kutsche, mit Pferden bespannt, notwendig gewesen war. Sein bisheriger Kutscher August Wacker (1878-1932) weilte 1905 mehrere Wochen in Hannover, wo er zum Kraftfahrer ausgebildet wurde und am 7. Februar 1906 den Führerschein erwarb. Es folgten bald zwei weitere Ärzte, die sich Automobile anschafften, und bald auch andere Bürger. Der abgebildete Kraftwagen ist ein 'Adler', dem bald ein 'Stoever' und ein 'Horch' folgten. Aufnahme 1906.

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