Bad Sooden-Allendorf in alten Ansichten Band 1

Bad Sooden-Allendorf in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Manfred Lückert
Gemeente
:   Bad Sooden-Allendorf
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1516-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Sooden-Allendorf in alten Ansichten Band 1'

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29. Vor dem Allendorfer Steintor, dem einzigen Ausgang der Stadt in südlichc Richtung. Befand sich hier im Mittelalter an der engsten Stelle im Zuge der Stadtmauer eine Zugbrücke, so standen dort bis 1907 die beiden Steinsäulen des ehemaligen Tores. Da sie überflüssig geworden waren und die Straße sehr einengten, riß man sie in jenem Jahr ab. 1928 fand man bei Kanalarbeiten noch Überreste der alten Zugbrücke. Das Allendorfer Wappen, welches früher im Steintor eingelassen war, hat jetzt seinen Platz in einer Mauer rund einhundert Meter vorher. Links die Gärtnerei Taubel und dahinter ein Teil der Friedhofskapelle. Aufnahme: Hirschberger, um 1910.

30. Die Kirchstraße mit dem Kraus'schen Haus und den noch kleinen Lindenbäumen. Welche Ruhe muß damals in dieser heute so belebten Straße geherrscht haben! Ab und zu ein Fuhrwerk, Geräusche eines Handwerkers, das Bimmeln einer Ladenglocke und das Rauschen der Blätter. Einsam und verlassen steht dort ein Handwagen mit einer Kötze, während sich rechts vor den Häusern die Gänse tummeln. Das Gebäude links neben Kraus wurde 1939 abgerissen. Ein völlig neues Fachwerkhaus entstand, in welchem sich die Gaststätte des Hotels 'Hessischer Hof befindet. Aufnahme: Hirschberger, um 1909.

Allendorf a. d. Werra

Werrapartie

31. Die Holzstoffabrik Eschstruth und Meder, nahe dem untersten Wehr der Werra gelegen. Hier wurde Holz gemahlen, zu Ballen gepreßt und zur Weiterverarbeitung mit der Bahn versandt. Der gesamte Platz bis hin zum Fischerstad lag ständig voller Holz. In früheren Jahrhunderten befand sich hier die große Herrenmühle, welche 1809 abbrannte und erst 1825 wieder aufgebaut wurde. In der Mitte erkennen wir links der Pappeln die kleine hölzerne Brücke, über die schon so mancher Handwagen voll Wäsche zur Bleiche auf den Mühlrasen gezogen worden ist. Im Hintergrund zwischen den längst verschwundenen Scheunen die 1853 gegründete Papierwarenfabrik Bodenheim. Aufnahme: Verlag Carl Steinfeld, um 1911.

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32. Schloß Rothestein nur wenige Jahre nach Fertigstellung aus einer ungewohnten Perspektive. Der Kasseler Theaterintendant von und zu Gilsa ließ es als Sommeraufenthalt bauen. Am 13. August 1891 war Grundsteinlegung und bereits 1894 waren einige Räume im Schloß, auch 'Gilsaburg' genannt, bezugsfertig, Der Bau desselben war besonders von den hiesigen Handwerkern begrüßt worden, versprach er doch für viele Arbeit und Brot. Gilsa verkaufte es in jener Zeit an Baron von Knoop, welcher riesige Waldungen hinzuerwarb und große Teile mit einem Gatter umgab. Um 1909 setzte er fünfundzwanzig ungarische Hirsche aus, er veranstaltete Treibjagden und Pferderennen unter den Weingärten. Seit 1928 gehört das Schloß Freiherr Baron von Lüninck. Aufnahme: Um 1899.

33. Am Donnerstag, den 29. Juni 1911, heiratete die älteste Tochter des Herrn Baron von Knoop den Legationssekretär Dietrich von Scharfenberg aus Kalkhof bei Wanfried. Hunderte von Allendorfer Bürgern zogen durch die fahnengeschrnückten Straßen zur Trauung in die St-Crucis-Kirche. Wir sehen hier die Hochzeitskutsche mit Vorreitern am Marktplatz. Die Gäste fuhren mit Automobilen, während die Strafsen wegen eventueller Löcher extra mit Kies gestreut waren. Neben unserem Musikverein umrahmte die Kapelle des Husaren-Regiments aus Kassel die Feier auf Schloß Rothestein und am Abend brannte man dort ein großes Feuerwerk ab. Aufnahme: Schmidt, 29. Juni 1911.

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34. Ein Bliek in die Ackerstraße, die ihren Namen sicher daher trägt, daß hier früher die Landwirte mit ihren Gespannen auf direktem Wege zum Steintor hinaus auf den Acker fuhren. Links die Gastwirtschaft und Schlachterei Fiedler, in deren Hintergebäude sich große Pferdeställe für durchziehende Fuhrleute und andere Reisende befanden. Daneben dann das 1883 gegründete Geschäft Ilkenhans, gegenüber der Mitte des vorigen Jahrhunderts eröffnete Laden des Herrn Knauff. Es folgt die Bäckerund Konditorei Kirchmeier, heute Meder. Schließlich rechts das Geschäft des Herrn Louis GilIe, welcher Eisenwaren, Leitern, Waschmaschinen und ähnliches anbot. Gegen Ende der dreißiger Jahre übernahm es Herr Lüters. Aufnahme: 1908.

35. Dieses 'Stück Allendorf außerhalb der Stadtmauer hat in den letzten Jahrzehnten manche Änderung erfahren. Hier sehen wir den Diebesturm, welcher im Zuge der Stadtmauer um 1350 erbaut wurde und auf dem höchsten Punkt Allendorfs steht. Im Jahre 1888 vom Verschönerungsverein wieder begehbar gemacht, trug er lange Zeit ein kleines Dach. In der Mitte eine alte Akazie, die später durch Anlegung eines Teiches litt und beseitigt wurde. Ganz rechts die Gastwirtschaft, genannt 'hinter der Stadt', wo oft, besonders Sonntags ab 15 Uhr, Tanz und Frohsinn herrschten. 1892 war Herr Ed. Langefeld, gleichzeitig auch der Kellerwirt vom Rathaus, Besitzer des Lokals. Aufnahme: Um 1908.

36. Der Erntefestzug kommt aus der Schusterstraße auf den Plan. Im Vordergrund die spielende Kapelle, dahinter Mitglieder des Kriegervereins. Das Allendorfer Erntedankfest wird seit 1858 an zwei, seit einigen Jahrzehnten an drei Tagen auf dem mit fünfzig Linden und einern in der Mitte stehenden Musikhäuschen ausgestatteten Franzrasen gefeiert. Zwischen 1868 und 1878 wich man auf den Alleerasen aus. Der Festzug bildete schon immer den Höhepunkt und überhaupt hat man sich bis heute in dem Ablauf des Festes streng an die Tradition gehalten. Im Hintergrund das Haus in der Schusterstraße brannte im September 1940 neben etlichen angrenzenden bis auf die Grundmauern nieder. Aufnahme: Hirschberger, um 1905.

37. Der Festzug des überaus beliebten Erntedankfestes in Allendorf hat sich an einem Sonntag im August in Bewegung gesetzt. An der Spitze marschiert das 'Schüler-Pfeiffer und Trommler-Corps', gefolgt von Schulmädchen in weißen Kleidern, der Festkapelle aus Heiligenstadt mit den Behörden und dem Erntekranz, dem Herzstück eines jeden Zuges. Ferner nahmen teil der Turnverein, Kriegerverein, sowie der neugegründete Garde-Verein mit dem Vorsitzenden Forstaufseher Herrn Burhenne. Ab Nachmittag tanzte man wie heute den Volkstanz "I'riolett' unter den Linden. Am verregneten Sonntag hielt Bürgermeister Müller die Festrede, während am Montag der Stadtverordnete Metz beim Landrat weilte, um einen dritten Tag genehmigen zu lassen. Aufnahme: Hirschberger, 23. August 1908.

38. Folgen wir dem Fotografen noch ein kleines Stück bergauf, kommen wir in die Oberste Straße. Wir sehen hier das Haus des Kirchendieners Vogeley mit der Nummer 45 1/2, verschönt durch einen blühenden Kirschenbaum. Auffallend sind in Allendorf die vom Markt in Richtung Süden parallellaufenden, sehr einheitlichen Straßenzüge im Fachwerkstil. Meist handelt es sich um fränkisches, teilweise aber auch um thüringisches und niedersächsisches Fachwerk. Nach dem großen Brand im April 1637 hatte man die Stadt auf den meist noch vorhandenen uralten Kellergewölben wieder aufgebaut. Aufnahme: 1904.

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