Bad Gandersheim in alten Ansichten Band 1

Bad Gandersheim in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Kurt Kronenberg
Gemeente
:   Bad Gandersheim
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1382-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Gandersheim in alten Ansichten Band 1'

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59. Tankstelle an der Wilhelmsburg.

An Stelle der ehemaligen Wilhelmsburg, eines um 1500 erbauten Stadtschlosses der Braunschweiger Herzöge, das 1756 Brauhaus der Stadt geworden war, erbaute der Lederhändler August Zaps 1896 ein Wohnhaus, das er dem Bild der Wilhelmsburg anpaßte, wie es der Merianstich überliefert. Er hatte auch das Haus rechts vorn erworben, das 1875 der Braumeister Christoph Schulze gebaut hatte, 1919 übergab er es seinem Sohn Richard Zaps, der hier eine Tankstelle errichtete. Die Litfaßsäule wurde von der Buchdruckerei und Verlag CiF. Hertel betreut, später in die Nähe des Rathauses versetzt. Es gab noch meherere Litfaßsäulen in der Stadt, heute sind sie sämtlich verschwunden. Aufnahme 1920.

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Blid: auf die Stod!

60. Die Neue Straße.

An einern Wege, der die Flurbezeichnung 'An der Lahbergstrift vor dem Moritzthore' führte, war 1872 die Zuckerfabrik und 1874 die Molkerei erbaut worden. Als hier auch Wohnhäuser errichtet wurden, erhielt er den Namen 'Neue Straße'. Sie ist sehr lang, am Anfang von Villen, weiter unten von einzelstehenden schlichten Wohnhäusern bebaut. In der Mitte des Bildes sehen wir das 1900 erbaute Wohnhaus des Zimmermeisters August Hühne (1855-1925), hinter dem die Werkstatt und vor dem ein großer Holzplatz zu sehen sind. Schon 1894 hatte der Briefträger Wilhelm Post (1863-1935) das Haus vorn rechts erbaut. Auf der linken Straßenseite stand damals noch kein Gebäude. Heute hat sich das verandert, außer einem abschüssigen Gelände unterhalbt des Bahnhofes. Die Straße wird jetzt während der Dornfestspiele benutzt, um den Verkehr aus der Innenstadt fernzuhalten. Aufnahme 1909.

61. Promenade an der Hildesheimer Straße.

Nach dem Bau des Herzog Ludolfsbades 1878 gewann die Hildesheimer Straße große Bedeutung, weil auf ihr die Kurgäste in die Stadtmitte gingen und die Bürger zu den Kuranlagen spazierten. Man baute sie deshalb als Promenade aus und bepflanzte sie mit schattigen Bäumen. Während die rechte Seite unbebaut blieb und heute zu den Kuranlagen gehört, wurden auf der linken Seite Villen errichtet, 1889 drei, die auf dem Bild im Hintergrund zu sehen sind, 1913 die hohe Jugendstilvilla (vorn). Villen nannte man damals Häuser, die einzeln stehend von einem Garten umgeben sind, mit Veranden, Balkonen und Erkern geziert; eine Mauer trennte sie von der Straße. Die Fahrbahn wurde in neuerer Zeit dreispurig ausgebaut, wobei die Promenade leider verkleinert werden mußte. Aufnahme Nissen um 1920.

62. Der Artillerieverein zu Gandersheim.

Im Jahre 1911 gründete Bauverwalter Friedrich Meiners einen Verein ehemaliger Artilleristen. In Gandersheim lebten viele Bürger, die einst beirn Artillerieregiment in Wolfenbüttel gedient hatten. Auch als Reservisten trugen sie die alten Braunschweiger Uniformen. Es war dem Vorstand gelungen, ein altes Geschütz aus dem Kriege 1870/71 zu erhalten. Sie führten hier vor, wie es einst gebraucht worden war. Es wurde von sechs Pferden gezogen, die je zwei von einem Artilleristen betreut wurden, auf der Lafette saßen die drei Kanoniere, daneben ritt der Geschützführer auf einem Pferd. Hinter dem Geschütz waren die Vcreinsrnitglieder mit der Fahne angetreten, so zog der Verein bei Festen durch die Stadt. Aufnahme Nissen 1912.

63. Die Kanone des Artillerievereins.

Das Geschütz des Artillerievereins wurde außer bei Aufmärschen auch verwendet, wenn es galt, alten Kameraden die letzte Ehre zu erweisen. Bei der Beerdigung wurde der Sarg auf der Lafette zum Friedhof gefahren, während von dem Plateau unterhalb der Wiek drei Böllerschüsse abgegeben wurden. Das Bild zeigt Schlossermeister Hermann Tarnedde beim Abfeuern des Geschützes. Als 1945 die Amerikaner sich der Stadt Gandersheim näherten, wollte man das Geschütz nicht in ihre Hände fallen lassen und zerstörte es. Aufnahme um 1925.

64. Fahnenübergabe an den Artillerieverein.

Im Sommer 1914 überreichte Herzog Ernst August von Braunschweig dem Bauverwalter Friedrich Meiners, der Vorsitzender des Artillerievereins von Gandersheim war, eine Fahne; rechts von ihm der zum Fahnenträger ausersehene Oberpostschaffner Steinhof. Herzog Ernst August, Enkel des von Preußen entthronten Königs Georg von Hannover, hatte nach seiner Hochzeit mit der preußischen Prinzessin Viktoria Luise am 3. November 1913 den braunschweigischen Thron bestiegen, nachdem das Herzogtum seit 1884 durch Regenten verwaltet worden war. Er war der letzte Herzog von Braunschweig, denn er mußte am 8. November 1918 abdanken. Aufnahme Müller 1914.

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65. Das Gymnasium.

Mit der Absicht, ein Gymnasium aufzubauen, richtete die Stadt Gandersheim 1878 zwei Klassen für das fünfte und sechste Schuljahr ein, die zunächst in der Knabenschule vor der Stiftskirche untergebracht wurden. Als 1881 Direktor Albrecht Wilke die Leitung der Schule übernahm, waren es bereits vier Klassen, die eine Unterkunft im Rathaus fanden. 1893 war die Zahl der Schüler so gestiegen, daß man mit dem Bau an der Bismarckstraße/Ecke Roswithastraße begann, der 1894 nach einem Entwurf des Bauinspektors Scholvin errichtet wurde. Es ist ein stattliches Gebäude mit Freitreppe, reichgeschmücktem Portal und einern Türmchen, das Uhr und Glocke enthalt. Ein Fries mit Ornamenten und symbolischen Figuren umzieht das Haus unterhalb des Daches. Aufnahme Nissen um 1906.

66. Aufmarsch zur Schulfeier.

Im Jahre 1928 konnte das Gymnasium sein fünfzigjähriges Bestehen feiern, was durch einen Festakt im Schulgebäude und eine Feier im Schützenhaus begangen wurde. In festlichem Zuge zogen alle Lehrer und Schüler durch die Moritzstraße. Voran wurde die Schulfahne getragen, die 1878 von Gandersheimer Bürgern gestiftet worden war und das Wappen der Stadt zeigte, sie ist noch heute erhalten. Es folgen die Gymnasiasten, die alle Mützen in den Schulfarben trugen. Es war ein langer Zug, der die Moritzstraße von der Einmündung der Straße zum Bahnhof bis zum Barfüßerkloster füllte, Aufnahme Nissen 1928.

67. Das Lehrerkollegium des Gymnasiums.

Im Zuge des Gymnasiums anläßlich des fünfzigjährigen Bestehens schritt auch das Lehrerkollegium mit. Ihnen wurde ebenfalls eine Fahne vorangetragen und zwar die, welche beim Einzug in das Schulgebäude an der Bismarckstraße 1894 gestiftet worden war und die Aufschrift trug 'Realprogymnasium Gandersheim'. In der Mitte des Bildes sehen wir Direktor DI. Müller, rechts neben ihm Studienrat von Hanffstengel. Den Lehrern schlossen sich die Vertreter der Behörden sowie viele ehemalige Schüler an.

68. Roswithafeier des Jahres 1926.

Im Jahre 1926 gedachte die Stadt Gandersheim des Ereignisses, daß vor tausend Jahren die Dichterin Roswitha von Gandersheim geboren worden war. Es wurde ein wahres Volksfest. Die Bürger hatten ihre Häuser mit Girlanden und Fahnen geschmückt, in der Moritzstraße hatte man entlang des Burgersteiges hohe Stangen aufgestellt, an denen Kränze befestigt worden waren. Die vier Stadttore waren wieder aufgebaut worden, um das alte Stadtbild sichtbar werden zu lassen. Ein Festzug mit vielen Wagen stellte die Ereignisse der Vergangenheit dar, gab aber auch einen Überblick über das Leben und Schaffen der Gegenwart. Das Bild zeigt den Festzug in der Moritzstraße, vorn den Wagen der Molkerei Veth. Leider regnete es etwas. Aufnahme Nissen 1926.

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