Bad Urach in alten Ansichten Band 1

Bad Urach in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Walter Röhm
Gemeente
:   Bad Urach
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3483-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Urach in alten Ansichten Band 1'

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49. Weit in die Wilhelmstraße hinein ragt dat prächtige schmiedeeiserne Wirtshausschild des Gasthofs 'Faß'. Es zeigt neben dem württembergischen Herzogswappen und dem Wappen des Besitzers Syrnbole, die auf die einstige Bedeutung der Gaststätte als Zunftlokal der Bäcker, Müller und Schlosser und als Poststation hinweisen. Stark scheint der Verkehr auf der Wilhelminstraße um das Jahr 1910 herum nicht gewesen sein. Wie sonst hätte der Postwirt, wie auf unserem Bild ersichtlich, sein Holz auf der Straße aufbereiten können.

Luftkurort rach (Würtlbg.)

50. Seit dem frühen Mittelalter war Urach eine durch starke Mauern, Türme und wassergefüllten, breiten Gräben wohlgeschützte Stadt. Im Jahre 1838 begann man, die Befestigung abzubrechen und die Wassergräben aufzufüllen. Ein einziger Eekturm der Anlage ist bis heute erhalten: der Ulrichs- oder Zeughausturm. An ihn angebaut war das zweiflüglige 'Büchsenhaus', das zu Graf Eberhards Zeiten wohl gefüllt war mit allerlei Kriegsgerät, Später war im Büchsenhaus das herzogliche Forstamt untergebracht. Der Nordflügel des Gebäudes wurde im Jahre 1912 durch ein Erdbeben stark beschadigt und 1914 abgebrochen. Der Ostflügel mußte im Jahre 1959 dem Neubau eines Gemeindehauses der evangelischen Kirchengemeinde weichen.

51. Bevor aber der Ostflügel des Büchsenhauses ('Schachenmayerei') abgebrochen wurde, war er beliebtes Übungsobjekt für die Uracher Feuerwehr. So auch 1909, als die Feuerwehr ihr 50-jähriges Bestehen feierlich beging. Damals (unser Bild) wurde vor viel Publikum eine großangelegte Übung am Gebäude durchgeführt,

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Verjat' ven w. Beua, Ura.ch.

52. Im Jahre 1599 ließ Herzog Friedrich 1 vor den Mauern der Stadt ein Weberviertel, die 'Weberbleiche', errichten. Die Weberbleiche war durch vier Rundtürme befestigt. Der heute noch arn besten erhaltene Turm ist der 'Dicke Turrn', Ihn sehen wir, eingebunden in die Häuserzeilc der Weberbleiche in der Mitte unseres Bildes aus dem Jahre 1910. Im Stadtbild gut erkermbar sind auch der Marstallkasten, das Residenzschloß und die Amanduskirche.

53. Der 1620 erbaute 'Dicke Turrn' der Weberbleiche im Jahre 1910. Davor der damals noch teilweise offen fließende Stadtbach.

.Euftkurort Urach

54. Im Jahre 1857 wurde in die östliche Häuserzeile der Weberbleiche eine breite Bresche geschlagen. Die Ortsstraße 'Irn Greut' wurde. bis vor die Stadtmauer verlängert, Urach bekarn damit seine zweite Verkehrsader. Der Verkehr in Richtung Ulm wurde nun ab Marktplatz nicht mehr über den Wilhelmplatz, sondern auf direktem Weg durchs Elsachtal zur Ulmer Steige geführt, Die Uracher machten sich die Umbenennung der Straße höchst einfach: sie sagten nach dem Durchbruch schlichtweg 'Neue Strafse'. Diesen Namen hat die Straße bis heute behalten.

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Bliek ins Elsachtal

55. Mit dem Durchbruch der Weberbleiche begann die Bebauung des Elsachtales. Der bis dahin vor der Mauer angelegte Ho1zgarten (die Ortsstraße 'Holzstraße' erinnert noch an ihn) wurde zuerst in Bauplätze aufgeteilt. Der Holzgarten - die Uracher lagerten dort ihren Brennho1zvorrat - wurde weiter ins Tal verlegt. Auf unserem nach dem ersten Weltkrieg entstandenen Bild sieht man den neuen Holzgarten hinter der im Jahre 1913 erbauten Turn- und Festhalle. Am bewaldeten Hang des Hochbergs (rechter Bildrand) erkennen wir das um 1900 von Sanitätsrat Dr. Klüpfel erbaute 'Sanatorium Hochberg'. Das damals viclbesuchte Haus beherbergt heute das Städtische Alters- und Pflegeheim.

Grus aus ilrach

56. Auch talabwärts begann die Stadt um die Mitte des letzten Jahrhunderts zu wachsen. An der Stuttgarter Straße, die nach dem Abbruch des bis 1835 am 'Ochsenbuckel' stehenden 'Unteren Stadttores' verbreitert wurde und eine neue Brücke über die Erms bekam, setzte rege Bautätigkeit ein. Neben der Ermsbrücke wurde eine Sägernühle gebaut, deren große Sagegatter über ein Wasserrad durch die Erms in Schwung gehalten wurden. Unsere Aufnahme aus der Zeit um die Jahrhundertwende zeigt die Sägemühle mit dem großen Holzlagerplatz.

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57. Zwei der ältesten Industriebetriebe zeigt unsere Aufnahme aus den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Links das Fabrikgebäude der Lederfabrik Beringer, die damals noch ein sehr gesuchtes, mit Eichenloh gegerbtes Riemenleder herstellte. Rechts im Bild arn Fuße des Hohenurach die 'Mechanische Flachsspinnerei Urach AG'. Der Betrieb war im Jahre 1838 durch die Züricher Firma Escher, Wyss und Comp. sowie der Gebweiler Firma Nikclaus Schlumberger und Cie. gegründet worden. Er wurde später durch die Firma Kolb & Schüle und im Jahre 1932 durch die Firma Ulrich Gminder, Reutlingen, übergenommen. Heute hat sich in den Betriebsräurnen die Firma Lechler Chemie GmbH etabliert.

58. Aber auch innerhalb des alten Stadtkerns siedelte sich Industrie an. Die größte Fabrikanlage gehörte damals schon den Gebrüdern Groß. In ihren Fabrikräumen an der Stuttgarter Straße und in der Altstadt wurden Baumwollgarne erzeugt, baumwollene Wäscheund Bekleidungsstoffe gewoben. Auf unserem Bild aus den zwanziger Jahren sehen wir am linken Bildrand einen Teil der Fabrikanlage. Das Fabrikgebäude ist bereits von der Straße abgesetzt. Eine Verbreiterung der sehr engen Stuttgart er Straße durch Abbruch des auf unserem Bild weit in die Straße hineinspringenden Gebäudes ist bereits geplant.

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