Bad Sooden-Allendorf in alten Ansichten Band 1

Bad Sooden-Allendorf in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Manfred Lückert
Gemeente
:   Bad Sooden-Allendorf
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1516-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Sooden-Allendorf in alten Ansichten Band 1'

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39. Ein typisches Allendorfer Bild aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Viele Häuser waren noch eingeschossig, Anbauten und ausgebaute Giebel fehlten meist noch ganz, Man hielt sehr viel Topfblumen, die dann wie hier auf ein Brett vor das Fenster gestellt wurden. Bürgersteige und Straßen waren oft nur grob mit Basalt oder Quarzit-Sandstein gepflastert. Lediglich die befahrene Mitte der Straße war mit gleichgroßen, kleineren 'Katzenköpfen' belegt. Im Sommer saß man nach getaner Arbeit oft auf den Treppen und Bänken und 'schwatzte ein Muul voll'. Hier hat der Fotograf, dem damals noch sehr viel Beachtung geschenkt wurde, ein Haus in der Weberstraße aufgenommen. Aufnahme: Um 1907.

40. Das Schiff der St-Crucis-Kirche, als die Kanzel noch auf der rechten Seite stand un der Altarraum eine reichhaltige Bemalung aufwies. Ganz links sehen wir einen Teil der seitlichen Empore, welche noch in den fünfziger Jahren vorhanden war. Die Kirche, im April 1637 ausgebrannt, gilt als Wahrzeichen Allendorfs. Oft schlug der Blitz in den vierundsechzig Meter hohen Turm, zuletzt ernsthaft am 7. Juli 1931, als das Gebälk über dem Glockenstuhl Feuer fing und dieses durch die Herren Hottenroth, Lucan und Maurer im Keirn erstickt werden konnte. 1942 mußten die letzten Glocken abgeliefert werden, die zum Glück 1949 wieder zurückkamen. Aufnahme: Hirschberger, um 1920.

41. Die alte Werrabrücke mit der Bahnhofstraße, im Vordergrund umsäumt von dem Kaiserlichen Postamt und dem Eymer'schen Haus. Unterhalb desselben, zu Beginn des Fischerstad's und gegenüber auf dem Franzrasen, hatten die Lohgerber ihre Arbeitsplätze. Zwischen Postgebäude und Werra begann der Stadtgraben mit ausgedehnten Gärten und nur ein schmaler Weg führte an der Stadtmauer entlang. Im Vordergrund auf der Brücke das 'Taxi', eine Kutsche, welche vornehmlich für Fremde und Kurgäste zwischen Sooden und Allendorf verkehrte. Die Brücke, deren Pfeiler von Eisbrechern geschützt waren, wurde am 3. April 1945 wegen des drohenden Einmarsches der Amerikaner nach Allendorf von deutschen Soldaten gesprengt. Aufnahme: Um 1905.

42. Die schwimmende Flußbadeanstalt südlich von Allendorf, 1908/09 von Zimmermeister Chr. Hottenroth gebaut, umfaßte 128 Meter im Quadrat und hatte sieben Zellen mit verstellbaren Badekörben. 1909 kostete ein Bad im offenen Raum zwanzig Pfennige, in der Zelle dreißig Pfennige. Bis 1934 wurde hier gebadet und gesonnt, zuvor gab es am 'Eulensee' ein kleines Badehäuschen. Dies stand etwa um die Zeit von 1870 bis 1909. Während dieser Zeit und wesentlich früher, bereits um 1856, bot ein mit Pfählen abgesteckter Platz am Mühlrasen die Hauptgelegenheit zum Baden. In der sehr fischreichen Werra erfrischte sich vor allem die Jugend in dem glockenklaren Wasser. Aufnahme:

Um 1913.

43. Eine sehr seltene und dunkle Aufnahme, damals als Dia hergestellt, vom Turm der St-CrucisKirche hinüber zum Alleerasen und weiter nach Sooden. Unten links arn Rand erkennen wir die Dampfbaggerei des Herrn Rode. Der größte Teil des Alleerasens glich einem Kieshaufen und auf der Werra waren verschiedene Kähne ebenfalls mit Baggern und Transportieren von Kies beschäftigt. Schienen mit kleinen Loren führten über den anderen Werraarm bis zum Bahnhof. Am 6. Februar 1909 riß das Hochwasser die entsprechende Brücke nahe der Eschweger Landstraße ein. Aufnahme:

Hirschberger, um 1910.

Allendorf a. Werra

Bliek von der Werrabrücke

44. Die Brückengasse in Allendorf von der Einfahrt zum Franzrasen her aufgenommen. Ab 1899 gibt es Straßenschilder, sie heißt nun Bahnhofstraße und ist noch heute die einzige Verbindung zwischen Allendorf und Sooden, Rechts sind schwach einige Kieshaufen der Dampfbaggerei Rode zu erkennen. Während Ende der neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts, wie auch hier, am rechten Straßenrand Lindenbäume zwischen den Brücken gepflanzt wurden, fehlen diese an der Schlagd noch ganz. Im Hintergrund das 'Kaiserlich Königliche Postamt', welches im Jahre 1891 erbaut wurde und sich im roten Backstein sehr schlecht der vorherrschenden Fachwerkkuhsse anpaßt. Aufnahme: 1907.

Bad Sooden a. Werra

45. Die Werra durchfließt unser Tal, von drei alten, heute nicht mehr vorhandenen Brücken überspannt. Die mittlere, von fünf hohen Pappeln und der Schlagdlinde umgeben, war erst im Jahre 1891 erbaut worden. Dahinter die Firma Schrot mit einer 1922 abgeholzten Pappelreihe, Hinter dieser ist ein Teil des nördlichen Gradierwerks zu erkennen. Im Vordergrund sehen wir die Gärten im Stadtgraben und einen Teil der bewachsenen Stadtmauer mit dem damals sehr schmalen Weg. Gegenüber auf dem Alleerasen steht ein Schuppen und liegen Hölzer der Zimmerei Hottenroth. Dazwischen laufen wie kann es hier anders sein - zahlreiche Gänse umher. Aufnahme: Fischer's Kunstanstalt, 1907.

46. Das Geschaft des Herrn Carl Schaub an der Ecke Kirchstraße-Mühlgasse. Wilh. Schaub (1765-1835) war Kaufmann, Bürgermeister und Kirchenältester. Friedr. Hermann Schaub (1810-1882) war ebenfalls Kaufmann, Bürgermeister und Zunftdeligierter in Allendorf. Am bekarmtesten war Johannes Schaub (1770-1818) als Professor der Bergbaukunde, Oberbergrat und Salinendirektor der Saline Sooden. Zuletzt sei Carl Schaub genannt (1850-1925), dessen Laden wir hier sehen. Dort gab es Gemischtwaren, das neue 'Maggi' und ferner arbeitete er noch für die Gothaer Lebensversicherung. Nach dem Zweiten Weltkrieg war es Kaufmann Georg Walter, der dort einen Lebensmittelladen unterhielt. Nach verschiedenen Pächtern finden wir heute hier den 'Seifen-Platz', Aufnahme:

Um 1910.

47. Ein Teil der Allendorfer Kirchstraße mit einem der schönsten Häuser dieser Stadt. Das 'Eschstruth'sche Haus', von Familie Schmidt erbaut und von 1790 an Herrn Schreiber gehörend, ist seit 1811 im Eschstruth'schen Besitz. Schreiber war Kaufmann und hatte bereits 1790 Handelsbeziehungen nach Bremen und Amsterdam, von wo er gute holländische Tabake wie Cuba und Kanaster bezog. Ganz links das Haus des Maurermeistcrs Heuckeroth, daneben das Geschäft des Schlachtermeisters Wilhelm Hartmann, irn Volksmund 'der Kälberjäger' genannt. Rechts die Bäckerei Theodor Scharf, welche wie die anderen Geschafte in den letzten Jahren vergrößerte, modernisierte und somit ein völlig neues Äußeres erhielt. Aufnahme: Verlag C. Steinfeld, um 1920.

Allendorf a. d. Werra

Eschstruthshaus

48. Ein Zug aus Richtung Oberrieden kommend durchfährt das Gradierwerk Nummer 5. Im Hintergrund rechts ist noch der Teil eines weiteren Gradierwerks zu erkennen. Auch dieses wurde etwa bis zur Jahrhundertwende von der Bahn durchfahren. Am 15. Mai 1876 fuhr der erste Zug auf der neuerbauten Bahnlinie Niederhonc-Friedland. Zwei Tunnel und besenders die große Werrabrücke bei Oberrieden machten den Arbeiten zeitlich zu schaffen. Am Tag fuhren drei Züge in Richtung Göttingen und ebenfalls drei in Richtung Nie derhone. Die Fahrt von hier nach Eichenberg dauerte 1891 genau achtundzwanzig Minuten. Unsere Station hieß AllendorfjWerra-Bad Sooden. Aufnahrne:

Um 1907.

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