Bad Hönningen in alten Ansichten Band 1

Bad Hönningen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Gregor Krämer
Gemeente
:   Bad Hönningen
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2147-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Hönningen in alten Ansichten Band 1'

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19. Bis vor fast zehn Jahren kam es immer wieder vor, daß nach Wolkenbrüchen große Wassermassen durch die Straßen in Richtung Rhein flossen, da sie nicht mehr von der örtlichen Kanalisation aufgefangen werden konnten. So erlebte man oft, wie auf unserem Bild von 1928, daß die Eisenbahnunterführung und viele Keller voll Wasser liefen. Letztmalig ereignete sich diese Flutkatastrophe in der Festwoche zur 950Jahrfeier von Bad Hönningen im Sommer 1969. Dank einer umsichtigen Planung der örtlichen Baubehörde wurden Dämme errichtet und die Kapazität der Kanalisation vergrößert. Somit ist die Gefahr einer Wiederholung dieser Flut wohl gebannt.

20. Im mittleren Teil der ehemaligen KaiserWilhelm-Straße sieht man auf diesem Bild von etwa 1910 rechts die Einmündung der Feldstraße, heute Sprudelstraße. In dem Eckhaus war früher das Gemischtwarengeschäft Amann. Daneben war die Werkstatt des Schreinermeisters Ammerich. Heute ist dort die Gaststätte 'Zum Rörner', daneben steht das Schuhhaus Krämer. Die Straße war damals noch gepflastert.

21. Einen blühenden Handel mit Kartoffeln, Holz und Obst betrieb um die Jahrhundertwende Georg Frömbgen. Das Holz wurde dort sogar ofengerecht gesägt, Dieses mit Weinreben bewachsene Fachwerkhäuschen stand an der Ecke Sprudelstraße-BischofStradmann-Straße, im alten Hönningen bekannt als 'Hülsefrömbgen', Im März 1945 wurde das Anwesen Opfer des Beschusses. Die Aufnahme wurde 1922 gemacht.

Hönningen a. Rhein - K.- Wilhelm-Straße

22. Im Jahre 1930 bietet die obere Kaiser-Wilhelm-Straße ein friedliches Bild. Links vorn steht die 'neue Schule'. Sie wurde 1909 erbaut. Rechts vor den gepflegten Bürgerhäusern waren kleine Vorgärten, die erst in den fünfziger Jahren dem Ausbau einer modernen Straße weichen mußten. Sie heißt heute Bischof-Stradrnann-Straße. Rechts auf dem Bürgersteig vor dem Haus Bahles steht Herr Speich.

23. Ein Naherholungsziel war einige Jahrzehnte lang das Restaurant 'Waldesruh'. Es stand ausgangs von Hönningen in Richtung Moorbachtal auf der linken Hangseite. Jahrelang war dort der Schützenplatz und die Schützenhalle. Unsere Grußkarte stammt aus dem Jahre 1929 und zeigt allerhand 'Betrieb'. Besitzer zur damaligen Zeit war die Familie Johann Schröder. Das Gebäude ist mittlerweile abgerissen.

24. Wohl einer der bekarmtesten Punkte in Bad Hönningen war das zwischen der Waldbreitbacher Straße und der Straße 'Am Höms' gelegene Haus der Familie Kohlbecker, im Volksmund das 'Kohlbeckesch Eck' geheißen. Das Gebäude war bis zum Ersten Weltkrieg das letzte Privathaus in Richtung Westerwald. In Richtung Paffelter, von einem lebenden Zaun umgeben, lag bis nach 1945 der evangelische Friedhof. Leider fiel das Haus aus verkehrstechnischen Gründen im September 1965 der Spitzhacke zum Opfer. Das Foto wurde im Jahre 1927 aufgenommen.

Mönchhof bei Hönningen a. Rh.

25. Einstmals Niederlassung der Prämonstratenserabtei Rommersdorf war der Mönchhof an der Straße in Richtung Westerwald. Die Felder sowie die angrenzenden Wälder am Höms, am Kronenborn und auf dem Prüngselter gehörten zum größten Teil zum Besitztum des Klosters. Nachdem das Gelände um den Mönchhof in den fünfziger Jahren als Baugelände ausgewiesen wurde, ist dort wohl eines der reizvollsten Neubaugebiete von Bad Hönningen entstanden. Dieses Foto entstand 1917.

26. In Hönningen wurden vor über fünfzig Jahren Ziegelsteine hergestellt. Gleich unterhalb des Moorbachtals stand die 'Hönninger Dampfziegelei' an der Straße nach Wa1dbreitbach. Die Produktion wurde vor dem Ersten Weltkrieg wegen Unrentabilität eingestellt. Später ist das Werksgebäude ganz abgerissen worden. Diese Aufnahme stammt aus dem Jahre 1914.

27. Das alte Hönningen ist nicht zu denken ohne das Original Peter Hombeul. Er war bekannter Schneidermeister und zog oft in die benachbarten Orte im Westerwald. Dort spielte er bei Familienfesten stets zum Tanz auf. Doch die Popularität verdankte er mehr seinem ungefähr neunzig Zentimeter langen Schnurrbart. Sogar ein Interview wurde mit ihm später im Radio gesendet. Als treuer Monarchist schickte er vorliegendes Foto zum damaligen Kaiser mit der Aufschrift: 'Seiner Majestät Kaiser Wilhelm 1. in Treue gewidmet, Peter Hombeul.' Man sagte, er hätte den längsten Schnurrbart der Welt gehabt.

28. Wie in anderen Städten und Dörfern mit überwiegend katholischer Bevölkerung war es auch in Bad Hönningen bis vor einigen Jahren üblich, daß die Fronleichnamsprozession durch die Straßen zog. Die Anwohner bemühten sich sehr, die Straßen zu schmücken. Man wetteiferte fast mit Blumen und Girlanden. Ein Prachtstück sieht der Betrachter hier in der Feldstraße, heute Sprudelstraße. Die Anwohner Clemen, Schwäbe, Zeuzheim, Röhrig und Müller mit Familien stellten sich 1929 dem Fotografen. Leider mußte dieser Brauch dem überhöhten Straßenverkehr weichen.

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