Bad Oeynhausen in alten Ansichten Band 1

Bad Oeynhausen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Gerhard Lietz
Gemeente
:   Bad Oeynhausen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0102-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Oeynhausen in alten Ansichten Band 1'

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29. Ein idyllisches Bild von der Klosterstraße um 1900. Die Häuser an der rechten Straßenseite haben alle noch schöne, mit Bäumen bestandene Vorgärten. Gaslaternen gab es schon seit 1889. Ein Planwagen mit 2 PS stellt den Straßenverkehr dar. An der linken Straßenseite erkennen wir das Leinenund Wäschegeschäft von Clara Dienemann, dahinter die 1830 in Minden gegründete Buchhandlung Ibershoff, dann das Atelier des Hoffotografen C. Colberg und an der Ecke Klosterstraße/Paul-BaehrStraße, die damals noch Friedrichstraße hieß, das Geschäft von H. Brinkmann. Gegenüber, hinter Bäumen versteckt, das Haus seines Konkurrenten H. Gerdsmeyer und davor das Textilwarengeschäft Sommerkamp. Foto: vor 1900.

30. Das größte Industriewerk von Bad Oeynhausen, die 'Eisenwerk Weserhütte A.G.', wurde 1844 gegründet. Das Werk fertigte bis zur Jahrhundertwende Ziegeleimaschinen und Müllereieinrichtungen an und ging zum Bau von Gittermasten für die Elektrizitätsversorgung über. Eimerkettenbaggerbau und die Herstellung von Universalbaggern folgten. Dieses Bild zeigt die Weserhütte um die Jahrhundertwende. Bei dem Bombenangriff am 30. März 1945 brannten das Verwaltungsgebäude und die angrenzenden Hallen nieder. Der gesamte Maschinenpark wurde schwer getroffen. Einhundertneunzig Werksangehörige wurden getötet, Heute ist die Weserhütte eine der führenden Firmen auf dem Geblete der Stetigförderung für große und größte Förderleistungen. Foto: Weeser-Krell, München, um 1900.

31. Auf der Höhe südlich von Bad Oeynhausen in der Nähe der heutigen Turmstraße wurde nach einem Vorschlag von Herrn Jank vom Katasteramt Herford um 1900 eine Gastwirtschaft mit einem Aussichtsturm errichtet. Den Bau führte die Firma H. Timmerberg aus. Die Besitzer des sehr schön gelegenen Gartenlokals mit einer herrlichen Aussicht wechselten häufig. Unter anderen waren es Florenz Heidemann, Fritz Wiemer und Ph. Thiele. Damals fuhr ein Gespann um neun Uhr vormittags und um drei, vier und halb acht nachmittags vom Nordbahnhof zu dem Restaurant. 1954 wurden der Turm und das Lokal auf Beschluß des Kreistages abgebrochen. Das Gelände wurde für Industriezwecke freigegeben. Foto: um 1910.

32. An keinem Ort der Welt, heißt es in einer Schrift des Badearztes Dr. Aly vom Jahre 1906, ist der Rollstuhl ein derartig vielbenutzter Gegenstand wie in unserem Bade ... Schon in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts schlossen sich die Rollstuhlfahrer zu einer 'Rollstuhl-Batterie' zusammen. Heute hat sich ein Freundeskreis für Rollstuhlfahrer zusammengefunden, der für die Gehbehinderten schon viele Erleichterungen erreicht hat. Wir sehen auf dem Bilde einen Rollstuhl der 'Ersten Oeynhausener Krankenfahrzeugfabrik Hermann W. Voltmann' etwa aus dem Jahre 1900. Die Rollstuhlschieber in ihrer uniformähnlichen Dienstkleidung sind heute verschwunden. Die Rollstühle werden großenteils elektrisch bettieben. Foto: um 1900.

33. Im Jahre 1848 kaufte der Müllermeister Dietrich Hahne, der Vorfahr desjetzigen Besitzers, die alte Wassermühle, die Klippmühle, am Zusammenfluss des Osterbaches und des Mittelbaches. Dieses idyllische Foto ist um die Jahrhundertwende entstanden. Ganz links fließt, etwas spärlich, der Osterbach. Der linke Teil des langen Gebäudes ist die Sägemühle, daneben steht rechts das Wohnhaus, der Spitzgiebel dahinter gehört zur Mahlmühle. Die Mühlen wurden damals schon hauptsächlich durch eine Dampfmaschine betrieben, deren hoher Schornstein über das Dach ragt, denn die Wasserkraft reichte nicht mehr aus. Heute arbeitet die Mühle mit elektrischem Strom. Sie stellt, mit einer Belegschaft von hundert Mann, Roggen- und Weizenmehl, Haferfloeken und Spezialflocken her. Foto: Mühlenwerke C. Hahne.

34. Der Bliek in die Klosterstraße vom Bahnhof her zeigt noch die reichen Schmuckfassaden der Häuser, die später einem veränderten Zeitgeschmack großenteils zum Opfer fielen: Das Geschäftshaus Rüdenberg an der linken Ecke - heute Eisenreich - dahinter das Hotel 'Victoria' (Besitzer askar Fritzsche). Langst verschwunden ist die Blumenhalle von Heinrich Schneider auf dem Bahnhofsvorplatz. Das Hotel 'Kronprinz' war das ehemalige Wohnhaus von Dr. Klostermeyer, nach dem die Klosterstraße ihren Namen führt. 1904 kaufte der Hotelier Louis Meyer das Hotel von Ulrich Haffner und errichtete dort bis zum Jahre 1906 den Eingang und die repräsentative Empfangshalle des 'Hohenzollernhofs'. Foto: Reinicke & Rubin, Magdeburg, vor 1904.

35. Das Haus Nolting, Elisabethstraße 9, stand da, wo heute die Christuskirche steht. Der Standort des Fotografen ist etwa die Mitte des Augustaplatzes. Von links vor dem Gebäude entlang nach rechts verläuft die Elisabethstraße, die 1905 noch nicht ausgebaut war. Das Haus, später Haus 'Rote Erde' genannt, verfügte, wie einer Anzeige aus dem Jahre 1911 zu entnehmen ist, über 'einfache und elegant ausgestattete Zimmer' und hatte einen schönen großen Garten. Es gehörte dem Gastwirt Friedrich Nolting, der in Berlin die Gastronomie der Kroll-Oper betrieben haben soll. 1933 verkauften seine Erben es an den Landwirt Wilhelm Werkmeister aus Wulferdingsen. 1938 kaufte es die Evangelisch Freikirchliche Gemeinde und errichtete dort ihr Gotteshaus.

36. Wo seit 1908 das neue Kurhaus steht, lag vorher der sogenannte Goldfischteich mit einem Inselehen. An dem Südufer des Weihers stand die Freytag-Halle, welche die Familie des Oberbergrats Freytag zu dessen Gedächtnis hatte errichten lassen. Von diesem Standpunkt schauen wir über den Goldfischteich nach Norden. Der große Schornstein gehört zu dem Kesselhaus in der Nähe des alten Badehauses Il, von dem man ein paar Spitzen als schwache Schatten im Hintergrund erraten kann. Eine Anlage rechts von dem Teich wurde etwas großtönend Nizza-Platz genannt. Davon sind noch ein paar Tannen übrig geblieben. Die Freytag-Halle ist nach dem Kurhausbau ein Stück nach Osten versetzt worden. Foto: Reinicke & Rubin, Magdeburg, vor 1906.

37. Eine Posthalterei bestand in Neusalzwerk, aus dem sich später Bad Oeynhausen entwickelte, seit 1768. Seit 1886 befand sich das Postamt in dem Gebäude Herforder Straße 49 (später in dem Komplex des Kaufhauses Hitzemann verschwunden), das die Stadt der Postbehörde für jährlich viertausend Mark vermietete. Am 29. September 1906 zog das Postamt in ein eigenes Gebäude an der Charlottenstraße, heute Dr.-Neuhäußer-Straße 4, das uns dieses Foto zeigt. Während der Besatzungszeit ließ sich hier ein Signal Regiment (Nachrichten- und Fernmelderegiment) der Briten nieder. Das Postgebäude wurde von 1954 bis 1959 völlig umgebaut. Foto: etwa 1910.

38. Der Kurpark ist im Laufe seiner Geschichte sehr oft umgestaltet worden. Viele Gebäude wurden abgebrochen, andere wurden erbaut, und die Schwerpunkte des Kurbetriebes und damit auch die Führung der Wege und Alleen änderten sich oft. Auf diesem Foto liegt die kleine Trinkhalle, die heute abseits der Platanenallee vor sich hinträumt, an der damaligen Hauptallee, und zwar am Anfang der Wandelbahn, die sich an der Straße Am Kurpark von der Herforder Straße bis zum Haupteingang gegenüber dem Kurhotel Marx hinzog. In der Trinkhalle wurden Mineralbrunnen 'aller bekalmten Quellen des In- und Auslandes' ausgeschenkt, Foto: G. Ibershoff, Bad Oeynhausen, 1907.

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