Bad Krozingen in alten Ansichten Band 1

Bad Krozingen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Peter Krusche
Gemeente
:   Bad Krozingen
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5716-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Krozingen in alten Ansichten Band 1'

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69. Das Gasthaus 'Zum Adler' im Jahre 1931. Es wurde zusammen mit der Gartenwirtschaft im Jahre 1913 von Johann Daiger erbaut. Eine Anzeige im Staufener Wochenblatt verkündet die Eröffnung. Am Sonntag, den 1. Juni 1913, gab die Kapelle Rietsch ein Eröffnungskonzert. Das Gasthaus ging, als die zwei Söhne Daigers nicht aus dem Ersten Weltkrieg zurückkamen, auf die Tochter und den Schwiegersohn und Koch Emil Mutterer über. Er hatte viele Kurgäste aus dem 'Schwäbischen'. Von 1932 bis 1953 war er auch als strenger Feuerwehrkommandant bekannt. Nach dem Kriegsende 1945 wurde er von den Franzosen als 'Übergangs-Bürgermeister' eingesetzt. Etwa 1950 ging der Gasthof an seinen Sohn Josef Mutterer. Danach wechselte das Haus mehrmals den Besitzer. Gegenwärtig wird der 'Adler' vom Pächter Heinz Staudter und seiner Schwester betrieben.

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70. Das 'Schloss-Kaffee' am Lammplatz (im Bild um 1939) war seit 1924 im Besitz der Familie Albert Bleile und etwa ab 1934 Konditorei und Café. Später gehörte es der Familie Emmler. Wegen des guten Kuchens, hergestellt vom ersten Konditormeister Eugen Hundertpfund und der damals bestehenden schönen Terrasse fand das Haus sowohl bei Einheimischen wie auch bei Kurgästen gleichermaßen regen Zuspruch. Das 'Pfirtsche Schlößchen' gehört zu den ältesten Gebäuden in Krozingen. Die Grundmauern stammen aus dem 12.113. Jahrhundert. In seiner Substanz geht das kürzlich zur Bank umgebaute Gebäude auf das 18. Jahrhundert zurück. Das Haus war, einst von Wasserläufen umgeben, eine Vogtei des Klosters St. Trudpert. Es gehörte von 1661 bis 1806 den Krozinger Ortsherren, den Freiherren von Pfirt.

71. In der Nacht vom 26.127 Juni 1933 zerstörte ein Großbrand die Gebäude der Firma Zimber in der Staufener Straße. Der 1892 gegründete Betrieb lag neben der Villa Adolf Zimber. Der Brand war durch Alfred Werber entdeckt worden. Trotz intensiver Löscharbeiten brannten das Edelholz-Sägewerk mit dem Lager (Gewehrkolben) und die Ölmühle (Rapsöl) bis auf die Grundmauern nieder. Tragisch war, daß auch vier Zugpferde umkamen. Schulkinder, unter ihnen Edith Fautz und Irene Scheer (links), schauen neugierig auf die erloschene Brandstelle. Man sieht noch die 'Gatter' des Mehrblatt-Sägewerks. Der Betrieb wurde nicht wieder aufgebaut, sondern zog in das 'Zimbergelände' an der Staufener Nebenbahn. Heute stehen auf dem Grundstück eine Schreinerwerkstatt mit Garten, Wohnhäuser und eine ehemalige Tankstelle.

72. Die Eröffnung des alten Bad Krozinger Schwimrnbades im Gewann 'Mühlenmatten' war ein besonderer Höhepunkt des Sommers 1934. Viele Zuschauer waren gekommen, um einer Freiburger Kunstschwimmgruppe zuzuschauen. Am Beckenrand hatte die gesamte Krozinger Jugend Platz bezogen. Das Bad war vom Architekten Röder erbaut worden und wurde vom Mühlenkanal her mit Wasser versorgt. (Heute stehen hier Hochhäuser). Das zweite Bild zeigt einen Bliek auf das fröhliche Treiben im Wasser. Der Stein in der Mitte war ein Trinkwasserbrunnen, denn nicht jeder jugendliche Besucher des Bades konnte sich von seinem Taschengeld beim Bademeister einen Sprudel kaufen. Der Brunnen war vom Gemeinderat gestiftet worden. Auf einer Kupferplatte waren die Namen der Stifter eingraviert.

73. Viele evangelische Gläubige waren um die Jahrhundertwende nach Krozingen gekommen. Den ersten Geistlichen erhielt die Kirchengemeinde jedoch erst im Jahre 1933. Es war der Vikar Funk. Er leitete sofort zusammen mit dem Architekten Adolf Hoffmann den Bau einer Kirche ein. Die Einweihung fand im Jahre 1935 statt. Das evangelische Pfarrhaus wurde erst zwei Jahre später errichtet. Auf dem Foto ist es noch nicht zu sehen. Links im Bild erkennt man die Nepomukkapelle und die Dannermühle (Litschgimühle). In der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg bis 1935 war den Gemeindemitgliedern für Gottesdienste ein Saal im Krozinger Schloß zugewiesen; die evangelische Gemeinde gehörte damals noch zur Pfarrei und Kirche Gallenweiler. 1936 wurde Krozingen evangelische Pfarrei.

74. Der erste Spatenstich zum Bau der evangelischen Kirche wurde 1934 getan. Bauunternehmer waren Florian Rihm und Eduard Steinbrunner. Das Richtfest für die Kirche fand im Frühjahr 1935 statt. Technische Neuheit war ein Lastenaufzug, der am Gerüst angebracht wurde. Im unteren Bild sieht man den Einbau der Glocken. Sie sind mit Hilfe eines Flaschzuges an dem 42 Meter hohen Turm emporgezogen und über dessen Fenster hereingeholt worden. Die gesamte Jugend des Dorfes war gekommen, um dieses Ereignis mitzuerleben. Im zweiten Halbjahr 1935 feierte man die Einweihung mit einem großen Fest. Die gesamte Kirchengemeinde zog, von Musik begleitet, durch Bad Krozingen. Der Festgottesdienst wurde von Landesbischof Dr. Kühlwein, Stadtpfarrer Schäfer und Vikar Funk abgehalten.

75. Der Bad Krozinger Bahnhof im Jahre 1936. Unter dem Vordach steht eine Frau am Schalter und löst eine Fahrkarte. Hier war der Durchgang zu den Zügen. Jeder Kurgast, der am Bahnhof ankam, fand für viele Jahre diesen Wegweiser mit den symbolhaften Holzfiguren vor: 'Gebückt kamen die Gäste an, und aufrecht gehend haben sie nach der Kur Bad Krozingen wieder verlassen.' Links sieht man die Markise des Bahnhofskiosks Breh. Breh war gelernter Sattler und hatte auch als Polizist gearbeitet. Nach seiner Pensionierung im Jahre 1930 betrieb er mit seiner Frau Luise den Kiosk. Die ankommenden Reisenden (es kamen auch viele Schweizer mit der Bahn) konnten auf der kleinen Terrasse seine Spezialität, Kaffee mit Honigbrot, verzehren und seine Zimmervermittlung in Anspruch nehmen.

76. Oben: an dem mit Kies bedeekten Kirchplatz steht das alte Krozinger Rathaus. In Krozingen lebten damals etwas mehr als 2 000 Einwohner. Der Ort bestand aus den Ortsteilen Unterkrozingen (Unterdorf), Oberkrozingen (Ähnebach) und Kerns (ältester Ortsteil). Rechts im Bild sieht man die damalige Volksschule. In dem Haus hinter dem Rathaus (heute Bürgermeisterbüro) war die Kochschule für Mädchen untergebracht. Die Gewerbeschule befand sich im Kantinensaal des Verwaltungsgebäudes der Firma Richtberg am nördlichen Ortsausgang links neben den Gleisen. Unten: der Thermalkurort präsentierte sich im Jahre 1937 in einem attraktiven 'Image'. Wir sehen das stilisierte Badehaus mit der Krozinger Thermalquelle. Doch: der Zweite Weltkrieg war nur zwei Jahre entfernt!

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