Bad Hönningen in alten Ansichten Band 1

Bad Hönningen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Gregor Krämer
Gemeente
:   Bad Hönningen
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2147-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Hönningen in alten Ansichten Band 1'

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29. Dieses Foto zeigt die starke Beteiligung der Hönninger Bevölkerung beim Empfang des hochwürdigen Herrn Bischofs Korum aus Trier. Er wurde vom Bahnhofsvorplatz durch die gepflasterte Hauptstraße zur Kirche geleitet. Das Bild ist charakteristisch für die frühen zwanziger Jahre. Burg Rheineck grüßt von der linken Rheinseite. Vor dem Haus von Wittgenstein führte der Bahnhofspfad zum Rhein. Heute steht dort das Kreissparkassengebäude am Plänzer. Auf den Gärten stehen heute das Schreibwarengeschäft Keiper und die Sprudelapotheke, sowie das Haus Hans Kaballo.

30. Der heimische Junggesellenverein feierte im Jahre 1929 sein hundertstes Stiftungsfest. Irn Rahmen dieser Jubiläumsfeier bot Hönningen einen besonders großen und prächtigen historischen Festzug auf, an dem sich fast alle heimisehen Vereine und Firmen beteiligten. Dieses Bild zeigt zwei von Pferden gezogene Festwagen. Der erste Wagen erinnert an die ehemalige Tütenfabrik und der dahinter fahrende Wagen stellt einen Schröderwagen um das Jahr 1721 dar. Entwurf der Wagen: Herr Stefan Kröll.

31. Ein weiteres Bild aus dem Festzug der Jahrhundertfeier 1929 zeigt auf einem edlem Roß reitend einen Ritter (Peter Lay) in historischer Uniform. Neben ihm, auf einem Schimmel, ein Edelfräulein (Franziska Georg) mit prächtigem Kostüm. Zwei lanzentragende Knappen begleiten die Reitenden. Hinter weiteren Lanzenreitern gehen würdig schreitende Ratsherren mit spitzen Kragen und großen Hüten. Hinter den großen Kastanienbäumen das ehemalige Bahnhofshotel, heute van Ackeren.

32. Jedes Jahr, bis heute noch, werden in Bad Hönningen zur Peter und Paul-Kirmes am 29. Juni Umzüge des katholischen Junggesellenvereins aufgeboten. Schon Wochen vor dem Fest wurde auf den Rheinwiesen geübt, um in der Öffentlichkeit bestehen zu können. Hoch zu Roß ritt der Hauptmann dem Zug voran. Die Offiziere trugen Hüte mit Federbusch. Über das Kopfsteinpflaster hallten die oft mit Nägel beschlagenen Schuhe im Gleichschritt. Die Häuser waren alle beflaggt und mit frischem Grün geschmückt. Dieses Foto zeigt den Fähnrich der Kaiser-Heinrich-Fahne während des Kirmesumzuges 1921 auf der Hauptstraße inmitten weißgekleideter, fröhlicher Ehrendamen.

33. In Bad Hönningen war immer etwas los. Zu Beginn der zwanziger Jahre zogen Fastnachtsumzüge durch den Ort. Wie auf vorliegendem Bild aus dem Jahre 1929 wurden, unterbrochen vom Zweiten Weltkrieg, immer wieder karnevalistische Veranstaltungen auf den Straßen und in den verschiedenen Sälen abgehalten. Sehr schön wirkt das kleine Pferdegespann mit den Stadtsoldaten und der männlichen Marketenderin. Am Wagen lehnt Jakob Maidt und hinter dem Pferd sieht man, mit weißer Hose, Konrad Lacher.

34. Ein Dokument mit Seltenheitswert entstand in der sogenannten Besatzungszeit nach dem Ersten Weltkrieg, 1919 bis 1920. Es zeigt amerikanische Besatzungssoldaten, die mit Schaufel, Besen und Schubkarre die Neustraße fegen mußten. Nach Auskunft eines Augenzeugen wurde auf diese Weise jegliche Art von Übergriffen gegen die Bevölkerung geahndet. Das kleine Mädchen rechts ist Margarethe Will (Schiefer). Das Kopfsteinpflaster, früher selbstverständlicher Straßenbelag, wäre wohl dem heutigen Verkehrsaufkommen einer belebten Stadt wie Bad Hönningen nicht mehr gewachsen.

Gar enparti ?..

Sprudelbad Höiiningen. R

Naturwarme, radioaktive Koh lensäu re-Sprudèlbàder Besitzer HEI NR. S EI

in Firma Hönninger M meratbrun nen fernruf Amt Rhei ebrohl No. 20

35. Im Jahre 1907 wurden die bisher nutzlos in den Rhein abfließenden Sprudelwässer erstmals zum Betrieb eines Badehauses genutzt. Der damalige Mitbürger Heinrich Stein, Besitzer des 'Hönninger Sauerbrunnens', baute das Sprudelbad an der Hauptstraße. Er wird mit Recht als der Vater des Badeortes bezeichnet. Spätestens in den dreißiger Jahren gelang es dem damaligen Arzt des Ortes, Sanitätsrat Dr. Droste, und dem Verschönerungsverein durch gemeinsame Bemühungen, dem Badehaus zu überregionaler Geltung zu verhelfen. Tausende von Heilungssuchenden besuchen jährlich das Haus in der Mitte des Ortes, der den Ruf genießt, Industrie- und Badeort miteinander in Einklang gebracht zu haben.

36. Viel häufiger als heute trat in früheren Zeiten den Schiffsverkehr behindernder Eisgang auf. Von einer Eisscholle aus zeigt das Foto im Winter 1928-1929 einen Bliek auf die Rheinfront von Bad Hönningen. Zwischen den Eisschollen und dem Ufer war immer Spiegeleis. Schlittschuhlaufen war bei Jung und Alt sehr beliebt. Im Jahre 1929 hielt sich das Eis bis April. Irn Vordergrund erkennt man den ehemaligen Kaplan Nikolaus Schneider und einige Jungen.

37. Über die sonnen beschienene Rheinstraße schreitet eine alte Dame mit Henkelkorb am damals schon recht gepflegten 'Rheinhotel' vorbei. Pächter war die Familie Wolter, Großvater des Fotografen Gerd Wolter. Ein großer Baum spendete kühlenden Schatten. Kleinere Feiern wurden im angebauten Wintergarten abgehalten. Das Hotel ist heute nach großem Um- und Neubau eines der renommiertesten Häuser. Besitzerin dieses im Jahre 1930 fotografierten Hotels ist Frau Henzen.

38. Der Eingang zur katholischen Kirche St. Peter und Paul wurde seit Generationen bei Hochwasser blockiert. Man war gezwungen, über provisorische Zugänge das Kircheninnere zu erreichen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Gotteshaus umgebaut und der Eingang zur Kirchstraße verlegt. Das Bild zeigt von der Rheinseite aus den Umbau der Kirche beim Hochwasser im Dezember 1920. Rechts steht das Hotel Müller, heute Rheinhotel, mit dem angrenzenden Kloster. Links von der Kirche sieht man das 1964 abgerissene Pfarrhaus.

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