Bad Hönningen in alten Ansichten Band 1

Bad Hönningen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Gregor Krämer
Gemeente
:   Bad Hönningen
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2147-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Hönningen in alten Ansichten Band 1'

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49. Die Rheingassen wurden schon sehr oft vom Hochwasser heimgesucht. Die älteren Mitbürger sagten: ein Hochwasser vor Weihnachten bringt meistens zweimal nach Weihnachten Hochwasser. Die Fotografie wurde von der rheinseitigen Mauer des alten Hotels 'Zum Treppchen' aus gemacht im Januar 1929. An der Baumreihe sieht man die Freiwillige Feuerwehr im Einsatz. Rechts stehen einige Kinder, die sehen wollen, ob das Wasser wieder gestiegen ist. Daneben steht ein kleiner Pavillon, der leider auch der Spitzhacke zum Opfer fiel, als an gleicher Stelle ein Hochhaus entstand.

50. Das letzte Hochwasserbild zeigt einen Ausschnitt der Hofgasse im März 1920. Die Familie Stein holte mit ihrem Nachen viele angetriebene Holzteile aus dem Wasser. An der Mauer lehnen auf Stelzen Franz Schuhmann und Franz Wagner, In dem Fachwerkhaus wohnte früher die Familie Nebgen. in Richtung Rhein (links) standen die Anwesen Kaiser und Bahles (noch erhalten).

Hönningen a. Rh.

Schloß Arenfels

51. Das wohl imposanteste Gebäude der Stadt ist Schloß Arenfels. Wahrscheinlich wurde die Burg um 1250 von Heinrich von Isenburg erbaut. An dem Gebäude wurde, Uberlieferungen zufolge, immer wieder an- und umgebaut. Seit Mitte des vorigen Jahrhunderts war Schloß Arenfels im Besitz der Familie Westerholt. Derzeitige Besitzerin ist Wilhelmine von Geyr. Leider nagt der Zahn der Zeit sehr an dem Schloß und immer noch sieht man Kriegsschäden an dem bedeutendsten Wahrzeichen unserer Stadt. Viele großartige Feste fanden nach Berichten älterer Mitbürger in dem Schloß statt. Zur Zeit hegt man die Absicht, einige Räume wieder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

52. Auf der Rückseite dieser Bildpostkarte aus dem Jahre 1930 ist vermerkt, daß der Sprudel des Kohlensäurewerkes 'Deutschland AG' das stärkste Kohlensäurevorkommen Deutschlands sei. Die gesamte Hönninger Grundindustrie ist die Kohlensäureverarbeitung. Auf dem Bild ist der Sprudel zu sehen, der am 1. Mai 1930 aus einem 320 Meter tiefen Bohrloch mit riesiger Gewalt in die Höhe sprühte.

53. Ein von Fuhrwerken ausgefahrener Weg war der Zugang zum heutigen Wohngebiet 'Am Höms'. Einige alte Bäume und Sträucher bildeten eine dürftige Kulisse um den kleinen Bildstock. Wer noch vor der Bebauung zum Ölsberg ging und das 'Hömspfädchen' hochstieg, konnte ungehindert über Hönningen weg bis in das Ahrtal blieken. Diese Aufnahme stammt aus dem Jahre 1926.

54. An der Ecke der kleinen Hofgasse liegt das Schuhhaus Sartor. Dann folgen die Häuser der Familie Lacher; links hinten sieht man noch einen Teil der Neustraße. Der Briefkasten am Hause Sartor war noch um 1927, als unsere Aufnahme gemacht wurde, keine Behinderung an der Hauptstraße. Umbauten lassen heute kaum mehr das ursprüngliche Aussehen ahnen.

55. Eine der schönsten Traditionen im rheinischen Raum war das Einsammeln von brennbarem Material wie Holz, Papier und Körben (Mannen) mit Bohnenstangen für das Martinsfeuer. Die Dorfjugend hatte ihre Freude beim Singen eines alten, teils heute noch bekarmten Liedes. Mit beladenen Handwagen und Karren sah man die Burschen tagelang durch die Straßen zum Rheinufer ziehen, um ein möglichst großes Feuer zu entfachen. Diese Tätigkeit wurde 'dotzen' genannt. Um 1912 wurde diese Aufnahme im Hof des damals sehr bekarmten Kaufmanns Matthias Pyra in der Neustraße gemacht. Der heutige Besitzer ist Hermann Schmidt. Anliegende Nachbarn, vor allem Kinder, konnten durch den Hof von der Neustraße zur Hauptstraße gelangen.

56. Das Böllerschießen ist und war jahrzehntelang an den Kirmestagen üblich. Manch einer schreckte bei dem Knall zusammen. Früher wurden sogenannte 'Katzeköpp' benutzt. Diese wurden mit Schwarzpulver und feuchten Zeitungen angefüllt und danach mit einer Lunte gezündet. Kirmes 1930 stand sogar eine kleine Kanone zur Verfügung. Johann Krämer, ganz links stehend, aus der Kreuzgasse, war viele Jahre für die Böller zuständig.

57. Eine entscheidende Voraussetzung für den späteren Kur- und Industrieort Bad Hönningen wurde 1870 geschaffen. Der erste Eisenbahnzug fuhr auf der zuerst eingleisigen rechtsrheinischen Strecke am 1. Juli 1870. Dieses Bild aus dem Jahre 1903 zeigt eine Gruppe Gleisarbeiter, auch Rotte genannt, die sich zu einer fotografischen Aufnahme unterhalb des Schlosses Arenfels gruppiert haben. Neben fünf Männern aus dem Nachbarort Leubsdorf sieht man in der vorderen Reihe links, kniend, Faßbender, in der mittleren Reihe rechts Engels und in der oberen Reihe, von links: NoH, Heinen, Rüddel, Schmitz, Mehren und daneben in Uniform Rottenführer Kaiser.

"Haltet uns in Ehren"

58. Zur Erinnerung an die Gefallenen der Kriege 1866 und 1870-1871 und dem Ersten Weltkrieg wurde in Bad Hönningen ein Ehrenmal an der Ecke Hofstraße-Rheinstraße errichtet. Ein zweites Kriegerdenkmal stand an der Kirchstraße. Beide mußten wegen Verwitterung beziehungsweise Baufälligkeit abgerissen werden. Anläßlich des Kreiskriegerverbandsfestes wurde diese Postkarte gedruckt.

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