Bad Segeberg in alten Ansichten

Bad Segeberg in alten Ansichten

Auteur
:   Walter Kasch
Gemeente
:   Bad Segeberg
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3378-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Segeberg in alten Ansichten'

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Gruß aus Fahrenkrug i. H .

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49. Von dem Segeberger Bahnhof kennen wir keine vergleichbare Aufnahme zu der von Fahrenkrug. Deshalb mag das Bild von dem Bahnhof der kleinen Nachbargemeinde eine Vorstellung von der Bedeutung des Eisenbahnverkehrs in der Zeit vermitteln, als der Kraftwagen noch in den Kinderschuhen steckte. Heute scheuen wir uns fast niederzuschreiben, daß 1902 in unserem Bereich ernsthaft eine Petition gegen 'den Unfug des Automobilfahrens' erwogen wurde.

50. Bad Segeberg liegt in der Mitte des Großstadtdreiecks Hamburg-Lübeck-Kiel. So kann es nicht verwundern, daß drei von der Stadtmitte ausgehende Hauptstraßen ebenso wie drei Hotels am Beginn dieser Straßenzüge nach den drei Metropolen Holsteins benannt wurden. Das Hotel 'Stadt Kiel' - die Kurhausstraße hieß früher Kieler Straße - wurde in den sechziger Jahren abgebrochen, weil es einem Neubau der Volksbank Platz machen soll. Auf der dem Betrachter zugewandten Seite des Zwerchgiebels erinnert die Inschrift RADFAHRER HALT! an die Zeit, in der das Fahrrad das bevorzugte Beförderungsmittel für Uberlandausflüge war.

51. Malerisch ragt auf dem Foto noch das 1978 abgebrochene Haus mit dem Walmdach in die Kurhausstraße hinein. Bis hierher reichte nach dem Schumacher'schen Plan von 1825 die alte Bebauung. Die im 19. Jahrhundert stadtauswärts errichteten Häuser wurden deutlich zurückgesetzt, so daß ein großzügig bemessener Straßenraum entstand, der im Schmucke der großen Linden alle Besucher entzückte. Über das Pflaster der Fahrbahn schreibt allerdings Elsner in seinen Erinnerungen, es sei für Kraftfahrzeuge kaum noch passierbar gewesen. Dem wurde 1926 durch eine Neupflasterung abgeholfen, die fünfzig Jahre vorhielt.

52. Die Kieler Straße - jetzt Kurhausstraße - war von alters her der Zugang aus den Richtungen Kiel, Bornhöved, Plön und Eutin. Sie bildete das Rückgrat für die Ausdehnung der Stadt nach Norden, deren größte Intensität etwa in den Jahren von 1900 bis 1930 liegt. Hier entstanden dank privatem Unternhemungsgeist 1906 die Lindenstraße und in rascher Folge die anderen nach beiden Seiten abzweigenden Straßen bis zum Jürgensweg und der Marienstraße mit Ausnahme der Krankenhausstraße und der Dorfstraße, die älter sind. Ein Schönheitsfehler dieser Entwicklung war das Fehlen einer übergeordneten Planung.

53. Im Jahre 1804 errichtete der Gieschenhagener Lohgerbermeister Matthias Rickert an der Kieler Straße, unmittelbar an der Grenze zur Nachbargemeinde Klein Niendorf, eine Lohmühle und ein Wohnhaus. Er mußte sich längere Zeit auf die Herstellung von Lohe, einern Gerbstoff aus Eichenrinde, beschränken. Das scheint keine ausreichende Existenzgrundlage gewesen zu sein; denn 1820 mußte er Konkurs anmelden. Die Konzession des Müllers umfaßte wie üblich auch die Erlaubnis zum Betrieb einer Gastwirtschaft. 1908 wurde das Wohnhaus mit der Gastwirtschaft abgebrochen und an seiner SteHe das Hotel 'Zur Lohmühle' errichtet.

54. Die Aufnahme der an einem Sommertag des Jahres 1900 vor dem Schützenhof in Klein Niendorf versammelten kleinen Gesellschaft strahlt wohltuende Gelassenheit aus. Im Kreise seiner Gäste präsentiert sich der Wirt Johs, Dill (dritter von links) dem Fotografen. Schon seine Vorfahren haben den Schützenhof bewirtschaftet. Einer von ihnen war, noch zur dänischen Zeit, Bauernvogt. Aus Segeberg sind der Architekt Teegen (fünfter von links), den wir als Erbauer des Kreishauses von 1890 kennen, und der Schlachter August Harder herausgekommen, der offenbar Ware abliefert.

55. Auf dem Glindenberg, an der Stelle, wo sich jetzt der Wendeplatz des Brahmsweges befindet, stand seit der Jahrhundertwende der Wasserturm der Gemeinde Klein Niendorf. Das Wasser wurde durch Windkraft in den Behälter gefördert und von dort in das Ortsnetz geleitet. Infolgedessen waren schon damals Häuser in dem weniger als dreihundert Einwohner zählenden Ort nicht nur mit Wasserleitungen in Wohnungen und Ställen sondern auch mit WC ausgestattet. Anfang des Zweiten Weltkrieges mußte der Wasserturm abgebrochen werden, damit er nicht feindlichen Flugzeugen als Orientierungshilfe dienen konnte.

an das Kindervogelschiessen, Segeberg.

56. Wir wissen nicht, wann das Fest des Kindervogelschießens in Bad Segeberg zum ersten Mal begangen wurde. Seit dem Jahre 1846 kennt man Namen der Könige. Doch erst seit der Gründung des Kindervogelschießenvereins vor genau einhundert Jahren sind Einzelheiten über den Ablauf dieses Festes bekannt, das einst als das bedeutendste im Jahreslauf der Stadt galt. Führende Bürger, unter ihnen David Kropff, nach dem der Weg zu halber Höhe des Kalkberges heißt, haben den Verein gegründet. Mit viel Liebe und Sorgfalt wird seitdem durch seine Mitglieder das Fest der Kinder unter großem Aufwand an Zeit und beträchtlichen materiellen Opfern vorbereitet und betreut.

57. Die beiden Bilder von Vogelschießen aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg geben eine gute Vorstellung von dem Ablauf des Festes und von der Mühe, die auf die Vorbereitungen verwandt wurde. Ein starker patriotischer Einschlag ist unübersehbar. Auf dem linken Bild spricht dafür neben den Marineuniformen die alte Reichskriegsflagge am Heck des Schiffes, auf dem rechten die den Vorbildern bis ins Detail nachgeahmten Uniformen der kleinen Soldaten. Auf beiden Bildern wird das Bemühen deutlich, das Fest für die Kinder aller Altersstufen anziehend zu gestalten.

Soolbad Segeberg

Klrchsteasse, Hamburgerstrasse

58. Wir blieken aus der Hamburger Straße in die Kirchstraße. Das Haus mit dem auffälligen spitzen Giebel am rechten Bildrand mußte der 1963 wiederum abgebrochenen Meierei Platz machen. Daneben steht das bis heute fast unveränderte Haus Hamburger Straße 12. Bis 1957 diente das dem Land gehörende Haus als Finanzamt. Davor und danach residierten dort Generationen von Rechtsanwälten. Die beschnittenen Linden im Mittelfeld standen vor dem Hotel 'Zur Börse'. 1913 wurde es für den außergewöhnlich gelungenen Neubau der Volksbank abgebrochen.

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