Bad Grund in alten Ansichten

Bad Grund in alten Ansichten

Auteur
:   Heinz Kippenberg
Gemeente
:   Bad Grund
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4682-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Grund in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Bad GrundlOberharz

Die Bergstadt Bad Grund - im Südwesten des Harzes gelegen - hat zur Zeit ca. 3 000 Einwohner. Schon Professor Dr. Hyppolyt Haas beschreibt die Lage des Ortes in seinem 'Bergmeister von Grund' so:

Fernab von der Welt Getriebe, ruht am Rand des Harzgebirges, hingestreckt im Wiesenthale

und von grünem Tann umgeben, friedlich still das Städtlein Grund.

Finster blickt der breite Iberg

auf den kleinen Ort hernieder,

auf das holzverkleidete Kirchlein, auf die kleinen, schmucken Häuser, auf die alten Giebeldächer ...

Die Frühgeschichte unseres Ortes ist in Dunkel gehüllt. Die erste urkundliche Erwähnung kennen wir aus den Jahren 1317-1322. Sie berichtet von einem Forstmeister Reyneko bzw. Reyneko de Grunt. Er hatte seine kleine Försterei hier im Grunde des Tales (Fachwerkgebäude Quisisana). Hieraus entstand dann sicherlich eine kleine Waldarbeitersiedlung. Als nun in der Umgebung dieser Ansiedlung wertvolle Metalle entdeckt wurden, kamen zu den Waldarbeitern alsbald Bergleute, die hier nach Erzen schürften.

Schnell entwickelte sich der Bergbau und damit die Ansiedlung, die schon 1405 als Siedlung erwähnt wird und 1495 zum Amt Stauffenburg gehörte. Dieses Amt war im Besitz der verwitweten Herzogin Elisabeth von Braunschweig-Lüneburg, einer geborenen Gräfin von Stolberg. Diese Fürstin förderte den Bergbau in Grund sehr und nahm sich besonders des Eisensteinbergbaues am Iberg an. Der gewonnene Eisenstein des Iberges wurde dann in den Hütten des Grundner Tales - wie die Streithütte, der Schwickershof etc. - verarbeitet und als das geschmeidigste Eisen der Welt bezeichnet. Die Fürstin holte kundige Schmiede aus ihrer Heimat Stolberg und bald zogen sich viele Hütten durchs Grundner Tal.

Auch als Badeort bekam Grund durch die Herzogin schon Bedeutung. Eine Nachricht besagt, daß die Fürstin schon im Jahre 1510 Schlackenbäder im Schwickertshof nahm, um ihr Leiden (Rheuma, Gicht) zu heilen. Sie starb 1520 und wurde im Stift Gandersheim begraben. Ihr Enkel Herzog Heinrich der Jüngere erließ 1524 die erste Bergordnung und verlieh dem Ort 1532 die Stadt-, Brau- und Marktrechte. So wurde Grund die älteste der sieben Bergstädte. Durch seine Förderung des Erz- und besonders des Silberabbaues (1533

waren in Grund schon ca. 17 Gruben bzw. Pingen in Betrieb) so lieferte unser Ort die meisten Silbererze im gesamten Oberharz. Doch wurden die Silbergruben bereits in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts aus Mangel an Vorkommen wieder verlassen - nur der Einsteinbergbau am Iberg blieb bestehen.

Das 17. Jahrhundert brachte den Dreißigjährigen Krieg mit all' seinen Schrecken und großen Nöten. Aus Geldmangel (Aufstellung von Heeren etc.) legten die Grubenbesitzer mehrere Eisensteingruben am Iberg still. Bergleute verloren ihre Arbeit (zu dieser Zeit verdiente ein Bergmann pro Schicht nur 30-35 Pfennige). Am 10., 11. und 12. Februar 1626 plünderten die im nahen Gittelde biwakierenden Spanier des Tillischen Heeres unter dem Befehl des Obristen Holauke die kleine Bergstadt. Viele Personen wurden getötet und über 60 Wohnhäuser - auch die St. -Antonius- Kapelle - gingen in Flammen auf. Die Grundner verließen den Ort des Grauens und fanden in den umliegenden Orten Unterschlupf. Erst 1640 (die örtlichen Kirchenbücher sind erst ab 1631 wieder geführt; daher keine frühere Ahnenforschung möglich) wurde die St.-Antonius-Kirche auf den alten Fundamenten wieder errichtet und der Wiederaufbau im Ort begann. Man versuchte den Silberabbau in den alten Gruben wieder aufzunehmen, aber da es sich nicht lohnte, erfolgte 1751 die gänzliche Stillegung der Gruben. Die Landesherren verkauften ihre Gruben und Hütten und das Grundner Eisen wurde von dem des Rheinlandes überholt. Auch das 18. Jahrhundert brachte harte Not für den Ort. 1758-1761 plünderten die Franzosen im 7jährigen Krieg das Städtchen. Die Bürger verloren sämtliche Lebensmittel, Geld und sonstigen Vorräte. Felder und Wiesen wurden zertrampelt und die Heuböden der Grundner waren leergefegt. Die noch verbliebenen Gruben wurden durch Raubbau ausgebeutet. Durch den Frieden zu Tilsit 1807 kam die Bergstadt zum Königreich Westfalen, das im Oktober 1813 wieder aufgelöst wurde. Die Franzosen verschwanden. Nun versuchte man die Förderung der Bleierze am Iberg - besonders die Grube Prins Regent - wieder aufzunehmen, doch schon nach etlichen Jahren wurden die Arbeiten wegen zu geringen Erzgehaltes wieder aufgegeben.

Die 1751 verlassene Grube 'Am Todtemann' wurde nun wieder aufgenommen. Sie zeigte hohen Gehalt an Silber und Blei. 1831 wurde diese Grube unter dem Namen 'Hilfe Gottes' - die heute noch in Betrieb istneu aufgefahren und der Ertrag war so gut, daß der Bergbau wieder auflebte. Dagegen erholte sich der Iberger-Eisensteinbergbau nicht mehr. 1868 erfolgte die gänzliche Stillegung der Gruben und damit der Hütten.

1873 erwarb die Hördener Bergwerksgesellschaft die Schürfrechte am Iberg, stellte jedoch den Betrieb nach fünf Jahren wieder ein. Da kam unerwartet Hilfe. Um 1855 wurde durch den Arzt Dr. Brockmann, der die Lage Grunds für Erholungssuchende richtig einschätzte, mit Hilfe des Rathauswirtes Römer und des Apothekers Helmkampff Grund Kurort. Am 1. Mai 1855 wurde der Badebetrieb aufgenommen (Fichtenadel, Molkebäder ). 1866 - nach der Kapitulation der Hannoveraner bei Langensalza - kam die Bergstadt zu Preußen und die weitere Entwicklung lief bis zum Ende des 19. Jahrhunderts in ruhigen Bahnen. Am 1. Mai 1910 wurde die Bahnverbindung zwischen Grund und Gittelde hergestellt (heutiger Verkehrsentmischungweg). So wurde Grund an das gewaltige Netz der Deutsche Eisenbahn angeschlossen. Bis zu diesem Zeitpunkt lag die Beförderung von Personen und Gepäck sowie Postsachen zwischen Gittelde und Grund in den Händen des Römerwirtes, der damals 12-15 Gespanne hielt.

Durch den Ersten Weltkrieg verlor die Bergstadt 101 Männer und wieder kamen schwere Zeiten für die Bergstadt. Erst 1929 durch den Neubau des 3. Kurbadehauses wurde die Aufwärtsentwicklung des Kurortes fortgesetzt. Da kam schon der Zweite Weltkrieg, der von Grund 173 Opfer forderte. Am 11. April 1945 wurde Grund von amerikanischen Truppen besetzt. Damit ging für diese Region der Zweite Weltkrieg zu Ende.

1980 konnte Bad GrundIHarz sein 125jähriges Bestehen als Kur- und Badeort feiern. Die Geschichte des Moorheilbades wurde dann am 1. Juni 1978 durch die Inbetriebnahme des neuen Kurzentrums gekrönt, Aber inzwischen war 1972 die Bergstadt Bad Grund in die Samtgemeinde Bad GrundlHarz mit den Mitgliedsgemeinden Windhausen, Gittelde, Badenhausen und Eisdorf zusammengeschlossen und ein neues Rathaus im zentralen Windhausen wurde erbaut. Es war ein weiter und schwerer Weg von der Waldarbeitersiedlung zur Bergstadt und dem bekannten Moorheilbad des Harzes. Leider schließt die Grube 'Hilfe Gottes' der Preussag AG. schon bald ihre Pforten und stellt den Betrieb ein. Damit ist das Ende des Harzer Gangerzbergbaues gekommen. Nur die Chronik wird dann noch von den alten Zeiten, dem Bergmönch und der harten Arbeit der Bergleute vor Ort berichten!

1. Dieses alte Bild von etwa 1860 der Bergstadt Grund zeigt uns den Marktplatz. Rechts sehen wir die St.Antonius-Kirche. Links mit dem ehemaligen Rathaus das Römers Hotel Rathaus.

2. Dieses Foto wurde von der Kirche aus aufgenommen. Auch hier Römers Hotel Rathaus, das Rathaus und die Apotheke.

3. Noch ein Bild, Ende des vorigen Jahrhunderts aufgenommen, mit dem Hotel Rathaus und der Apotheke.

4. Hier sehen wir eine der Kutschen des Römerwirtes, die zwischen Gittelde (Reichsbahnhaltestelle) und Bad Grund als 'Pferde-Omnibus' verkehrten.

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