Bad Segeberg in alten Ansichten

Bad Segeberg in alten Ansichten

Auteur
:   Walter Kasch
Gemeente
:   Bad Segeberg
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3378-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Segeberg in alten Ansichten'

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19. Absolventen des Jahres 1920 feiern hier wohl den glücklichen Abschluß ihrer Ausbildung. Die jungen Herren auf dem Bierfaß und am rechten Bildrand unterstreichen mit großen altväterlichen Pfeifen ihre Würde; doch so recht scheinen sie sich der neuen Freiheit noch nicht zu erfreuen. Nach studentisoher Art waren die Seminaristen in einer Vereinigung zusammengeschlossen, der 'Holsatia'. Ihrer Vereinigung und der Stätte ihrer Ausbildung haben viele zeitlebens die Treue gehalten. Die letzten von ihnen treffen sich noch alljährlich in Bad Segeberg.

20. Im Jahre 1915 wurde der Mitte1trakt des Seminars durch Feuer zerstört. Bei dem 1918 fertiggestellten Ersatzbau erhielt das Gebäude seine heutige Gestalt. 1922 wurde parallel zum Seminarbetrieb mit dem Aufbau einer höheren Schule begonnen, die nach dem Vorkämpfer für den Anschluß Schleswig-Holsteins an das Deutsche Reich, Friedrich Christoph Dahlmann, benannt ist. Im Vordergrund steht noch das Denkmal Kaiser Wilhelm I. Es hatte ein im wörtlichen Sinne bewegtes Schicksal. Der allein noch übrig gebliebene Findling steht mit einer wenig gelungenen Ersatzplakette an der GroßeSeestraße bei den Stadtwerken.

21. Eine nach Kopenhagen verheiratete Tochter des Segeberger Stadtrats Lange stiftete den Brunnen. Die unbekleidete Figur erregte manchen Anstoß. Nicht nur Schüler der Dahlmannschule machten sich ein Vergnügen daraus, sie zu drapieren. Leider wurde die Figur zu Anfang des Zweiten Weltkrisges eingeschmolzen. Am rechten Bildrand steht das alte Zentralhotel; in dem größeren Gebäude dahinter befand sich der Betrieb Opel-Jansen, Am linken Bildrand steht die alte Seminarübungsschule; sie mußte dem jüngsten Erweiterungsbau der Dahlmannschule weichen.

Kurhaus

22. Heinrich Wickel, ein gebürtiger Segeberger, der im Ausland zu Wohlstand gelangt war, nutzte die Chancen aus der am Kalkberg gefundenen Sole. 1884/1885 erbaute er am Hochufer des Großen Segeberger Sees ein Kurhaus mit Badeanlagen. Die Sole wurde durch eine eigens zu diesem Zweck verlegte Leitung vom Kalkberg nach dem Kurhaus befördert. Neben den Solebädern wurden Moorbäder und andere medizinische Bäder verabreicht. Auch ein Mineralwasser wurde aus der Sole hergestellt und unter dem Namen 'Aquasan' vertrieben. Wickel selbst hatte an seiner Gründung nicht viel Freude; er zog sich nach wenigen Jahren zurück. Sein Denkmal steht im Kurpark.

23. Das Kurhaus war Jahrzehnte hindurch einer der Hauptanziehungspunkte der Stadt. Wir sehen im Bild die nachträglich zum See hin angebaute Veranda. Die Heilwirkung der Bäder, insbesondere der Sole, wurde gerühmt. Doch in geschäftlicher Hinsicht war das Unternehmen wenig erfolgreich, Nach der Inflation 1923 wurde noch einmal in größerem Umfang investiert, das Gästehaus auf drei Vollgeschosse erweitert. Aber die Investitionen rentierten sich nicht. Den Schritt zum Sozialbad mochte man nicht vollziehen. In der 1929 einsetzenden Wirtschaftskrise brach das als Aktiengesellschaft geführte Unternehmen zusammen. Nur der Übergang auf die Stadt ermöglichte die Fortsetzung des Betriebs.

24. Der Zugang zum Badehaus lag zur Kurhausstraße hin. Auf das davor angelegte Rondell mündete die noch vorhandene Lindenallee. Der ursprünglich etwa fünf Hektare umfassende Kurpark erstreckte sich bis an die Bismarckallee. In den besseren Zeiten des Bades war er sorgfältig gepflegt und auch für die Segeberger nur mit Kurkarte zugänglich. Im Zweiten Weltkrieg war der Komplex für die Kriegsmarine beschlagnahmt, danach mit zwangsrekrutierten ausländischen Arbeitern belegt und weitgehend ruiniert. 1968 wurden alle Gebäude abgebrochen.

25. An der Promenade unterhalb des Kurhauses befand sich die von der Solbad Gesellschaft betriebene Bootsvermietung. Neben Bootfahrten und Tennis im Kurpark konnten die Kurgäste auch dem Angelsport auf dem See nachgehen. Selbst ein Dampfboot ließ Heinrich Wickel zur Steigerung der Attraktivität seines Hauses eine zeitlang den See befahren. Das private Wohnhaus an der Promenade wurde in den zwanziger Jahren abgebrochen. 1966 wurden der See und dessen Umgebung bis zum Scheitel der ihn einrahmenden Höhenzüge unter Landschaftsschutz gestellt und damit gegen künftige Bebauung weitgehend abgesichert.

26. Das Krankenhaus ist eines der zahlreichen Beispiele für bürgerschaftliehe Initiativen in der Vergangenheit. Am 21. September 1861 gründeten einundzwanzig Bürger der Stadt einen Krankenhausverein. Vierzehn Jahre vergingen unter manchen Bemühungen bis zur Eröffnung des Hauses auf dem Gelände, das heute das Kreiskrankenhaus einnimmt. Ganz bemerkenswert bleibt dann das Ausmaß der bürgerschaftlichen Mitwirkung beim Betrieb des Hauses über Jahrzehnte. Die Mitglieder des Direktoriums, die die volle Verantwortung trugen, waren durch das Statut zu ehrenamtlicher Tätigkeit verpflichtet. Die Inflation überforderte die Möglichkeiten des Vereins und führte 1923 zum Übergang des Krankenhauses auf den Kreis.

27. Das Haus Bismarckallee 21 ist in doppelter Hinsicht ein Beispiel für private Initiativen; die Eigentumsverhältnisse sind ein Spiegel unserer wirren Zeitläufte. Die Straße hat der Segeberger Kaufmann Wilhelm Wittmack noch auf dem Gebiet der Gemeinde Klein Niendorf für eigene Rechnung gebaut. In dem Hause unterhielt der Israelitische Humanitäre Frauenverein zu Hamburg, der das Grundstück 1911 erwarb, ein Erholungsheim. 1938 ging das Grundstück auf den Kreis Segeberg über, 1951 auf die Jewish Trust Corporation for Germany in London, 1952 auf das Deutsche Rote Kreuz, das dort ein Altersheim einrichtete. Seit 1976 ist das Haus Privatbesitz.

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28. Wiekels Hotel war viele Jahrzehnte hindurch das führende Haus der Stadt. Auch die wichtigen Veranstaltungen der Region wurden dort abgehalten. So beschlossen hier am 8. Januar 1864, als sich der Konflikt zwischen Preußen/Österreich und Dänemark über Schleswig-Holstein zuspitzte, die Bauernvögte und Amtseingesessenen der Ämter Segeberg und Traventhai die Entsendung einer Delegation an den Herzog von Augustenburg, den sie als künftigen Landesherrn begehrten, Das Haus hob sich schon durch seine Bauweise im klassizistischen Stil heraus. Am 18. September 1899 brannte es vollständig nieder.

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