Bad Sooden-Allendorf in alten Ansichten Band 1

Bad Sooden-Allendorf in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Manfred Lückert
Gemeente
:   Bad Sooden-Allendorf
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1516-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Sooden-Allendorf in alten Ansichten Band 1'

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59. Die Jugend- oder Kriegerwehr übt vor den Toren Allendorfs das Ausheben von Schützengräben, Diese Wehr sollte dazu dienen, die heranwachsenden Jungen mit den im Krieg notwendigen Kermtnissen vertraut zu machen. Als Ausbilder und Aufsicht erkennen wir Herrn Rektor Müller aus Asbach, den Gendarm Müller und mit dem Säbel Sergeant Schimpf. Am 6. September 1914 war die Jugendwehr, welche in drei Bataillone eingeteilt wurde, gebildet worden. Diese erhielten die Nummern hiesiger Regimenter, so der 83-er, der 167-er und der Ll-er Artillerie. Am 31. Oktober 1914 stellten sich im Hochzeitshaus bereits über einhundert Jungen, die dann geschlossen zu ersten Exerzierübungcn auf den Franzrasen marschierten. Aufnahme: 1915.

60. Ein Bliek von der Polstermöbelfabrik Schrot aus hinüber nach Sooden. Im Vordergrund die alte Werrabrücke rnit dem kleinen Rudolph'schen Haus linker Hand der Eschweger Landstraße. Diese später vielbefahrene Straße führte über die Bahngleise und unter dem Gradierwerk Nummer 5 hindurch in Richtung Witzenhausen. Hier sehen wir jenes Gradierwerk, welches im Jahre 1638 erbaut wurde, noch in voller Länge bis an den Fluß reichend. Im Hintergrund rechts das Soodener Villenviertel, das bereits kurz nach Eröffnung des Heilhades im Jahre 1881 erschlossen wurde und sich hier etwa bis zur neuangelegten Bismarckstraße ausdehnte. Aufnahme: Trinks, Leipzig, um 1912.

61. Die bahnamtliche Gepäckbeförderung des Herrn Bernhard Wachsmuth in der Langen Reihe. Er war ein typischcs Söder Original, den Allendorfern nicht besenders hold gesonnen und soll deshalb mit diesern Wagen auch nie über die Brücken nach Allendorf gefahren sein. Wir sehen ihn hier in der Mitte auf dem Wagen sitzend, rechts von ihm Karl Wachsmuth, den bekarmten Klavierspieler und späteren Ladeninhaber in der Weinreihe. Am 4. November 1928 war Bernhard's Knecht mit zwei Pferden und dem Pritschenwagen verschwunden, um sie zu versetzen. Als Wachsmuth am frühen Morgen die Pferde im Stall zählte und den Verlust merkte, entstand der berühmte Spruch: 'Eins, zwei, drei - wo ist vier und fünf?' Aufnahrne: Um 1925.

62. Dieses Foto zeigt jene Stelle, wo sich heute der größte Verkehr in unserer Stadt abspielt: Die Kreuzung zwischen der einzigen Verbindung Sooden-Allendorf und der Bundesstraße 27. Diese existiert ja erst seit 1951 und zwar führte die Straße von Eschwege nach Witzenhausen in einer scharfen Linkskurve am Rudolf'schen Haus vorbei über die Bahnschranken und unter dem Gradierwerk entlang. Links im Bild das 1910 erbaute Mahlmann'sche Haus mit den Lindenbäumen, im Hintergrund neben der alten Brücke die Masten der Telefonleitung. Die Sparkasse wurde erst im Jahre 1929 fertiggestellt. Aufnahme: Um 1924.

63. Der 'Hospital-Brunnen' gegenüber dem Hospital 'Zum Heiligen Geist' am Rande der Eichwegsiedlung. Dahinter steht die uralte Linde, die angeblich im Jahre 1096 zu Beginn der Kreuzzüge gepflanzt wurde. Am 12. November 1934 mußte sie wegen allgemeiner Gefährdung gefällt werden und man setzte noch im selben Jahr eine neue Linde ein. Wenn dieses idyllische Fleckchen erzählen könnte! Unmittelbar daneben führt der einstmals bedeutende Handelsweg vom Süden Deutschlands nach Göttingen und Braunschweig vorbei. Unzählige Fuhrwerke zogen hier vorüber und so mancher Reisende mag sich am Wasser des Brunnens gelabt haben. Leider fließt er seit etlichen Jahren nicht mehr. Aufnahme: Willy Hoffmann, 1926.

Bad Sooden (Werra)

Schwane ntetch

64. Der im Jahre 1927 aus einern ehemaligen Solereservoir angelegte Schwanenteich, Er wird vom Wasser des Solgrabens gespeist und dient seither mit Lindenbäumen und Blumen umpflanzt als einer der Schwerpunkte der Soodener Kuranlagen. Im Hintergrund das noeh heute vorhandene Gradierwerk mit zwei Bohrtürmen, der Gärtnerei, dem Badehaus von 1818 und den übrigen Schuppen und Pumpenanlagen. Letztere sind nach dem Zweiten Weltkrieg abgerissen worden. Auf dem Gelande des jetzigen Teiches stand bis in die zwanziger Jahre ein niedriges, aus mehreren Teilen bestehendes Gradierwerk, in dessen Mitte Turngeräte und Liegestühle für Kurgäste vorhanden waren. Aufnahme: Fischer's Kunstanstalt, um 1929.

65. Langsam zieht die Kuh einen Wagen voll Ähren die Kirchstraße hinunter am Marktplatz vorbei. Das Haus Tannen-Wille, der heutige "Ireffpunkt', ist dicht mit Wein und Bäumen umgeben, Ein ganz typisohes Bild aus dem alten Allendorf. Auch in der Schusterstraße fand man früher Wein an den Häusern. Fast ein jeder Bürger hatte Landwirtschaft oder zurnindest Kleinvieh im Stall und hinter dem Haus einen Garten. Alle Gassen, Plätzc, Wiesen und die Werra waren stets von Haustieren, zumeist Gänsen, bevölkert, Im Jahre 1927 gab es in Allendorf unter anderem 74 Pferde, 175 Kühe, 74 Schafe, 831 Schweine, 875 Ziegen und 86 Bienenstöcke. Aufnahme: Um 1930.

66. Der Brunnen auf dem Allendorfer Marktplatz unter einem dieken Eispanzer. Die Erinnerung an kalte Winter wird lebendig. Die Jahre 1929, 1939, 1941-1942 und 1962-1963 können wir als Beispiele aufzählen. Zu Ostern 1883 lag hoher Schnee und wir hatten zehn Grad Kälte. Besonders kalt war auch der März 1865, worüber wir einiges in einem alten Tagebuch finden: 'Jeden Tag Schnee, am 20. März waren es -15 Grad Celeius. Am 30. März fiel viel Schnee, Koeh's aus Wahlhausen kamen vierspännig mit einem Schlitten zu Albert Brandt's Hochzeit.' Dieser wohnte in dem Haus rechts des Brunnens. Aufnahme: 1929.

67. Die für Autofahrer berüchtigte erste Solgrabenbrücke am Bahnübergang nördlich von Sooden. Nicht nur hier, auch an der zweiten Solgrabenbrücke vor Ellershausen geschahen zahlreiche Unfälle. Im Bild links ein verunglückter Wagen, in der Mitte dahinter Herr Fritz Nolte, welcher in der Kirchstraße eine Werkstatt mit Tankstelle besaß und seit 1924 mit einem 'Stöber' Taxi fuhr. Auf der Brücke, in Uniform, der Reichsbahnbeamte aus dem nahen Schrankenhäuschen. Die Witzenhäuser Landstraße, spätere 'Reichsstraße 27', wurde 1951 jenseits des Bahndamms verlegt. Ehemals zierten unzählige Obstbäume diese Straße. Im harten Winter von 1941 erfroren sehr viele und bis heute sind nur wenige erhalten geblieben. Aufnahme: Scheuffler, um 1928.

68. Auf dern Marktplatz stehen Busse und PKWaus Allendorf, Sooden und Urngebung. Im Vordergrund rechts ein 'Essex', Herrn Windel aus Hilgershausen gehorend, und daneben Busse der Reichspost. Wir hatten das Nummernschild mit den Buchstaben IT. Als nach 1900 eines der ersten Autos auf dern Marktplatz erschien, lief eine Allendorferin nach Hause und rief: 'Uffern Markte stätt so'n viereckiger Koasten rnit vier Räddern drunger unn macht als Dull-Dull, Dull-Dull.' Herr Baron von Knoop vom Schloß Rothestein und die Herren DI. Wenderoth und DI. Brandt besaßen hier am Ort als erste Automobile. Aufnahme: Kreger, um 1929.

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