Bad Krozingen in alten Ansichten Band 1

Bad Krozingen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Peter Krusche
Gemeente
:   Bad Krozingen
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5716-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Krozingen in alten Ansichten Band 1'

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e aquelle Krozingen.

19. Die Krozinger Nenaquelle förderte im November 1911 das erste Thermalwasser. Ein Jahr zuvor war begonnen worden, die Bohrung in die Muschelkalkschichten vorzubringen. Das warme Wasser kam unter sehr hohem Druck und mit 120 Litern pro Sekunde zu Tage, sodaß das Bohrteam sozusagen 'im Regen' arbeiten mußte. Der Grund lag in dem steilen Gefälle in der wassserführenden Schicht am unterirdischen Abhang des Schwarzwaldes. Die Postkarte zeigt einen Teil der Bohrturmmannschaft, von links: Jacob Berthold, Willi Branner, der dritte Mann wurde 'Kuhspitz' genannt, unbekannt, Peter Steurenthaler , Franz Steurenthaler und August Glockner. Berthold, der Bohrmeister der Firma BrechteI, wohnte in der Kirchstraße neben der Schlosserei Werber (heute Abwasserzweckverband).

Nenaquelle

20. Ein Bliek auf die NenaquelIe, diesmal aus der Perspektive des Badegastes (oben). Links und rechts zwei Badehütten zur Benutzung. Der Bottich selbst war, wie man auf dem unteren Bild sieht, das Thermalbad.Viel Spaß! Die Benennung der Nenaquelle nach dem indischen Freiheitskämpfer Nana-Sahib führte zeitweise zu diplomatischen Kontroversen zwischen dem Englischen Königreich und dem Deutschen Reich. Daher wurde die Quelle später Katharinenquelle genannt.

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21. Die Quelle wurde anfangs von der von DL Friedrich Raschig (1863-1928) geleiteten Nenaquelle GmbH betrieben. Um den Badebetrieb zu organisieren und die Thermalquelle therapeutisch auszunutzen, gründete man im Jahre 1913 eine eigene Thermalbadgesellschaft. Die ersten Gesellschafter waren unter anderen der Fabrikant Adolf Zimber (senior), der Arzt DL Heinrich Remmlinger (senior) und Hauptmann Hans Freiherr Huber von Gleichenstein. Die Gesellschaft pachtete die Quelle von der Bohrgesellschaft und begann ein Badehaus zu bauen, um die geregelte Durchführung von Heilkuren möglich zu machen. Wir sehen eine Zeichnung (1913) des geplanten 'Projekts' (das so nicht ausgeführt wurde) und das Plakat des Münstertäler Malers Erwin Pfefferle zur Eröffnungsfeier am 24. März 1914.

22. Oben: 'Thermalbad Krozingen bei Freiburg i.Br., erstes Herzheilbad Badens, Telefon Staufen 12 ... ' so der Aufdruck auf der Rückseite der Karten von 1917. Man sieht auf dem Bild das heute noch so erhaltene Badehaus. Der Krozinger Arzt Dr. Heinrich Remmlinger (senior) hatte sein erstes medizinisches Gutachten zur Kur abgegeben: 'Der Krozinger Sprudel ist wegen seiner ... hohen Temperatur, seines Gehaltes an natürlicher gasförmiger und gebundener Kohlensäure und seiner Mineralbestandteile ... zu Badekuren im hohen Maße geeignet.' Die Fassung der Quelle war Küferarbeit: Ein Holzbottich (unten). Holzplanken waren rund um den Bottich ausgelegt, und in den Baderäumen innerhalb des Gebäude waren anfangs ähnliche kleine Holzbottiche für das Thermalwasser aufgestellt.

23. Oben: ein Bliek in die pompös eingerichtete Trinkhalle des Krozinger Badehauses im August 1917. Links der Ausschank für den Mineralsprudel, sehr gediegen mit Marmorfassung und Trinkbechem. In diesem Raum befand sich die Kasse. Denn man wollte ja auch Geld verdienen. Ein jüngerer und ein älterer Herr mit Bart lesen die Tageszeitung. Über dem älteren hängen ein Kalender und ein Schild 'Rauchen verboten' - alles für die Gesundheit! Die Badekabinen (Bild von 1937) waren komfortabel eingerichtet (Bild unten). Im Tiefgeschoß des Badehauses gab es zusätzlich auch 'Volksbäder', die viel einfacher ausgestattet waren. Hier konnte man für wenig Geld ein Bad nehmen. Viele Wohnungen hatten noch keine Bäder oder Duschenda war ein öffentliches Bad nützlich.

24. Der Erste Weltkrieg wirft seine langen Schatten auf das Land. In Krozingen stagniert der noch junge Kurbetrieb, und das Vereinsleben ruht vollständig. Die meisten Männer sind im Krieg. Im Jahre 1916 besucht 'Ihre Königliche Hoheit, die Großherzogin von Baden' das Genesungsheim in Krozingen. Wir sehen Soldaten in Uniform, Krankenschwestern und auf dem repräsentativen Sessel als vierte von links Großherzogin Hilda von Baden. Weitere Namen der versammelten Personen sind schriftlich überliefert, aber nicht genau zuzuordnen: Ganter, Naber, Erhardt, Hauser, RemmI, Andlau, Zimber, Hilfinger und Steinle.

25. Im Jahre 1926 war es notwendig, wegen eines Rückganges der Quellwassermenge eine Neubohrung durchzuführen. Durch Erdverschiebungen war die Quelle fast versiegt. Mit den Arbeiten wurde wieder die Firma Brechtel beauftragt. Wegen der Finanzierung wurde die Gemeinde Krozingen (unter Bürgermeister Eber!e) Teilhaber an der Thermalbad GmbH. Wir sehen den über 22 Meter hohen Bohrturm mit seiner Mannschaft. Die Fachkräfte der Firma Brechtel sind mit (B) gekennzeichnet. Der Rest der Mannschaft kam aus Krozingen. Von rechts: Bohrmeister Jacob Berthold (B), Willi Branner, Fritz Rudolph (B), August Glockner, Franz Steuerenthaler, Kar! Glatz, Josef Fischer, Freitag (B), Willi Ruch, Peter Steurenthaler und Albin Faller. Am Turm steht 'Theresienquelle Krozingen 1926'.

26. Die Bohrung war erfolgreich - wie wir deutlich sehen können! Die Arbeiten an der Quelle umfaßten einerseits eine Neufassung der alten Nenaquelle, andererseits ein Vorbringen einer neuen Bohrung gleich daneben. Unter der Fontäne der Thermalquelle sitzt Willi Ruch - mit Hut - er genießt es förmlich, vom warmen Wasser beregnet zu werden. Daneben stehen von links: Freitag von der Firma Brechtel, Willi Branner und Fritz Rudolph. Rudolph war mit dem Bohrteam nach Krozingen gekommen. Sein Vater befand sich schon bei der Bohrung im Jahre 1910 unter der Mannschaft. Fritz Rudolph blieb in Krozingen. Er heiratete 1931 die Schwester Willi Ruchs.

27. Ende der Zwanziger Jahre sieht das Kurgebäude schon richtig 'etabliert' aus. Der Ersten Weltkrieg und die Inflationszeit sind überstanden. Man kann auch wieder schicke Autos kaufen. Einige 'gutbetuchte' Kurgäste haben ihre respektablen Kraftfahrzeuge in der Auffahrt geparkt. Zu dieser Zeit fusionierte die Nenaquelle GmbH mit der Thermalbad GmbH. Das Badehaus wird im Jahre 1929 um den Ouellsprudelflügel erweitert. In den 'Dreißigern' kommen eine Liegehalle, das Bad-Kaffee mit einern Musikpavillion und ein Verwaltungstrakt dazu. Der Verantwortliche im Badehaus ist der Badeverwalter Kim, der davor Prokurist bei der Ofenfabrik Tritschlerwar. Erist auch der Schwiegervater des späteren Bürgermeisters Herbert Hellmann.

28. Der Musikverein 'Kapelle Schillinger' war ein fester Bestandteil im Krozinger Fest- und Musikleben. Bekannt wurde die Kapelle beim Verbandsmusikfest am 13. August 1893, wo sie, erst 1890 neu entstanden, unter der Leitung des Kapellmeisters Johann Georg Schillinger erfolgreich auftrat. In der Kapelle spielten neben vielen anderen Krozinger Bürgern auch die Schillinger-Söhne. Im Jahre 1911, nach dem Tode des Vaters, übernahm der Sohn Hermann Schillinger (rechts am Bildrand) die Leitung der Kapelle (1911-1949). Hermann Schillinger war ein tüchtiger Dirigent und weit über die Ortsgrenzen hinaus geachtet. Vorne links neben ihm steht Johann Meng. Arthur Schillinger schaut in der linken Bildhälfte dem Polizisten rechts über die Schulter. Das Bild entstand 1912.

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