Bad Segeberg in alten Ansichten

Bad Segeberg in alten Ansichten

Auteur
:   Walter Kasch
Gemeente
:   Bad Segeberg
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3378-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Segeberg in alten Ansichten'

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69. Die beiden Häuser lagen an dem bei der Gastwirtschaft Stawedder von der Hamburger Straße abzweigenden Feldweg, der schon früh etwas zu anspruchsvoll Ziegelstraße genannt wurde. Das Haus am linken Bildrand wurde 1954 beim Ausbau der Ziegelstraße abgebrochen, das zur früheren Gärtnerei Bernstein gehörende Wohnhaus rechts um 1970, als das Gärtnereigrundstück in dem Komplex Möbel Kraft aufging. In Höhe der Gärtnerei zweigte früher nach Westen die Zufahrt zur Ziegelei ab, auf die der Name der Straße zurückgeht. Nach Osten erstreckte sich eine sumpfige Niederung, der Moorteich, die jetzt von dem Gymnasium eingenommen wird.

WusermOhle

Sootbad Segeberg

70. Die Mönchsmühle lag an dem Straßenstummel oberhalb der Isenbergbrücke, dem Überrest der Mühlenstraße. Sie gehörte ursprünglich dem Segeberger Kloster und dürfte mit diesem um die Mitte des 12. Jahrhunderts entstanden sein. Nach der Auflösung des Klosters ging sie um 1560 in das Eigentum Heinrich Rantzaus über, in dessen Familie sie über dreihundert Jahre blieb. Neben der Marienkirche war die Mönchsmühle die einzige Einrichtung aus den Anfängen der Stadt, die bis in unser Jahrhundert überdauerte. Nachdem der Mühlenbetrieb schon seit längerem stillgelegt war, wurden die Gebäude 1961 im Zusammenhang mit dem Ausbau der Bundesstraße 206 abgebrochen.

71. Der Platz für die Mönchsmühle war günstig gewählt. Der wasserreiche Fluß weist oberhalb der Mühle eine flache Niederung und eine Gefällstrecke auf, so daß ein Mühlteich mit einer Stauhöhe von etwa eineinhalb Meter angelegt werden konnte. Damit war ein großer Wasservarrat für den kontinuierlichen Betrieb der Mühle gesichert. Von Wassermangel bei der Mühle ist nur in dem sehr trockenen Sommer 1818 berichtet. Aus dem Bild ist nicht zu erkennen, wie die Wasserkraft in den beiden Durchlässen für den Mühlgraben genutzt wurde.

72. Der Damm, durch den die Trave für die Mönchsmühle aufgestaut wurde, nahm auch die Straßen nach Itzehoe und Neumünster, bis 1845 ebenso die Straße nach Hamburg, auf. Die schöne mit dem Monogramm Christian VIII. und der Jahreszah11845 versehene Brücke aus Granitquadern wurde bei der Traveregulierung um 1930 abgebrochen. Die Segeberger waren bis zur Aufhebung des Mühlenzwangs 1854 Zwangsgäste zur Mönchsmühle, das heißt die Landwirte mußten ihr Getreide dort mahlen lassen, die Nichtlandwirte ihren Mehleinkauf dort tätigen. Als Hausbesitzer mußten sie darüber hinaus 'dem jedesmaligen Müller' noch nach dem Localstatut von 1857 'Handdienste beim Eisgang' leisten.

73. Der Landmann Johannes Kühne (1836-1897) war im letzten Drittel des vergangen en Jahrhunderts eine der herausragenden Persönlichkeiten der Stadt. Ihm gehörte das Grundstück Kurhausstraße 32 mit den angrenzenden Ländereien bis zur Ziegelstraße und Lindenstraße. Als Schöpfer des Ihlwaldes hat er sich bleibende Verdienste erworben. In der Stadt bekleidete Kühne manche Ehrenämter, so als Stadtrat und Stadtverordnetenvorsteher. Auch dem Kreistag und dem Provinziallandtag gehörte er an. Hervorzuheben ist noch seine Tätigkeit für das Vereinskrankenhaus, dessen Geschäfte er viele Jahre hindurch ehrenamtlich führte. An ihn erinnern ein Gedenkstein im Ihlwald und der Kühneweg.

74. Um 1860 wurde ein Müller Lorenzen Pächter der Mönchsmühle. Er dürfte seinem Vorpächter die benachbarte Windkoppel abgekauft haben, die dieser schon für den Bau einer Windmühle erworben hatte. Nach Aufhebung des Mühlenzwanges 1854 hatte Lorenzen freie Hand für den Bau einer Dampfmühle und wurde damit unabhängig von Wind und Wasser. Die Mühle rechts beherbergt jetzt das Kreisjugendheim. Ihre fünf Flügel waren eine Besonderheit. Nach der zweiten Mühle, dem ansehnlichen Wohnhaus und den Grünanlagen zu urteilen, muß der Müller ein wohlhabender Mann gewesen sein. An der Stelle des Wohnhauses steht jetzt das Haus An der Trave 2.

75. Der 1867 nach den Prinzipien von Schulze-Delitzsch gegründete Vorschuß-Verein zu Segeberg hatte als mittelständische Selbsthilfeeinrichtung eine glückliche Entwicklung genommen. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg wurde der Bau eines eigenen Geschäftshauses beschlossen. Auf Vorschlag des Aufsichtsrats unter Vorsitz des Verlegers Stadtrat Christian Wulff wurde das Grundstück Kieler Straße 1, Hotel 'Zur Börse', aus der Zwangsverwaltung gekauft, das Haus abgebrochen und ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Am 1. Juli 1914 wurde der Grundstein gelegt. Der Neubau gelang so gut, daß er Aufnahme in die offizielle Kunsttopographie von Schleswig-Holstein fand.

76. Der 1867 eingerichtete preußische Kreis Segeberg ging im wesentlichen aus den ehemaligen Ämtern Segeberg und Traventhal hervor. Der Umfang der Kreisverwaltung blieb zunächst recht bescheiden. Doch die technische, wirtschaftliche und gesellsohaftliche Entwicklung, in letzterer Hinsicht sei nur der Beginn der Sozialversicherung in den achtziger Jahren erwähnt, führte unvermeidlich zu einer Ausdehnung der Verwaltung. Das Amtshaus Hamburger Straße 25 wurde zu eng. Ihm gegenüber entstand 1889/1890 nach dem Entwurf des Segeberger Architekten Teegen ein neues Kreishaus. Vor dem Hause sind im Bilde festgehalten Landrat von Willernoes-Suhm , Kreisausschuß und Mitarbeiter der Verwaltung.

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