Bad Münstereifel in alten Ansichten Band 2

Bad Münstereifel in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Helmut Cloot und Harald Bongart
Gemeente
:   Bad Münstereifel
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5535-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Münstereifel in alten Ansichten Band 2'

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49. Im Jahre 1475 wurde die in Nord-Süd- Richtung verlaufende Langenhecke zuerst erwähnt. Nach der Fertigstellung der Stadtmauer um 1350 besaß sie von Norden her keinen Zugang, bis 1907 das Tor, das auf der Karte zu sehen ist, in die Mauer gebroehen wurde. Im Süden begrenzte bis 1803 die 'Stiftsimmunität' die Langenhecke , die allerdings durch ein Tor zugänglich war. Von der ehemals lockeren Bebauung, die ein Stadtplan von 1823 ausweist, stehen im nördlichen Teil die Häuser Nr. 43 (heute Mauel) und Nr. 30 (heute Strang).

50. Auch das Heisterbacher Tor war ursprünglich dreigeschossig. Bei der Renovierung zwischen 1907 und 1909 wurde das Tor verkürzt wiederhergestellt. Am Werk, das östlich des Tores die EinflußsteIJe der Erft in die Stadt bezeichnet, konnte gestaut werden, um so auch den Vorgraben bis hin zum Orchheimer Tor mit Wasser zu füllen. Die Mauer rechts im Bild ruht wohl auf den Fundamenten des ehemaligen Vorwerks. Es fällt auf, daß das Mauerstück, das zum westlichen Wallgraben hinaufführt, besonders hoch ausgebaut ist. Der Grund hierfür ist, daß diese Mauerstelle nicht durch einen Wassergraben geschützt werden konnte.

51. Eines der bedeutendsten archäologischen Denkmäler der Nordeifelliegt im Münstereifeler Stadtgebiet, Es handelt sich um das Matronenheiligturn auf dem ' Addig' bei Bad Münstereifel-Nöthen. Dort wurden in römischer Zeit von der keltisch-germanischen Bevölkerung die mütterlichen Gottheiten der 'Vacallinehae' verehrt, die Segen und Fruchtbarkeit spendeten. Vom 1. bis 5. Jahrhundert nach Christus diente die Stätte kultischen Zwecken, ehe sie im Zuge der fränkischen Landnahme aufgegeben wurde. Karl Hürten, ein über die Münstereifeler Stadtgrenzen hinaus bekarmter Heimatforscher, war an der Auffindung des Tempelbezirks beteiligt, den das Bonner Landesmuseum zwischen 1913 und 1917 ausgrub und rekonstruierte. Beim Bild handelt es sich um eine Zeichnung des Münstereifeler Zeichenlehrers Anton Krahforst, der wie Karl Hürten Lehrer des St.-Michael-Gymnasiums war.

52. Schutzpatron der kleinen Kapelle von Kolvenbach ist der hl. Antonius (der Einsiedler), der wohl berühmteste Mönch des Altertums. Der im Jahre 1095 gegründete Orden der Antoniter pflegte vor allem am 'Antoniusfeuer' erkrankte Menschen. Im DorfKolvenbach, das schon im 12. Jahrhundert zu Münstereifel gehörte, gab es drei Wiesen, die Eigentum des Jesuitenkollegs Münstereifel waren. So erscheint es natürlich, daß dort eine Kapelle errichtet wurde (1690). Im Innern der Kapelle finden wir eine Holzskulptur des hl. Antonius (Ende 17. Jahrhundert) mit dem Taustab in der Rechten, aufgeschlagenem Buch in der Linken und einem Schwein zu Füßen.

53. In seiner nunmehr 1 100jährigen Geschichte hat der Ort Bad Münstereifel-Schönau nur einen berühmten Mann hervorgebracht, der ausgerechnet den Allerweltsnamen Johannes Müller trug. Obwohl seit seinem Tod mehr als 190 Jahre vergangen sind, taucht sein Name hin und wieder in der Presse auf. Müller betätigte sich auf dem weiten Berufsfeld des Verbrechers in den Sparten Dieb, Räuber , Erpresser, Brandstifter und Mörder. In der Zeit der Besetzung des Rheinlandes durch das französische Revolutionsheer (1794) glitt der Schönauer- der eigentlich für eine höhere Laufbahn vorgesehen war -, nach dem frühen Tod seiner Eltern immermehr ab. Am 18. November 1801 wurde Müller in Koblenz guillotiniert.

54. Unter dem Eindruck eines Großbrandes in der Münstereifeler Kernstadt stehend gründeten Wilhelm Roth, Jakob Hillebrand, Friedrich Grunow, Hubert Friedrichs. Peter Hendrichs, Johann Lorré und Nikolaus Hillebrand am 12. Dezember 1879 die Freiwillige Feuerwehr Münstereifel. Sage und schreibe 200 Männer meldeten sich nach der Gründungsversammlung zum Dienst am Nächsten. Trotzdieses Anfangserfolges war jedoch 1907 eine Neugründung erforderlich, ehe das Feuerlöschwesen in Münstereifel florierte. Hier haben sich im Jahre 1930 Feuerwehrkameraden aus Münstereifel, Arloff, Eicherscheid und Radert zusammen mit auswärtigen Kameraden vor dem Badehof zu einem 'Gruppenbild mit Dame' aufgestellt.

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55. Im Krisenjahr 1914 haben sich die Münstereifeler Feuerwehrrnänner vor dem alten Konviktsgebäude in Positur gebracht. Die Leitern lassen erkennen, daß die 'Steigerabteilung' an dem Gebäude eine Übung ausgeführt hat. Neben dem eigentlichen Zweck der Brandbekämpfung widmeten sich einige Feuerwehrleute auch der Pflege der Musik, indem sie seit 1910 auch eine Feuerwehrkapelle unterhielten. Noch im gleichen Jahr, in dem die Aufnahme entstand. wurden 41 Feuerwehrmänner in ein Feuer geschickt, das elf von ihnen nicht überlebten: Der Erste Weltkrieg entflammte in Europa einen Flächenbrand und stürzte nicht nur die Münstereifelcr Feuerwehr in eine tiefe Krise.

56. Als der Herzog von Jülich die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft 1487 urkundlich bestätigte, existierte sie bereits seit mehreren Generationen. Neben der Bestätigung verlieh erder Bruderschaft eine Satzung sowie eine Schießbahn im westlichen Wallgraben. 1925/26 hat der Vorstand der Bruderschaft diese Aufnahme seinem Stammwirt Adolf Witten anläßlich seiner Silberhochzeit verehrt. Von rechts nach links: Vitus Bollenrath, Franz Hendrichs, Matthias Gerards, Franz Mauel sen., Heinrich PauJi, Adolf'Gister' Gerards, dessen Spitznamen von 'Magister' hergeleitet wird: 'Weil ersu schlau war in de Schöll' , wie der alte Münstereifeler Fritz Metzsch zu berichten wußte.

57. Zur Feier des Goldenen Schützenjubiläums von Josef Hartmann (Bildmitte ) haben sich die St. Sebastianer 1904 im östlichen Wallgraben südlich des Johannistores mit Musikunterstützung und der Fahne von 1895 aufgestellt. Bereits irn 17. Jahrhundert wurde dieser Wallgraben von den St. Sebastianern für Schießübungen benutzt , was zu Spannungen mit den Jesuiten führte, die den Graben für die Leibescrtüchtigung ihrer Schüler beanspruchten.

58. In der Festzugstracht hat sich der Kunstschlossermeistcr Matthias Gerards dem Fotografen gestellt. Gerards war von 1906 bis 1932 Brudermeister und von 1932 bis zu seinem Tode 1937 Ehrenbrudermeister der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft. Zweimal - 1913 und 1931 - errang er die Königswürde, wobei der Königsschuß 1931 gleich in zweifacher Hinsicht erwähnenswert ist. Zum ersten feierte Gerards im gleichen Jahr 25jähriges Jubiläurn als Brudermeister , zum zweiten übernahm er die Königswürde von seinem jüngsten Sohn Hubert, der im Jahr zuvor den 'Vogel abschoß'. Links von Gerards stehen die von ihm selbst geschmiedete Versammlungsglocke sowie die St.-Sebastianus-Statue aus dem Jahre 1495.

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