Bad Sooden-Allendorf in alten Ansichten Band 1

Bad Sooden-Allendorf in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Manfred Lückert
Gemeente
:   Bad Sooden-Allendorf
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1516-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Sooden-Allendorf in alten Ansichten Band 1'

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49. Ein Bliek vom Turm der St.-Crucis-Kirche hinüber zum Hegeberg. Im Vordergrund gekalkte Obstbäume auf dem Alleerasen, dahinter die Eschweger Landstraße, ebenso mit unzähligen Obstbäumen umsäumt, Bei der PappeJreihe befindet sich heute die Aral-Tankstelle. Links in der Nähe des 1875 errichteten Güterbahnhofs ein Gradierwerk, welches auf dem Gelande des heutigen Schrot'schen Sägewerkes stand und bis zum Solgraben reichte. Es folgt nach dem Bahndamm und den sich anschließenden Feldern der Brunnenfestplatz rnit den Linden und der vielen aufgehängten Wäsche, Ganz links unterhalb der neuen Villen am Waldrand der Lohbachweg. Aufnahme: Tellgrnann, um 1912.

50. Am 8. Juni 1906 feierte man in Bad Sooden/Werra das fünfundzwanzigjährige Bestehen des Solebades. In jenem Jahr konnte auch das auf diesem Foto festlich geschmückte neue Inhalatorium, das größte Deutschlands, seiner Bestimmung übergeben werden. Hier hält Kurdirektor Prestien, von Kindern in schmucker Hessentracht umgeben, gerade seine Festrede. Am Nachmittag fand ein von etlichen Tischreden umrahmtes Festessen im Kurhaussaaie statt, welches von Herrn Landrat von Bischoffshausen eröffnet worden war. Abends gab es Konzert, Gartenbeleuchtung, Feuerwerk und zum Abschluß noch einen Festball im Kurhaus. Aufnahme: Tellgrnann, 8. Juni 1906.

51. Ein Teil des Kurparks mit dem 1905 fertiggestellten 'größten Inhalatorium Deutschlands'. Unmittelbar links des ganz in Fachwerk gehaltenen Gebäudes erkennen wir das erste, im Jahre 1881 erbaute Badehaus mit dem Schornstein. Auch die Kurparkanlagen konnten Ende der neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts durch das restlose Verschwinden der ehemaligen Siedehäuser wesentlich erweitert werden. Das Inhalatorium als Herzstück Soodens wich 1953 einem modernen Kurmittelhaus aus Stahl und Beton. Links oben am Hegeberg finden wir das erste Gebäude der 'Viktoria', der heutigen Versicherungsanstalt Braunschweig. Aufnahme: F. Lenz, 1907.

Bad Sooden 'rr Werta!",. /~

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52. Bliek vom Turm der Allendorfer St-Crucis-Kirche hinüber nach Sooden. Im Vordergrund erkennen wie die 'Chemische Fabrik', welche im Jahre 1818 erbaut wurde und Claubersalz und so weiter herstellte. Rechts am Rand finden wir die alte WerrabIÜcke, dahinter das noch heute erhaltene, später verkürzte Gradierwerk Nummer 5. Ganz rechts dann das 1904 eröffnete Kurhotel Gundlach und blieken wir weiter nach links, ragen noch als Blickpunkte die Marienkirche, das Hotel 'Am Bahnhof' später Schaper - sowie der Bahnhof selbst heraus, Der rauchende Schornstein im Hintergrund gehört zum Badehaus im Kurpark. Aufnahme: Tellgmann, 1911.

53. Das Gradierwerk Nummer 5 wurde im Jahre 1638 erbaut und dient noch heute zu Kurzwecken. Es ist das einzige erhaltene von ehemals vierzehn Gradierwerken, die früher mit Stroh, dann mit Schwarzdorn gefüllt waren. Alle standen so, daß die Süd- und vor allem die trockenen Ostwinde voll vor die Dornenwände gelangen konnten, an denen die Sole mehrmals herunterlief. Ein Teil des Wassers verdunstete, die Sole war nun zum folgenden Siedevorgang hochprozentiger. Links das kleine Häuschen diente als Badeanstalt, Im Jahre 1883 konnte man dort für zehn Pfennige im Wasser des Solgrabens baden. Billets gab es beim Kunstwärter Hoffmann. Aufnahme: Um 1900.

54. Am 12. Mai 1912, einem schwülheißen Sonntag, gingen ab Nachmittag mehrere Gewitter über unsere Stadt hinweg. Am Abend gegen 20.30 Uhr kam ein selten erlebtes Unwetter auf. Im Sturm und Hagelschlag stürzte die uralte Linde 'am Brunnen vor dem Tore' auf die Straße zum Rothestein und zerschlug etliche Dachziegeln des nahen Gasthauses. Im gesamten Reich erschienen Fotos darüber, Gesangvereine ließen sich Holzstücke schicken. Das Gasthaus nannte sich damals 'Restauration zur grünen Linde' von Ludwig Scharff. Der stämmige Herr in der Mitte im Forstanzug ist Stadtförster Burhenne. Rechts erkennen wir den Brunnen und die gegenüberstehende uralte Kastanie, die 1936 gefällt wurde, Aufnahme: Hirschberger, 13. Mai 1912.

55. Diese Aufnahme zeigt nun die am 17. März 1913 unter großer Beteiligung der Allendorfer Bürger und Vereine gepflanzte neue Linde. Wie man erzählt, ging diese jedoch nicht an und es mußte im Jahre 1914 in aller Stille eine frische gepflanzt werden. Den Brunnen ließ die Stadt im Jahre 1827 für 469 Thaler vor die Linde legen, 1854 erneuern und im Juni 1928 erneut umgestalten. Der Platz wurde erhöht und mit Treppen versehen. Seit Generationen war derselbe Treffpunkt für Wanderungen in die Berge östlich Allendorfs. Mit Mandoline und Gesang ging es hinaus in die herrliche Umgebung. Besitzer des Gasthauses 'Zur Linde' ist bereits Reinhardt Hi1debrandt. Aufnahme: Hirschberger, 20. Juni 1928.

56. Ein typisches Bild alter Allendorfer GartenJandschaft: Eine gemütliche, romantische Komposition vor der Gabelung Sickenberger Landstraße-Gartenstraße. Ein breiter, blühender Kranz gepflegter Gärten, gekrönt mit uralten Toren und Häuschen, zog sich einst um ganz Allendorf herurn. Diese Gegend, wo damals die riesige Akazie stand, nennt man im Volksmund 'Kuppelrasen'. An dem gegenüberliegenden Wie senhang kuppelten früher zu Ostern die Kinder die Eier hinunter. Straßen- und Häuserbau haben hier in den letzten Jahren viel verändert. Aufnahme: 1915.

57. Die Straße von Allendorf nach Wahlhausen zwischen der 'Weißen Mühle' und der 'Hospital-Mühle'. Rechts am Hainsbach stehend eine uralte Linde, gegenüber ein Teil der 'Weißen Mühle' und im Hintergrund die katholische Kirche. Eine Schafherde wird gerade zurück in die Stadt getrieben. Besonders wenn in dem nahen Wahlhausen Anfang Oktober Kirmes war, zogen die Allendorfer und die Söder scharenweise hinüber. Sie nahmen teilweise den Kuchen mit dorthin und riefen dann am Tanzplatz: 'Unse Kärrnese!' Diese Straße führt dann weiter nach Lindewerra oder in Wahlhausen rechts hinauf nach Dietzenrode und weiter nach Heiligenstadt. Aufnahme: Fischer's Kunstanstalt, um 1920.

58. Der Gemeindediener und Feldhüter Wilhelm Hohmann während des Ausrufens einer Bekanntmachung oberhalb des Fischerstads in der Nähe der Warte. Am 11. September 1855 geboren, war er der vorletzte öffentliche Ausrufer der Stadt Allendorf. Er starb am 11. Januar 1924. Sein Nachfolger wurde Otto Hohmann, der dieses Amt bis Ende 1929 ausführte. Während des Ersten Weltkrieges rief einmal ein ErsatzAusrufer: 'Heute gibt es beim Ritter Goetze Katschmiau.' Es sollte jedoch Kabeljau heißen. Mit einer schweren Messingbimmel und dem Schriftstück in der Hand gingen sie gemütlich durch die Strafsen. Seit dem 1. Januar 1930 trat an die Stelle des Ausklinglers die Bekanntmachung durch die Presse. Aufnahme: Um 1916.

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