Bad Sooden-Allendorf in alten Ansichten Band 1

Bad Sooden-Allendorf in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Manfred Lückert
Gemeente
:   Bad Sooden-Allendorf
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1516-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Bad Sooden-Allendorf in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

19. Der Allendorfer Marktplatz hat ein winterliches Kleid übergezogen. Unsere Kinder werden beim Anblick dieser Aufnahme im Stillen jene damaligen Schlittenfahrer beneiden. Auf den Straßen und Platzen sich ungehindert mit dem Schlitten austoben zu können? Gerodelt wurde früher den Grofsen Hain hinunter, im Kleinen Hain, unter dem Schorenberg und bei der Weißen Mühle. So hangten die Allendorfer Jungen mehrere Schlitten hintereinander, der Schlußmann bekam zum Lenken eine lange Bohnenstange in die Hand und ab ging es vom Klausberg bergab, am Zimmersbrunnen vorbei, den Hungraben hinunter über die zugefrorene Werra bis an den Alleerasen. Aufnahme: Um 1910.

20. Vom Allendorfer Marktplatz blieken wir hinüber zur Kirchstraße mit den Geschaften Pontow (ab 1919 Frühauf), Alfred Kreger, der Fabrik Bodenheim und dem Eckhaus Tannen-Wille, Bodenheim, gegründet 1853, stellte als erste Fabrik Deutschlands Tüten auf maschinelle Art her. Kein Auto versperrt die Sicht auf den gepflasterten Platz mit dem Brunnen und der auf einem Sockel stehenden Laterne. Noch im vorigen Jahrhundert wurden hier an vier verschiedenen Tagen Wochen- und Viehmärkte abgehalten. Das Wasser des Marktbrunnens, hier noch mit nur vier Ausflüssen, kommt aus dem Asbacher Tale und wird durch die spätestens 1582 gebaute Leitung herangeführt. Aufnahme: Fischer's Kunstanstalt, urn 1913.

21. Ein Teil des Allendorfer Marktplatzes mit dem Ringau. In früheren Jahrhunderten hatten hier an Markttagen die Fleischer ihre Stände. Rechts ein Teil des späteren Elektrohauses Schmidt, im Ringau selbst sind noch die alten Gebäude und Scheunen zu erkennen. Sie sind heute teils abgerissen, teils auch als Wohnungen ausgebaut. Etwa in Höhe der Kinder, noch mehr zum Hause Tannen-Wille zu, stand bis 1899 einer der fünfzehn Brunnen Allendorfs, auch 'Zaitenstöcke' genannt. Bei diesem war das steinerne Becken quer vor den Stock gesetzt. Aufnahme: Tannen-Wille, 1904.

- '.

'.

22. Ein Ausschnitt der Kirchstraße, welche schon immer die meisten Kaufleute und Geschäfte barg, zeigt hier von links die Bäckerei Sperber (heute Gries) und das Uhrengeschäft Lucan (heute Landau). Während sich der Verkauf noch sehr oft in Fluren oder kleinen Stuben abspielte, waren zu Beginn dieses Jahrhunderts die meist kleinen Fenster oder herunterklappbaren Auslagen großen Schaufensterscheiben gewichen. Etwa ab 1875 werben vor allem die Allendorfer Textilgeschäfte regelmäßig im 'Werra·Bote'. Einige uralte Läden wie Goetze, Knauff und Bachmann mußten in den letzten Jahren wegen der allgemeinen Entwicklung für immer schließen, Aufnahme: Lucan, 1908.

23. Der Franzrasen während des Hochwassers am 6. Februar 1909. Vor jenen Häusern, die tief im Wasser stehen, ein typisohes Holzboot, welches hier als einziges Verkehrsmittel dienen konnte. Von den Männern sind zu erkennen: Georg Eyrner, Herr Franke und Theo Hartmann. Im Hintergrund, neben der Mühle Hartge und Pfeiffer, die Linden des Erntefestplatzes. Am 29. Juni 1871 hatten wir mit über 14,5 Fuß das letzte große Hochwasser vor 1909. Er war nur um zehn Zentimeter niedriger gewesen! Nach 1909 folgt dann das Jahr 1926, wo wir im Januar und im Juli große Überschwemmungen hatten. Aufnahme: Stolze, 6. Februar 1909.

24. Die schreckliche Hochwasserkatastrophe am 6. Februar 1909. In den Bergen lag noch der Schnee, als urplötzlich milde Luft und Regen einsetzte und der noch zugefrorenen Werra ungeheure Wassermassen zuflossen. Weite Teile des Tales glichen einem See. Im Fischerstad standen die Häuser unter Wasser, alle Felder, Wiesen und Plätze zu beiden Seiten des Flußes waren hoch überschwemmt. Selbst an der hochgelegenen Eschweger Landstraße oberhalb der 'Chernischen Fabrik' hatte man Schwierigkeiten, mit Sandsäcken das Wasser von Sooden fernzuhalten. Sogar die Fläche jenseits des Bahnhofs bis hin zur Kinderheilanstalt stand unter Wasser. Aufnahme: Lucan, 6. Februar 1909.

Hl! end ri . lt7. iitrdistr« ?? '

/

25. Die Kirchstraße, bis 1899 'Södergasse", ist seit Jahrhunderten die Hauptgeschäftsstraße Allendorfs. Sie hat gegenüber den übrigen parallellaufenden Strafsen eine auffallende Breite. In früher Zeit war sie ein Glied in der wichtigen Nord-Süd Handelsstraße Frankfurt/Main-Braunschweig, Rechts im Bild das Hotel 'Hildebrand', jetzt 'Hessischer Hof, hier noch mit einer Laube für die Gäste. Links erkennen wir das Geschäft des Herrn Eduard Ernst, welcher Wolle färbte und Textilien anbot. Die Lindenbäume wurden im Jahre 1899 angepffanzt, der Bau der Bürgersteige fällt ebenfalls in diese Zeit. Aufnahme:

Um 1906. .

26. Ein Schnappschuß von der Ecke Kirchstraße-Bahnhofstraße, dem noch heute einzigen, engen und gefahrvollen Weg in Richtung Sooden. Rechts das 'Bürger'sche Haus', 1639 erbaut und später Gastwirtschaft und Weinhandlung 'Zum Löwen', daneben das Geschäft von Christian Hartmann mit Glas- und Porzellanmanufaktur. Gegenüber dann der Gemischtwarenladen des Herrn Stöber mit dem Eingang noch von der Bahnhofstraße her. Auf der anderen Seite neben dem Telefonmast, zwischen denjungen Linden auf einem Sockel, eine gebogene Straßenlaterne und unterhalb derselben ein kleiner Brunnen. Im Gesamtbild hat sich hier dem Betrachter bis zum heutigen Tage nicht viel verändert. Aufnahme:

Um 1906. .

27. Mitglieder der Allendorfer Turner-Feuerwehr beim Bier in einer Gartenwirtschaft. Es sind dies von links die Herren Würzler, Amlung, Ede Ernst, August Strauch, Hans Scharf, Karl Büchner, Theodor Hartmann und Arnold Neuenroth. Wer war wohl der Junge? Neben dieser seit 1863 bestehenden Turner-Feuerwehr gab es noch die 1887 gegründete Freiwillige Feuerwehr und die Wehr der Fabrik Bodenheim. Als Geräte führte man die in den siebziger und achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts angeschafften Handdruckspritzen. Ab 1899 brachte der Bau der Wasserleitung wesentlich bessere Löschergebnisse und es wurden neue Leitern und Schläuche angeschafft. Aufnahme: Strauch, 1910.

-

28. Der Plan in Allendorf mit Bliek in die Steinstraße und der Einmündung in die Schusterstraße. Der Herr dort mit der Uniform hat vielleicht gerade beim Hirschberger Maggi für die Suppe geholt? Dem Gemischtwarengeschäft war auch noch eine Buchhandlung angeschlossen. Ein gemütlicher Laden, wo die Schüler ihre Hefte, Federn, Tinte und andere Utensilien kauften. An seinem Haus vorbei zog so mancher Allendorfer zum Steintor hinaus auf die Felder unter dem Klausberg, unter der Höhe und unter dem Rothestein. Im Hintergrund das Haus des Schlachters Knorn. Aufnahme: Hirschberger, um 1910.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2020 Uitgeverij Europese Bibliotheek