Bad Hönningen in alten Ansichten Band 2

Bad Hönningen in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Gregor Krämer
Gemeente
:   Bad Hönningen
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1213-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Hönningen in alten Ansichten Band 2'

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EINLEITUNG

'Bad Hönningen in alten Ansichten' hieß ein Bildband, der im Herbst des Jahres 1977 herausgegeben wurde. Das Buch stieß auf so große Nachfrage, dass nach einer zweiten Auflage nun ein weiterer Band veröffentlicht wird. Sechsundsiebzig alte Ansichten aus dem Bereich der Stadt Bad Hönningen sind mit kurzen Erläuterungen versehen. Der Chronist hat dabei versucht, ein möglichst umfassendes Bild der Badestadt darzustellen. Unter anderem wird der Ortskern beschrieben, ferner der Stadtteil Ariendorf. Die Anfänge des Kurbetriebs sind festgehalten sowie das Vereinsleben etlicher alter Institutionen. Die Entdeckung der kulturhistorischen Bedeutung alter Ansichtskarten hat deren Marktwert in relativ kurzer Zeit beträchtlich in die Höhe getrieben. Seit geraumer Zeit nutznießen die unscheinbaren Objekte der Sammelleidenschaft von der Nostalgiewelle, von der sich nicht wenige Menschen in jene Zeit zurück versetzen lassen, die man durch solche Attribute wie 'gut' und 'alt' aufgewertet hat. Man versetzt sich, wie es scheint, aus jener Welt aus Beton und Stahl, in der wir leben, in Großvaters Zeiten, die von der Hektik und Problematik unserer Tage noch verschont geblieben ist. Gerade das aus Regalen hervorgesuchte Anschauungsmaterial alter Ansichtskarten verbindet die frühere mit der heutigen Zeit. Diese Bilder sprechen in einer frappierenden Unmittelbarkeit zu uns. Sie werden mit Recht als farbiger, lebendiger und strahlender Abglanz einer sonnigen Vergangenheit empfunden. Selbst am Beispiel einer Kleinstadt wie Bad Hönningen lässt sich für die Zeit vor und nach der Jahrhundertwende die starke kommunikative Kraft von Ansichtskarten nachweisen. Die in diesem Bildband vorgelegten Fotos wirken jedenfalls wie ein kleines Abbild einer Epoche, der man trotz aller inneren Brüchigkeit heute Glanz und Glorie zugesteht.

Es ist nicht Absicht dieses Bandes, den Betrachter auf fotografische Entdeckungszüge durch unser altes Hönningen zu locken oder zum wievielten Male längst bekannte oder erhaltene Bauten oder Straßenzüge zu präsentieren. Dieses Buch hätte vielmehr seine Mission dann erfüllt, wenn es ihm gelingen würde, den Zeitgeist von damals unverfälscht einzufangen. Jeder hat das Recht, in irgendeinem verborgenem Winkel seines Herzens einen Platz für ein wenig 'heile Vergangenheit' zu reservieren. Keiner braucht sich seiner Illusionen zu schämen. Selbstverständlich kann vorliegender Bildband nur Ausschnitte aus dem alten Hönningen darbieten und die Vergangenheit, dezent kommentierend, aus der Distanz von Jahrzehnten heraufzurufen versuchen. Er ist sowohl an die Adresse der älteren Hönninger, die die Entwicklung unserer Stadt erlebt haben, als auch an die vielen neu integrierten Mitmenschen gerichtet.

Nicht zuletzt ist dieser Band der Jugend zugedacht, die ohne Mühe das alte Hönningen entdecken dürfte. Als Dokumentation für einen gerecht abwägenden Vergleich will dieses Buch als eine Rückblende in die Vergangenheit, ohne die eine Stadt als lebendiger Organismus nicht existieren kann, verstanden sein. Ebenfalls stellt dieser Versuch eines Einstieges in die Bad Hönninger Vergangenheit eine Huldigung an unseren Heimatort dar. Die meisten Bilder stammen aus dem Privatarchiv des Verfassers. Herrn Siegfried Schwan danke ich für die Bereitwilligkeit, mit der er mir bei der Vorbereitung des Buches geholfen hat. Zugleich gilt dieser Dank all denen, die mir ihre Bilder von Bad Hönningen zur Verfügung gestellt haben. Ohne diese vielen ungenannten und zum Teil auch unbekannten Spender hätte dieses Buch nicht erscheinen können.

1. Der Blick vom Schloßberg nach Südwesten umfasst nahezu den ganzen Ort im Jahre 1900. Die im Schnörkelstil der Jahrhundertwende gestaltete Grußkarte zeigt außer dem Ort und der linken Rheinseite mit Bad Breisig und der Burg Rheineck einen in früheren Jahren oft zu beobachtenden, zu Berg fahrenden Schleppzug. Auf den kleinen Bildern sind links Schloss Arenfels, rechts die frühere Hubertussprudel abgebildet.

2. Weithin bekannt wurde die Tischfabrik Hall oHG in den letzten Jahrzehnten im In- und Ausland durch ihre hervorragenden Produkte. Auf unserem Bild, links an der Bundesstraße 42, das alte Wohnhaus gleich neben dem noch recht kleinen Werksgelände. Zwischen den Gärten im Vordergrund sind leicht auszumachen die Gleise der rechtsrheinischen Bahnlinie, noch mit hölzernen Telegrafenmasten versehen. Im Hintergrund stehen die vier Kastanienbäume in den Anlagen unmittelbar am Rhein gelegen. Links oben am Bildrand erkennt man noch die Villa Bunge.

3. An der Ecke Neustraße/Hauptstraße betrieb jahrzehntelang die Familie Michael Pera ein Kolonialwarengeschäft. Hier stehen die Schwestern Käthe (Schneider) und Gertrud (Jakobs) vor dem Eingang ihres Hauses, gleich neben dem Anwesen Heinrich und Walburga Bahles. Das Haus Pera bot mit seinem Blumenschmuck und seinen Auslagen in den Schaufenstern ein typisches Bild eines kleinen, gepflegten Kaufladens 'An der Ecke nebenan' um 1930.

4. Der Blick vom Marktplatz zeigt von links das Haus an der Ecke Hauptstraße/Kleine Marktstraße, das von den vier Geschwistern Bündgen bewohnt war. Der kleine Fachwerkbau daneben gehörte den Geschwistern Frömbgen. Anschließend stand das kleine Feinkostgeschäft Michael Klein mit einer zweiteiligen Türe, die jetzt noch in den Weinstuben der Stadt zu bewundern ist. Im Vordergrund die Familien Lacher und Over aus der Marktstraße.

5. Wir blicken auf die Ecke Hauptstraße/Kaiser-Wilhelm-8traße, ein Bild alter dörflicher Gemütlichkeit. Links das Fuhrwerk des Fuhrunternehmers Matthias Geil. Auf der sonst leeren Straße erregte der Fotograf offenbar die Aufmerksamkeit der Bewohner des Kolonialwarengeschäftes Jakob Haas. Im alten Hönningen war dieses Haus populär unter der Bezeichnung 'et Haase Eek', Seit einigen Jahren ist in dem Gebäude die Reinigung Hoffmann. Inzwischen haben das Haus Haas und die Nachbarhäuser durch Umbau, Verputz und Fliesenverkleidung ein völlig anderes Aussehen erhalten.

6. Die Teilansicht der Hauptstraße vom Juni 1900 in nördlicher Richtung beginnt mit dem Gasthof 'Zum Hubertussprudel'. Das Nachbarhaus beherbergte die Metzgerei Scherhag, heute eine Boutique. Darauf folgen der Fleischer Levi, der Schlosser Kösters und die Gaststätte Nassen. Das Eckhaus rechts war die Gaststätte Ronig gegenüber Kaufhaus Haas. Links oben am Fenster steht Heinrich Rüssel, in der Türe Josef Rüssel, mit weißer Jacke Bernhard Krämer und mit weißen Schürzen Metzger Scherhag mit Sohn und Tochter.

7. Als Beispiel eines der typischen Hönninger Geschäftshäuser zeigen wir das ehemalige Kolonialwarengeschäft Carl Anton Georg mit der Schneiderei Stadtfeld auf der gegenüberliegenden Straßenseite. In solchen Häusern waren Laden und Wohnung eng miteinander verbunden. Dem entsprach es, daß Verkäuferinnen und Verkäufer weitgehend mit zur Familie gehörten. Auf dem Bild aus dem Jahre 1910 sieht der Betrachter den Inhaber in der Türe mit seiner vielköpfigen Familie. Bald begeht das Geschäft sein 75jähriges Bestehen unter dem jetzigen Inhaber und Enkel Heinz-Jürgen Walter und Frau Monika.

8. Bei einer Radsportveranstaltung in der Mitte der zwanziger Jahre, die auch durch Hönningen führte, wurde dieses Bild aufgenommen. Es zeigt die noch zu diesem Zeitpunkt gepflasterte Hauptstraße. Das erste Haus rechts gehörte dem Gastwirt Schiffermann, daneben war die Bäckerei Schneider, die später von Peter Kramer übernommen wurde. Heute steht dort ein modernes Geschäftshaus mit Café. Besitzer ist die Familie Franz Kramer.

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