Bad Schmiedeberg in alten Ansichten

Bad Schmiedeberg in alten Ansichten

Auteur
:   Ing. Felix Saul
Gemeente
:   Bad Schmiedeberg
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5452-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Schmiedeberg in alten Ansichten'

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29. Wilhelmstraße, heute Wittenberger Straße: ein Bliek nach Norden mit dem Au-Tor. Aue-Tor ist die ursprüngliche und richtige Bezeichnung des Stadttores, das Tor zu Elbaue als Gegenstück des Tores zur Heide (Abriß 1848, Standort heutige Leipziger Straße Ecke Neustraße). Im Vordergrund ist noch ein Sandsteintrog zu erkennen. In diese Tröge lief ständig das Röhrwasser, das von den umliegenden natürlichen Quellen in durchbohrten Baumstämmen in die Stadt geleitet wurde. Diese Röhrfahrten waren noch bis 1910 in Betrieb. Überschüssiges Wasser wurde über einen Gully in den Stadtgraben abgeleitet. Als 1908 mit dem Bau der Wasserversorgung über den Wasserturm begonnen wurde, nutzte man die Sandsteintröge nun zur Bepflanzung.

Elad Sdtmiedeberq, frou. Sad1sen

r.rlle on der Wllhelm·StroDe mit Iue-Tor

BAD SCHMIEDEBERG (Bezirk Halle) Am Au-Tor

30. Die Nordseite des Au-Tores zeigt eine Fachwerkfassade. Links steht noch das Geschäft von Hänisch, die 'Radio Quelle'. Es war das erste Fachgeschäft für Radioapparate und die ersten Fernsehgeräte (Radios bei denen man sehen konnte, wer gerade spricht oder musiziert). Dieses Haus wurde aus Gründen der Baufälligkeit abgerissen.

31. Au-Tor (Südseite). Das Au-Tor, früher auch als Wittenberger Tor bezeichnet, wurde 1490 erbaut. Hier ist über dem linken Fußwegdurchgang noch eine Art Zinnenmauer erkennbar. Den heutigen tunnelartigen Durchgang auf der Ostseite schuf man erst Anfang der zwanziger Jahre. Bis dahin mußten die Fußgänger das Tor passieren. Die Zunahme des Automobilverkehrs machte das zunehmend gefährlich. Im Giebeldreieck über der Uhr befindet sich die Kugel der Monduhr. Sie wird 1735 erstmals erwähnt und funktioniert heute noch und geht somit 'genau nach dem Mond'.

Bad Schmiedeberç, Bu. }{all# Autor

Bad Schmiedeberg (Bez. Hallj) ~ St:>dtklrthe.

32. Die Stadtkirche Bad Schmiedeberg, erbaut 1453/54 (nach dem Schlußstein über dem Eingangsportal). Nach der Zerstörung der ersten romanischen Wehrkirche durch die Hussiten 1429 wurde unter Verwendung von Fundamentund Mauerresten eine spätgotische Hallenkirche errichtet. Vier Türme zierten einst den gewaltigen Bau, der zu katholischer Zeit Sitz eines Erzpriesters war. Der große Westturm mit 60 m Höhe ist erhalten. Die drei Dachreitertürme auf dem Mittel- sowie dem nördlichen und südlichen Seitenschiff wurden nach der Zerstörung 1637 nicht wiederaufgebaut. 1528 predigte Martin Luther während seiner Kirchenund Schulvisitation in der Kirche.

BAD SCHMIEDEBERG

33. Das gegenüber der Straße etwas erhöht liegende Kirchengelände war umgeben von einem schmiedeeisernen Zaun, von dem heute nur noch die Säulen stehen. Selbst der Kirchplatz hatte ein Eingangstor aus Schmiedeeisen. Das Denkmal auf dem Kirchplatz erinnert an die Zeit, als Schmiedeberg eine Garnison hatte. Im Hintergrund ist das Pfarrhaus Kirchstraße 5 teilweise zu sehen. An der linken Giebelwand befindet sich der große Schornstein der Dampfheizungsanlage für die Kirche, die 1904 eingebaut wurde.

34. Die Innenansicht unserer Stadtkirche hat sich in den letzten Jahrzehnten in der Ausstattung nicht wesentlich verändert. Die Kronleuchter sind nicht mehr vorhanden. Das Epitaph des früheren Oberpfarrers Ziegra, hier noch an der linken Altarseite, wurde an die südliche Innenwand des Altarraums versetzt. Altar, Taufstein, Kanzel, Gestühl sowie die Ausmalung zwischen den Säulen und die Flachdecke sind unverändert. Das einst gotische Kreuzgewölbe, getragen von den elf mächtigen Säulen stürzte nach dem Brand im Dreißigjährigen Krieg 1637 ein. Beim Wiederaufbau wurden Flachdecken eingezogen. Diese wurden geputzt und teilweise ausgemalt.

35. Am 17. Februar 1904, 19.00 Uhr, bricht in der Türmerwohnung oberhalb des Rundganges ein Brand aus. Durch einen starken Südwestwind wurde das Feuer angefacht. Außer der Städtischen Freiwilligen Feuerwehr kamen fünfzehn Wehren aus der Umgebung zu Hilfe. Doch erst der Hilferuf des damaligen Bürgermeisters Loechel an die Großstädte Leipzig und Halle um Entsendung einer Dampfspritze, die um Mitternacht aus Halle eintraf, brachte den gewünschten Erfolg. Jetzt, so sagen es alte Aufzeichnungen, konnten gewaltige Wassermengen in den Turm geworfen werden' .

Bad Scbmiedeberç. Tnrmbrand am 1 T, Febrnar 1904.

lJad Schmiedeberg

Stadtkirche nach dem Brand am 17. 2. 04

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Phot, F. HofImann

36. Die ausgebrannte Turmhaube der Stadtkirche nach der Brandnacht. Oberhalb des Rundganges stehen nur noch die Außenmauern. Turmhaube und Ampel sind völlig verbrannt. Im Inneren des Turmes wurden beim Absturz aller Glocken die Zwischendecken zerschlagen. Das Kircheninnere wurde weitestgehend verschont. Das bewegliche Inventar wurde in Sicherheit gebracht. Auf diesem Bild ist zu erkennen, daß die Feuerwehr über eine Leiter, rechts vom südlichen Seitenschiff, in den Dachboden eingestiegen war, um in unmittelbarer Turmnähe über weitere kleine Dachöffnungen das Feuer im Turm zu bekämpfen. Durch städtische Handwerker und in gemeinsamer Verantwortung von Kirche und Stadtverwaltung wurde der Turm wieder aufgebaut.

37. Bliek aus einem Fenster des Hotels 'Zur goldenen Sonne' in die Wittenberger Straße, damals die Wilhelmstraße, im Jahre 1906. Im Vordergrund ein Röhrtrog aus Sandstein. Die Wasserversorgung der Stadt erfolgte bis zum Jahre 1908 über sogenannte Röhrfahrten. Rechts das Hotel 'Zum Kronprinzen', in den dreißiger Jahren das 'erste Haus am Platze'. (Abzweige der Röhrfahrten leisteten sich damals die Hotels und reichen Geschäftsleute. Das Volk holte das Wasser am Röhrtrog. )

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'Wittenbergerstr.

R. Schenk. Leipzig-R

38. Wittenberger Straße. Ein Bliek von der Ecke Neumarktstraße nach Norden. Vorn rechts das Geschäft von Theodor Schulz. Zuletzt war es weitaus bekannter als Tabak- und Getränkeladen von Grete Thomas.

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