Bad Oeynhausen in alten Ansichten Band 1

Bad Oeynhausen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Gerhard Lietz
Gemeente
:   Bad Oeynhausen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0102-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Oeynhausen in alten Ansichten Band 1'

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9. Aus der Gründerzeit der Stadt stammte das Haus Westfalen im Sültebusch, das 1848 von dem Ziegeleibesitzer Bauinspektor Rasch erbaut worden war. Während seiner Kuraufenthalte wohnte dort der spätere Generalfeldmarschall Graf Helmuth von Moltke. Am 3. Juni 1852 schrieb er an seine Frau: Ich schreibe Dir jetzt aus meiner Wohnung im 'Haus Westfalen', das beste Haus im Orte. Das Haus ging später durch mehrere Hände und kam 1925 in den Besitz der Stadt, die es zu einem Altenheim machte. Während der Evakuierung der Stadt nach 1945 wurden zunächst im oberen Flur des Altenheims die evangelischen Gottesdienste der Altstadtgemeinde abgehalten. Das Haus wurde 1978 abgebrochen.

10. Im Jahre 1849 eröffnete Friedrich Wilhelm Pauck in seinem Hause, Herforder Straße 53, das erste Lebensmittel- und Feinkostgeschäft von Bad Oeynhausen. Das Foto zeigt das schlichte Haus, wie es aussah, bevor 1895 sein Sohn Georg es erweiterte und aufstockte. In dem kleinen Hause rechts hinter dem Geschäft wurde eine Bier- und Frühstücksstube eingerichtet. Der schmale Gang, der dorthin führte, wurde früher 'Peocks Loch' genannt. An dieser Ecke pflegte der Scherenschleifer Riemer mit seinem Gefährt zu stehen. Das Lokal, das im Laufe der Zeit verschiedene Namen führte, besteht heute noch unter dem Namen 'Fontäne', Das Lebensmittelgeschäft wurde 1932 aufgegeben. Heute befindet sich dort das Sporthaus Johanning. Foto: vor 1895.

11. Als Badehaus für Solebader wurde 1858 an der Kanalstraße in der Nähe des Bahnhofs das Badehaus V gebaut. Es war ein einfacher klassizistischer Langbau. Seit 1911 wurden dort Freibäder und verbilligte Solebäder abgegeben. 1923 wurde der Badebetrieb hier eingestellt. In dem Hause wurden Wohnungen eingerichtet. Während der Besetzung der Stadt richteten die Briten 1945 in dem Gebäude eine Wäscherei ein, Im Zuge der Verbreiterung der Kanalstraße wurde das Haus 1958 von der Stadt erworben und abgebrochen. Foto: um 1910.

12. Wer heute auf dem bewachten Parkplatz an der Bahnhofstraße parkt, unter sich Beton und vor sich eine reizlose Hauswand, der ahnt nicht, was für ein hübsches Fleckchen Erde diese Betonwüste einst war. Das Foto zeigt die Gartenansicht des Hotels 'Viktoria'. Man könnte denken, es sei ein Bild von Montreux oder Cannes. Das Hotel wurde 1858 von Meyer-Mendelssohn erbaut. Die Besitzer wechselten häufig: Webbel, Schütz, Wenzel, Hüper und 1886 Heinrich Meyer, zu dessen Zeit dieses Foto entstand. 1896 kann das Haus an Oskar Fritzsche, von dessen Witwe es 1927 die 'Hohenzollernhof AG' kaufte. Das Haus dient heute teils als Wohnhaus, teils als Geschäftshaus (Kaisers Kaffeegeschäft). Der linke Flügel, inzwischen aufgestockt, ist Sitz des Kaufhauses Hagemeyer. Foto: vor 1896.

13. In der vierten Kurliste des Jahres 1865 sind als Kurgäste verzeichnet: 'Se. Königliche Hoheit, Prinz Friedrich Wilhelm von Preußen, in Begleitung von Hauptmann Freiherrn von Dobeneck nebst Sohn, Freifräulein von Dobeneck und Dienerschaft.' Der spätere Kaiser Wilhelm II. war also im Alter von sechs Jahren in Bad Oeynhausen. Zum zweiten Male weilte er 1869 hier, und zwar zusammen mit seinem Bruder Heinrich. Begleitet waren die Prinzen unter anderen von Premier-Leutnant O'Danne, dem Militärgouverneur des Prinzen Wilhelm, und Dr. Hinzpeter, seinem Zivilgouverneur. Prinz Wilhelm wohnte in dem Hause Herforder Straße 76, das dem Apotheker Schmidt gehörte, neben der BadApotheke. In dem Erdgeschoß befinden sich heute Geschäftsräume. Foto: um 1900.

14. So sah es vor fast hundert Jahren in der Hauptgeschäftsstraße von Bad Oeynhausen aus, 1871 eröffnete Heinrich Brinkmann an der Ecke Klosterstraße/Paul-Baehr-Straße (damals Friedrichstraße) sein Delikatessen- und Kolonialwarengeschäft, verbunden mit einem Weingroßhandel. Sein Schwiegersohn Hermann Priester führte das Geschäft weiter und stockte das Eckgebäude 1911 auf. In dem Hause rechts hinter dem Laden unterhielt Priester eine Fremdenpension. Das Essen für die Kurgäste wurde aus der 'Rose' geholt. Spater war hier das Lokal 'Jakobsschänke'. Dahinter schaut das Café Finselbach vor. Links, hinter dem Holzzaun, sind die Umrisse des damaligen Rinnesehen Hauses zu sehen. Aufnahme: R. Richter, Bad Oeynhausen, etwa 1880.

15. Im Jahre 1874 baute sich die 1862 gegründete Gesellschaft 'Concordia' ein eigenes Heim am Ostkorso 8. Es war eins der stattlichen Häuser, viele mit neu-klassizistischen Fassaden, welche die Straßen rund um den Kurpark schmückten. Das Haus erlebte unter verschiedenen Pächtern Blütezeiten und Rückschläge. 1911 kaufte es Hermann Geist junior und nannte es Hotel 'Vier Jahreszeiten'. 1930 erwarb die Stadt das Haus und richtete dort das Rathaus ein. An seiner Stelle wurde von 1955 bis 1957 ein neues Rathaus gebaut. Foto: etwa 1920.

16. In Meyers Konversationslexikon von 1877liest man unter dem Stichwort Bad Oeynhausen: In der Nähe findet man das Etablissement Wilhelmshöhe mit schöner Aussicht. Es handelt sich um das Haus Detmolder Straße 41 (früher Externsche Chaussee) von Joharm Rusch. Das Restaurant bestand bis 1916. Es hatte einen grotsen Garten mit schattigen Lauben, und Rusch hatte auch mehrere möblierte Zimmer zu vermieten. Das Haus wurde inzwischen umgebaut, die Bäume davor sind verschwunden, und rechts daneben befindet sich eine Tankstelle. Niemand würde heute, gemütlich auf einem Gartenstuhl sitzend, an der lebhaften Detmolder Straße, die schöne Aussicht genießen wollen. Foto: vor 1910.

17. Der Konzertpavillon, im Volksmund der 'Pilz' genannt, erbaut im Jahre 1878, stand seit 1880 auf dem damaligen Konzertplatz, nämlich etwa zwischen dem Badehaus I, das wir links im Hintergrund sehen, und dem alten Kurhaus, also etwa da, wo heute das Verwaltungsgebäude steht. Der Pavillon bot Platz für die neunzehn Mann starke Kurkapelle. Nach dem Bau des neuen Kurhauses 1906-1908 wurde der Kurpark umgestaltet, und der Musikpavillon wurde in den Park der Auguste-Viktoria-Kinderklinik versetzt. Foto: Stengel & Co, Dresden, etwa 1900.

18. Im Jahre 1880 wurde an der Straße Am Kurpark von der Herforder Straße bis zum östlichen Haupteingang zum Kurpark eine einundsiebzig Meter lange bedeckte Wandelbahn mit Verkaufshallen erbaut. Die Geldmittel zu diesem Bau stellte Kaiser Wilhelm I. zur Verfügung. Dort stellte C. Krahe Wohnungseinrichtungen aus, A. Pankow verkaufte Musik- und Spielwaren, Hackel Glas und Porzellan, Nispli-Heep Schweizer Stickereien, Rousseau Süßwaren, Ludewig Spielwaren, Funkte hatte zeitweise dort sein Herrenschneider-Atelier und Sander seinen Friseursalon. Links sehen wir das Badehaus 1. 1925/1926 wurde die heutige Wandelhalle mit der Trinkhalle als Mittelbau errichtet. Durch diesen Neubau wurde die alte Wandelbahn aus Holz überflüssig. Foto: N. Ryback, um 1900.

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