Bad Neuenahr-Ahrweiler in alten Ansichten Band 2

Bad Neuenahr-Ahrweiler in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Heinz Lindlahr
Gemeente
:   Bad Neuenahr-Ahrweiler
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6230-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Neuenahr-Ahrweiler in alten Ansichten Band 2'

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19 Hotel und Pension Goldener Anker wurde im jahre 1869 von dem Weinhändler Antonius Giffels 1I. als bescheidener Beherbergungsbetrieb gegründet. 1 872 wird er erstmals in der Kur- und Fremdenliste genannt. Hier kamen allenfalls Sommerfrischler unter, die die Kureinrichtungen nicht benutzten. 1880 kam ein Restaurant hinzu. Erst nach 1890 konnte Anton Giffels lIL um- und anbauen. Seit dieser Zeit stiegen auch die Gästezahlen. 1938 ûbernahm Anton Giffels IV: den Betrieb und mußte diesen nach dem Zweiten Weltkrieg völlig umstrukturieren. Nach seinem Tode im [ahr 1969

mußte sein Sohn Klaus-Anton Giffels einspringen. Durch An- und Umbau schaffte er ein Komforthotel, das modernsten Ansprüchen gerecht wird. Es umfaßt achtzig Doppel- und Einzelzimmer, Kon-

ferenzräume für bis zu 250 Personen, Speisesaal für 250 Gäste und ein Erlebnisbad.

20 Um 1900 herum lebte und arbeitete der Kunstmaler Bernhard Giffels in der alten Domstadt Köln. Er war einem guten Tröpfchen nicht abgeneigt und fand hierbei fachmännische Hilfe bei seinem väterlichen Freund, dem Weinhändler Köbes Keller. Kaiser Franz-Ioseph harte 1904 dort eine Weinprobe gemacht. Zum Verkosten der Reste wurde auch Bernhard Giffels eingeladen. Solche Weine hatte er noch nicht probiert. Daher sagte Köbes Keller: 'Nit wohr, da staunste? Ejaa, mer kann och us Druwe Wing maache!' Dies war die Idee für das Bild 'Geheimnis des alten Weinhändlers' . auf dem der Maler den Hans Keller als steinalten Mann im

Ohrensessel im Kreis seiner Söhne Theodor-Jakob, Hans und Fritz- Wolf verewigte. Glückliche Umstände ließen Klaus- Toni Giffels das Gemälde in die Familie Giffels zurückholen.

Das Geheimnis des alten Weinhändlers, sein letztes Vermächnis an seine Söhne:

"Mer kann och uss Druve Wing mache".

21 Hotel und Pension Heimes, in der Mittelstraße 19 gelegen, war eine altrenommierte Familienpension. Sie befand sich an den Quellen, an Kurgarten und Kurhaus. Sie stieß direkt an die Bäder an. Seinen Gästen bot sie bei vorzüglicher Küche (für [ede Diät) angenehmen Aufenthalt. Die volle Pension betrug

1911 ab 5,50 Mark inklusive Zimmer. Es waren dreißig Zimmer vorhanden. Zur Beethovenstraße hin waren große Gartenanlagen mitTerrasse. Es handelte sich um eines der ältesten Hotels von Bad Neuenahr, Zuletzt diente das Haus als Dienstwohnungsgebäude für Mitarbeiter der Aktiengesellschaft Bad N euenahr. Das 1870 erbaute Haus wurde

1987 wegen der StraBenerweiterung abgerissen.

22 Der am l.März 1868 gegründete 'Verschönerungs-, Kur- und Verkehrsverein «v: später umbenannt in 'Kurund Verkehrsverein Bad Neuenahr «v: gab als Zweck des Vereins an: Verschönerung des Ahrtals in den Umgebungen des Bades Neuenahr, und zwar vorzugsweise von Heimersheim aufwärts bis eventuell Marienthal. Der Zweck sollte erreicht werden durchAnlage von Promenadenwegen, Herstellung van Ruheplätzen, Aufstellung von Banken, Verbesserung der vorhandenenVVege,aberauch durch Ankauf von VValdparzellen. Alsbald trat man auch der Herstellung einer VVegekarte näher - 1899. Für die VVerbung wurden offizielle

Führer herausgegeben. Nach einer Einführung in die Geschichte, in die Quellen und in die Neuenahrer Heilfaktoren folgten die Anzeigen. Das Deutsche Haus warb mit einer Originalansicht für sein Hotel garni.

23 Andere Häuser verwendeten eine Zeichnung, die insbesondere die Umgebung schöner erscheinen ließ, als diese tatsächlich war. Vor allem waren Straßen und Plätze geräumiger gezeichnet. Auch das Kurhaus 'Kaiser Wilhelm' in der Lindenstraße benutzte eine solche Zeichnung. Im 33. Kurjahr beklagte der Oberbürgermeister aus Rudolstadt in einern Vortrag in Neuenahr: 'Es ist merkwûrdig, aber wahr, daß es in den Badeorten - mag der Nutzen

des Fremdenverkehrs für die weitesten Schichten der Bevölkerung noch so sehr in die Augen fallen - immerhin eine ganze Anzahl von Personen gibt, welche zwar von diesem Nutzen gern profitieren, wel-

che aber dennoch anstehen, alles zu bemängeln, indessen ihrerseits nichts beitragen wollen, um zeitgemäße Wünschen erfüllen zu können.'

Moderner Komfort. Grosser, Schreib- und Gesel1schaftsr und Douchen der verschiedensten Art Jeder Art, warme und kalte Bäder, kol Kohlensäure), Fichtennadel-Bäder, elektromal bäder. Massagen etc. Anerkannt feinste, ki ärztliéher~Vorschrift, genau wie im Sanatol

Telephon 112. Telegr.-Adr.: Kaiser franko. - Das ganze jahr geöffnet.

Eigentürm

24 Er fährt fort: 'Die Bekämpfung derartiger VorurteiIe ist ungemein schwer; wo aber die Verhältnisse einmal so liegen, daß für einen Ort günstige Chancen zu einer Einreihung in die Zahl der Curorte vorhanden sind, oder wo sie zur Weiterenrwicklung und Hebung eines Curortes befriedigende Aussichten für die Zukunft gestatten, da darf auch seitens der Ortsbehörden nichts versäumt werden, um zu erreichen, daß die ganze Einwohnerschaft einmütig sich beteiligt an der Arbeit, welche den Aufschwung des Ortes als Bade- und Curort zum Zweck hat, welche ihn in die Reihe einfügen will, von welchen es mit Recht heißr: in balneis salus' (das heißt: zum

Wohle des Bades). Der Vortrag könnte heute anstatt kurz vor der Jahrhundertwende gehalten worden sein. DerTriersche Hof des Chr. Moufang-Batton lag direkt an Kurgarten und Großem Sprudel.

25 Laura Münch bot 1911 Privatwohnungen in nächster Nähe der Trinkhallen und Bäder für Kurgäste an. Sie hatte große, luftige, der Neuzeit entsprechend eingerichtete Zimmer. Um 1900 hatte sich in diesem Haus ein Mädchenpensionat befunden. Aber nur gut beruchte Eltern konnten es sich zur damaligen Zeit erlauben, ihreTöchter in ein solches Pensionat zu schikken. Insgesamt waren um diese Zeit vier Mädchenpensionate vorhanden. Das Pensionat Scheideler befand sich in der Villa Vineta in der Hauptstraße. Ein weiteres war in derWolfgang-Müller-Straße. Das Gebäude steht heute noch. Die Villa Diana in der PoststraBe inmitten eines gro-

Ben Gartens mußte einem modernen Wohn- und Geschäftshaus Platz machen.

26 An der Hochstraße befanden sich um 1 91 0 zahlreiche Hotels und Frerndenpensionen. Diese sind fast alle verschwunden. An ihrer Stelle befinden sich heute meist Kurkliniken und Wohnhäuser. Nur die Spezialkuranstalt des Dr. Ernst Rosenberg ist erhalten geblieben. Dort ist heute die Klinik Hochstraße 23. Das Bild zeigt die Villa Humboldt, eine Pension ersten Ranges. Weiter sei erinnert an die Villa Stillfried von Th. Schepp und Tr. Rieffert, die an die Villa Humboldt anschloß.Auf der Seite zur Oberstraße stand die Villa Laura von WTönges mit dreißig Zimmern. An der Ecke zum Burgweg war Weber's Grand Hotel Viktoria. Die Lage desselben wurden be-

schrieben: 1 Minute von dem Kurgarten und den beiden Sprudeln gelegen, 2 Minuten Entfernung von den Bädern und dem Bureau der Kutverwaltung.

Villa Humboldt, Hochstr. 17, Neuenahr.

27 Im Iahre 1880 wurde in Bad Neuenahr von einer aus sieben Personen bestehenden Kommission das Kur- und Pflegehaus Walburgisstift gegründet. Kranken und Schwachen sollte sorgsamste Pflege unter Leitung bewährter Kräfte gegen mäßiges Entgelt geboten werden. Seine Räume sollten auch gegen Pensionspreis Kurgästen geöffnet werden. Das von christlichem Geist getragene Hauswesen sollte die Gewähr eines ruhigen, den Gebrauch der Kur in jeder Weise fördernden Aufenthalts bieten. Schließlich sollte das Haus auch den wenig bemittelten Personen, insbesondere evangelischen Kranken, den Gebrauch der Kur erleichtern. Von 1953 bis

1975 war das Walburgisstift Mädchenpensionat des Aregymnasiums. 1976 wurde es abgerissen. Heute befinden sich auf dem Grundstück die Ahrthermen.

28 Am 1. April1896 wurde die Neuenahrer Feuerwehr durch Bürgermeister Faulhaber gegründet. Die Geräte der bisherigen freiwilligen Kolonne von zwölf Mann und einem Spritzenmeister gingen in die Verwaltung der neuen Wehr mit fünfzig Leuten über. Die Gemeinde stellte Mittel bereit für die Erbauung eines Steigerturms. Freiwillige Beiträge, darunter ein namhafter Betrag der Aktiengesellschaft Apollmarisbrunnen und der Apollinaris Lt., gaben die Mittel für die Beschaffung einer einfachen Uniform. 1899 stellte die Aktiengesellschaft Bad Neuenahr eine fahrbare mechanische

Rettungsleiter zur Verfügung. Das Bild der Freiwilligen Feuerwehr Bad Neuenahr wurde am 28. Rheinischen Feuerwehr-Verbandstag (22.-25. Mai 1925) vor dem Steigerturm aufgenommen. Im Hin-

tergrund sind die Mädchenschule und das evangelische Pastorat zu sehen.

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