Bad Nenndorf in alten Ansichten

Bad Nenndorf in alten Ansichten

Auteur
:   Herbert Hirlinger
Gemeente
:   Bad Nenndorf
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2921-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Nenndorf in alten Ansichten'

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69. Zum 14. Deutschen Turnerfest in Köln 1928 reiste auch eine Trachtengruppe aus dem ländlichen Bad Nenndorf. Mit ihrer schönen Landestracht, den leuchtenden Rotröcken, den bunt gestiekten Schürzen, der prächtigen Brautkrone oder Kranz erregten sie überall Aufsehen. Heute ist die Tracht im Aussterben und nur die heimatlichen Trachten- und Tanzgruppen pflegen noch das alte schöne Brauchtum.

70. Anfang der dreißiger Jahre erregte der greise Generalfeldmarschall August von Mackensen einiges Aufsehen. Bei einem Autobesuch in Bad Nenndorf wurde er von Kurgästen erkannt und zum Aussteigen veranlaßt. Mit Kurdirektor Fritsch besichtigte er die Kuranlagen und zeigte sich sehr interessiert. Der alte, 82jährige Herr machte einen guten Eindruck. An seiner prächtigen roten Husarenuniforrn prangten der 'pour Ie mérite' und die Eisernen Kreuze I. und II. Klasse.

71. Dieses ist eine um 1895 entstandene Gruppenaufnahme einer Kurgästegesellschaft bei einem Ausflug in den nahegelegenen Deisterwald. Die Aufnahme entstand in der Nähe der 'Mooshütte'. Diese Herrschaften müssen ganz gut zu Fuß gewesen sein, denn immerhin macht ein Spaziergang hin und zurück eineinhalb bis zwei Stunden aus. Beachtlich ist die Tatsache, daß keine einzige Person ohne Kopfbedeckung ist. Man trug damals eben 'Hut'.

72. Die Freiwillige Feuerwehr wurde 1880 ins Leben gerufen. Fünfzehn Jahre später war die Zahl der Wehrmänner schon auf 164 angewachsen. Die Gruppenaufnahme entstand im Jahre 1905 anläßlich des 25jährigen Bestehens der Wehr. In der Zeit von 1880 bis 1930 mußten mehrere große Brände bekämpft werden, so in Klein-Nenndorf und Groß-Nenndorf 1909 das Hotel 'Kronprinz', 1911 das Hotel 'Schaumburg'. Die Wohnhäuser Nr. 14 und Nr. 19 brannten kurz hintereinander ab. In Nr. 14 verbrannte auch der Besitzer, der Kaufmann Geistfeld. Im inneren Kurviertel, an der Hauptstraße, brannte 1934 das Kleine Logierhaus, Landgrafenhaus genannt, bis auf die Grundmauern nieder.

73. Diese um 1890 gemachte Aufnahme zeigt den Küchenchef des Hotels 'Haus Kassel' mit seiner 'Küchenbrigade'. Die adretten jungen Mädchen kamen meist aus achtbaren Familien, die ihre Töchter gern in die Obhut der Chefin eines Hotels gaben, weil sie dort viel und vielseitig lernen konnten. Ein besonderer Gag sind die spitzen scharfen Küchenmesser, die an einer langen Kette getragen wurden, damit sie immer schnell zur Hand waren.

74. Der Nenndorfer Kurdirektor Leo Fritsch ging 1933 nach Bad Ems. Als Chef der Badeverwaltung war er bei seinem Personal immer sehr beliebt gewesen. So nimmt es nicht wunder, daß die Angestellten einschließlich der Badefrauen eines Tages einen Ausflug nach Bad Ems machten, um ihren früheren Dienstherrn zu besuchen. Zum Abschluß eines schönen Tages stellte man sich für ein Erinnerungsfoto, nichtahnend, daß dieses eines Tages in einem Buch erscheinen würde.

75. Hier sehen wir noch einmal den Mittelpunkt des Ortes. Die lange durchgehende frühere Hauptstraße gibt es nicht mehr, sie ist in den Kurpark als Kurpromenade einbezogen worden. Ebenso sind alle Gebäude links der Straße verschwunden. Nach wie vor dominierend liegt im rechten oberen Teil das Große Badehaus in seinem Halboval. Dahinter erkennt man Turm und Haus der Villa Ewe, das spätere Sanatorium 'Sonnengarten'. Hier ist heute die Rheumaklinik 'Sonnengarten' entstanden, 100 Jahre nach dem Bau des ersten Nenndorfer Sanatoriums.

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Villa Dr. Ewe.

76. Der Ring schließt sich. 1882 erbaute der Nenndorfer Brunnenarzt, Sanitätsrat DI. Ernst Ewe, das erste Sanatorium, die Villa Ewe. Im Laufe der Jahrzehnte wechselte das Haus mehrfach seinen Besitzer. So karn 100 Jahre später das Staatsbad in den Besitz des architektonisch schönen Hauses mit seinem großen Garten. Unter Einbeziehung des schon historischen Sanatoriumgebäudes entstand jetzt der mächtige Komplex der 'Rheumaklinik Sonnengarten' mit fünf ineinanderfließenden Gebäudeteilen mit insgesamt 201 Zimmern. Diese mit den modernsten Einrichtungen ausgestattete zukunftsweisende Klinik bildet nun - 100 Jahre nach 'Großvaters Zeiten' den Ausgangspunkt für die 'neue Zeit'.

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