Bad Nenndorf in alten Ansichten

Bad Nenndorf in alten Ansichten

Auteur
:   Herbert Hirlinger
Gemeente
:   Bad Nenndorf
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2921-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Nenndorf in alten Ansichten'

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39. Wann genau das Kramersehe Haus erbaut wurde ließ sich nicht feststellen. Das hübsche Haus, mit grau-schwarzen Schieferschindeln, der gemütlichen Sonnenterrasse und den rot-wensen Markisen, war um die Jahrhundertwende im Besitz des Bürgerrneisters Wilhe1m Kramer, dessen Gattin, wie es in einer kleinen Broschüre heißt, 'trefflich eingerichtete Zimmer in Preisen von 1 bis 3 Mark täglich zur Verfügung stellt'. In den frühen dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts erwarb es der Posthalter Friedrich Kramer mit Scheune, Stallung und Wagenremise und betrieb dort eine Postmeisterei mit Fahrdienst. Außerdem gehörte zu dem Grundstück ein schöner Garten nach dem Galenberg hinaus. Das Haus Nr. 60 beziehungsweise Hauptstraße Nr. 17 war eines der schönsten Häuser der Hauptstraße. Auch dieses Haus steht heute nicht mehr.

40. Schon im Jahre 1844 wurde im Keller des Landgrafenhauses eine Molkenkuranstalt eröffnet. Nach deren Schließung wurde 1909 auf dem Gelände zwischen Marstall und Schlößchen die Milchkuranstalt gebaut. Hier konnte man alle Arten von kalter und warmer Milch, dicke und saure und süße bekommen. Da man auch im Freien sitzen konnte erfreute sich das kleine Unternehmen größter Beliebtheit. 1930 wurde die Milchkuranstalt an die Buchenallee zwischen Marstall und Hotel 'Hannover' verlegt.

41. Der Bismarckstein. Aus alten Ortsplänen ist ersichtlich, daß der Bismarckstein etwa um 1913 oder früher aufgestellt worden sein muß, Er stand im Galenberg am Verbindungsweg vorn Knüppelhäuschen zur Buchenallee. Von hier aus hatte man einen weiten Bliek auf den Deister. Eine Bank neben dem Stein lud zum Sitzen ein. Nach 1945 wurde das kleine Denkmal bei Nacht und Nebel abgerissen. Wer dafür verantwortlich war und wer die Zerstörung vorgenommen hat ist niemals öffentlich bekannt geworden.

42. Diese hübsche Karte wurde um 1909 vom Kurverein vertrieben. Anläßlich der IOD-Jahrfeier des Bestehens des Schlammbades wurde von Kurgästen und Bevölkerungskreisen die Errichtung eines Denkmals für den Begründer des Bades, Landgraf Wilhelm IX., von Hessen beschlossen. Zunächst sollten durch Spenden die dazu notwendigen Geldmittel aufgetrieben werden. Diese Karte ist heute ein seltenes Dokument.

43. Das Denkmal wurde 1911 errichtet. Es steht auf halber Höhe des Galenberges im Kurpark an der Buchanallee. Wilhelm IX. wurde am 3. Juni 1743 geboren, regierte als Landgraf von 1785 bis 1803, erhielt dann die Kurfürstenwürde und nannte sich hinfort Wilhelm I. Kurfürst von Hessen. Er starb am 27. Februar 1821. In der Zeit der französischen Zwischenherrschaft von 1806 bis 1813 ging Wilhelm nach Dänernark,

Yerlag von Ricb. Henae, BAd Xenndorf

-,

44. Die 1853 eingeweihte zweite evangelisch-lutherische Kirche Nenndorfs, die St-Godehardi-Kirche, am Hang des Galenberges oberhalb der Hauptstraße in Groß-Nenndorf gelegen, beherrscht weithin die Landschaft. Sie wurde von dem Kasseler Baumeister Julius Eugen Ruhl im neuromantisehen Stil erbaut. Die erste Kirche war nach über 700 Jahren so baufällig geworden, daß sie nicht mehr benutzt werden konnte. Zudem lag die alte Kirche weiter unten und zu nahe an der Hauptstraße. Die neue Kirche hatte nun einen größeren und freieren Platz.

45. An der Biegung der Hauptstraße, am Grund, wo die Steinstufen hinunterführen zur Kreuzstraße, lag der Pfarrhof mit dem geräumigen Pfarrhaus. Dieses wurde 1627 erbaut und stand 275 Jahre bis es abgerissen wurde. Von einem Eisengitter umgeben stand hier auch das kleine Kriegerdenkmal aus dem Befreiungskrieg 1813, welches heute auf der Grünfläche gegenüber vor der Kirche steht. In den napoleonischen Kriegen erlebte Nenndorf viele Durchmärsche, Einquartierungen und Requisitionen und das Pfarrhaus war 1806 und 1807 Hauptquartier französischer Generalstäbe.

46. Es war sicherlich keine wahre Freude für die Kurgäste aus der Bahnhof- und Kramerstraße, hier die Poststraße heraufzugehen, um zu den Badehäusern oder zur Wandelhalle zu gelangen. Der Schmutz auf der Straße, keine asphaltierten Bürgersteige und der durch Pferdefuhrwerke zerfahrene Lehmboden waren gewiß Grund zu Beschwerden bei der Königlichen Badeverwaltung. Die beiden Gebäude sind das Zander-Hans und das Deisterhaus. Rechts der noch unvollendete Flügel des Großen Schlammbadehauses. Die Trachtemnädchen waren damals immer ein hübscher Anblick.

47. Das 'Deisterhaus' entstand 1904. Mit 31 Räumen für 41 Betten, mit einem Gemeinschaftsraum und drei Küchen diente es zunächst für die Unterbringung der Freibädner. Freibäder erhielten unbemittelte Kurgäste, die ein 'obrigkeitliches' Attest beibrachten, welches belegte, daß sie nicht imstande waren, eine Badekur selbst zu bestreiten. Meist erhielten sie auch noch freies Logis, freie ärztliche Behandlung, oft auch freien Mittagstisch. In der Vor- und Nachsaison wurden Freibäder an mehr als 100 Personen, durchschnittlich vier Wochen pro Saison, gegeben. Deisterhaus, Kleines Badehaus und die Dachkammern des Badehauses waren für die Freibädner vorgesehen. Heute ist die Staatliche Kurverwaltung im Deisterhaus untergebracht.

48. Die Wilhelmstraße, einstiger Feldweg und sogenannter Kirchenweg, entstand in den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts auf dem Gelände des Apothekers Sander und des Gärtners Klee. Es hieß im Volksmund 'auf dem Teufelsdreck'. 1895 wurde dort die katholische Kirche 'Sankt Maria vom heiligen Rosenkranz' errichtet. Die Straße, die im nordwestlichen Teil bis fast an den Bahnhof Nenndorf Bad ging, setzte sich hauptsächlich aus privaten Pensionshäusern zusammen. Die immer größer werdende Zahl der Kurgäste konnte in den fiskalischen Häusern und Hotels nicht mehr untergebracht werden. So entstand das Kurviertel westlich der Bahnhofstraße,

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