Bad Honnef am Rhein in alten Ansichten Band 2

Bad Honnef am Rhein in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Karl Günter Werber
Gemeente
:   Bad Honnef am Rhein
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6625-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Honnef am Rhein in alten Ansichten Band 2'

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59 Zur heimischen Industrie zählten - neben Konservenfabriken - auch Ziegeleien aufgrund günstig zu erschließender, tonhaitiger Böden. Eine der

größten hatte der Bauunternehmer Iohann Gelsdorf errichtet. Sie lag im Mucherwiesental, lange bevor die Straße zum Himmerich gebaut wurde. Der hohe

Schornstein bildete für Wanderer von weitem einen Orientierungspunkt. Aufunserer Zeichnung, die freilich in den Größenverhältnissen etwas überstei-

gert erscheint, ist rechts auf dem Himmerich das später durch Brandstiftung zerstörte Naturfreundehaus zu sehen.

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60 Ein frühfränkischer Begräbnisplatz gab dem Frankenweg seinen

N amen. Wer für den alten Namen Clarastraße namen-

gebend war, ist unbekannt. Der Frankenweg, der sich in der Rommersdorfer Straße fortsetzt, die am Markt endet, ist der älteste

Verkehrsweg zwischen Honnefund Rhöndorf Damals (unser Bild) war erst die Bergseite mit einzelnen Villen bebaut (rechts die

Villa Oberhoff ). Die Westseite der Straße wurde noch von Weinbergen begrenzt, die sich bis ins Tal erstreckten.

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Clarestrasl ?? mit Blick aui Drachen!ela

61 Zwei Villen aus der Epoche des Historismus gaben der unteren Luisenstraße das Gepräge, von denen eine, wenn auch in desolatem Zustand, den Bauboom der Nachkriegszeit überlebt hat: der im Stil der Neorenaissance errichtete Bau der Villa von Obernitz. Der Bauherr war, wie der noch erhaltene Grabstein auf dem Alten Friedhof kündet, General und Flügeladjutant Kaiser Wilhelrus 1.; später gehörte die Villa der Familie Modersohn. Das zweite Landhaus, auf dem Nachbargrundstück, war die Villa von Oven, ein gut proportionierter klassizistischer Bau, der dem Neubau der Rheinklinik weichen mußte.

62 Die 'Villa Bertha' an der unteren Hauptstraße kurz nach ihrer Errichtung, ein Gebäude im klassizistischen Landhausstil. Sein Bauherr war Richard ]ansenius. Sein Sohn Adolfließ das Haus durch historisierende Anbauten (einen bergfriedartigen, massiven Turm und einen turmbewehrten Erker) erweitern. Adolf]ansenius war Stadtrat, Erster Beigeordneter und wurde später Ehrenbürger. Richard ]ansenius und seine Frau geb. Lenné schufen sich eine bleibende Erinnerung durch Stiftung eines Kirchenfensters im linken Seitenschiff der katholischen Pfarrkirche, das den Krieg überdauert hat. Heute ist die Villa Teil des Hotels Avendi.

63 Der 'Bischofshof" an der Mülheimer Straße, der ins Mittelalter zurückreichende Besitz der Kölner Erzbischöfe, an den sich sagenhafte Überlieferungen knüpfen. Nach der Säkularisierung war der Hof lange Zeit im Besitz der aus Köln stammenden Familie Ditges, die ihn umbaute, erweiterte und eine Fremdenpension einrichtete. Später, über mehrere Iahrzehnte, war das Gebäude 'Handelsschule St. Anno'. Heute gehören die denkmalgeschützten Gebäudeteile zur 'Internationalen Fachhochschule fürTouristik' .

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64 Die Familie der Freiherrn von Proff- Irnich besaßen seit der Mitte des 1 9. Jahrhunderts ein Landgut an der Selhafer Straße. Die letzten Eigentümerinnen, die ledigen Damen Anna und Therese von Proff, sind in Selhofwegen ihrer karitativen Tätigkeit unvergessen. Ihr Haus wurde zu einem Ausbildungsheim für junge Mädchen aus armen Familien. 1896 verkauften die Geschwister ihren Besitz an das Erzbistum Köln zum Zwecke eines Priestererholungsheimes. Es erhielt den Namen 'Antoniusstift' und wurde von Schwestern des Ordens der Neusser Augustinerinnen geleitet. Durch

umfangreiche Neubauten in den Iahren nach dem Zweiten Weltkrieg erweitert, wurde das Haus zur Keimzelle des 'KatholischSozialen Institutes' des Erzbistums Köln.

65 Die Elly-HölterhoffBöcking-Stiftung verdankt ihre Entstehung dem 1899 verstorbenen Otto Hölterhoff, der die Universität Bann zur Universalerbin einsetzte und ihr - im Sinne seiner Frau - ein Vermögen hinterließ, das ursprünglich für eine 'Haushaltungsschule für Mädchen aus dem Volke' und zu einem 'Heim für weniger bemittelte Damen der höheren Stände' bestimmt war. Nach einer wechselvollen Geschichte hat die Universität Bann für das in denjahren 1904-1906 im Stil der Neorenaissance errichtete Gebäude einen neuen Verwendungszweck gefunden: als Tagungs-

zentrum der Deutschen Physikalischen Gesellschaft.

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66 Im Iahre 1891 wurde mit dem Bau der Lungenheilstätte Hohenhonnef begonnen, einem umfangreichen Gebäudekomplex, der sich in seiner Formen-

sprache an der Schloßarchitektur orientierte. Er wurde errichtet nach Plänen der Leipziger Architekten Pfeifer und Händel. Die beiden Villen für den Chef-

arzt und den Direktor der Heilanstalt baute der später in Honnef ansässige Ottomar Stein. Seine Glanzzeit erlebte das Haus während seiner Epoche als feudales

Privatsanatorium vor dem Ersten Weltkrieg. Heute ist es Reha-Zentrum der Cornelius- Helferich-Stiftung.

67 Der Ernpfangssaal der Heilstätte Hohenhonnef.

68 DasWeingut 'Kernenate' an der DrachenfelsstraBe in Rhöndorf wird schon in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts urkundlich erwähnt. Im 19. Iahrhundert war es Wohnsitz der Familie Siebel/Reinhard, die in der rheinischen Geschichte - auch in der Honnefer Kommunalpali tik - über sieben Jahrzehnte eine wichtige Rolle gespielt hat. Im Iahre 1895 erwarb der Arzt Iohann Peter Euteneuer das Haus und richtete hier unter dem Namen 'Matienbad' eine Wasserheilanstalt nach Kneippschem Verfahren ein. 1923 wurde es Müttererholungsheim der 'Vereinigung für Familienhilfe' des Erzbistums Köln, in dessen Besitz es blieb bis zur Gründung der Landvolkshochschule 'Egidius Schneider' im Iahre 1950.

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