Bad Urach in alten Ansichten Band 1

Bad Urach in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Walter Röhm
Gemeente
:   Bad Urach
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3483-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Urach in alten Ansichten Band 1'

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59. Im Jahre 1940 wird das Lebensrnittelhaus Herz an der Stuttgarter Straße, gegenüber dem Goresbrunnen, abgebrochen. Der zunehmende Verkehr fordert die ersten Opfer. Vorbei sind nun die Zeiten, wo ein Uracher Studionrat jeweils vor diesem 'scharfen Eek' seinen Oldtimer anhielt, ausstieg, zu Fuß bis zur Ecke ging um den Gegenverkehr beobachten zu können und dann, war die Straße frei, gemütlich rnit seinern Gefährt um die Ecke zuckelte,

60. Der Bezirk um den 'Goresbrunnen' an der Stuttgarter Straße liegt am äußersten Ende des ältesten Uracher Stadtbezirks, des 'Burg- und Schloßbezirks'. Hier befand sich bis zur Erweiterung der Stadt im 14. Jahrhundert der Haupteingang zur Stadt. Hier finden wir auch heute noch die ältesten Gebäude. Das hübsche, mit einer Außentreppe versehene Giebelhaus am Eingang zum 'Craben' - auf unserer Ansichtskarte aus dem Jahre 1917 rechts - wurde ebenso wie das Gebäude am linken Bildrand beim Bombenangriff auf Urach am 15. Januar 1945 zerstört. Erhalten geblieben aber ist das zwischen den beiden vorgenannten Häusern sichtbare 'Haus arn Goresbrunnen', das Graf Eberhard im Bart 1476 errichten ließ.

61. Parallel zur mittelalterlichen Hauptstraße Urachs, der vom Marktplatz zum Oberen Tor (Wilhelmsplatz) führenden Wilhelmsstraße, verläuft hinter der südlichen Häuserzeile die 'Rosengasse'. Weit springen hier die alten Fachwerkhäuser mit ihren oberen Stockwerken in den Straßenraum hinein, um den kostbaren Baugrund innerhalb der befestigten Stadt möglichst gut auszunutzen. So entsteht ein torartiger Durchgang. Auch heute noch zählt die Rosengasse zu den malerischen Winkeln im alten Stadtkern.

62. Aber nicht nur große Industrie-Betriebe entstanden in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Auch mancher Handwerksbetrieb entwickelte sich zum Industriebetrieb, Stolz zeigt die Wurstwarenfabrik Luis Haas (Senior) auf unserer Postkarte aus dem Jahre 1907 ihre Fabrikationsanlage. Über den Betrieb lesen wir in der Oberamtsbeschreibung von 1909: Die mit den modernsten Fleischverarbeitungsmaschinen, großen Kellereien und eigener Kraftiibertragungsanlage ausgestattete Firma, aus kleinen Anfdngen (1864) entstanden, hat sich zu einer großen Exportfirma entfaltet, welche ihre Fabrikate in ganz Europa und darüber hinaus, auch in unsere Kolonien (Kamerun) verschickt und 15 Arbeiter beschaftigt,

63. Mitte des letzten Jahrhunderts werden Urach und seine Alb von immer mehr Fremden entdeckt. Mehrere Sanatorien und Erholungsheime, neue Beherbergungsbetriebe und Gaststättenbetriebe entstehen in Urach. Im Jahre 1904 richtet auch Konditormeister Friedrich Frey in einem früher zum herzoglichen Matstall gehörenden Gebäude gegenüber dem Residenzschloß ein Café und eine Konditorei ein. Der Betrieb hatte sich, wie ihn unsere Postkarte aus dem Jahre 1907 zeigt, bis zum Abbruch des Gebäudes im Jahre 1972 auch in der Einrichtung unverändert erhalten,

64. Um die Jahrhundertwende hielt der Wintersport Einzug auf der Schwäbischen Alb. Urach als aufstrebender Fremdenverkehrsort trug dieser neuen Entwicklung Rechnung. Am Tiergartenberg wurde eine etwa 800 Meter lange Rodelbahn angelegt. Stolz werben die Fremdenverkehrsprospekte der damaligen Zeit für diese Attraktion. Unser Bild aus dem Jahre 1911 beweist, daß nicht nur Kinder die Bahn benutzten. Rodem war ein neuer Sport für alt und jung geworden.

65. Auch die Schlittschuhfahrer kamen zu ihrem Recht. Im Jahre 1907 bauten Verschönerungsverein und Eisclub an der Ulmer Straße einen 3 400 m2 großen Eislaufplatz mit einem hübschen Clubhaus, das Wärter-, Geräte-, Urnkleide- und sogar Wirtschaftsräume enthielt. Als unser Bild 1911 entstand, war die Bahn schon mit elektrischem Licht versehen. Man konnte sich also auch am Abend in mehr oder weniger kunstvoller Weise auf dem Eis tummeln. Die Musik dazu lieferte die Uracher Stadtkapelle live. Sie saß im turmartigen Aufbau inmitten des Clubhauses.

66. Einer der Skipioniere der Uracher Alb war der Photograph Richard Schmid, dem wir im übrigen viele in diesem Buch veröffentlichten Photos verdanken. Er war nicht nur 'Fahrwart' der 1907 gegründeten 'Schneeschuh- und Rodelabteilung' der Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins und deren unerrnüdlichcr Motor. Nein, er nahm aktiv selbst an den ersten Skiwettbewerben teil und brachte so manchen Preis nach Hause. Vor seinem Photoladen in der Gartenstraße traf man sich zu gemeinsamen Ausfahrten.

67. Schon im Jahre 1851 teilte die Seminar Oekonomie-Verwaltung dem Gemeinderat der Stadt mit, die Lehrer am evangelischen theologischen Seminar in Urach wünschten die Einrichtung eines BadeBassins. Erst im Jahre 1855 konnte sich der Gemeinderat entschließen, diesem Wunsche Rechnung zu tragen. Auf einer städtischen Wiese im Gewand 'Nikolaiwasen' wurde das gewünschte Bassin angelegt. Es sollte, laut Gemeinderatsbeschluß, physische Vorteile nicht nur der wirklichen, sondern auch späteren Generationen brtngen. Den Badeaufseher Johannes Heinkei und einige junge Badegäste zeigt unser Bild aus dem Jahre 1913. Das Bad wurde mehrfach verbessert. Beim Bombenangriff auf Urach im Jahre 1945 wurde es dann vollständig zerstört.

68. Im Jahre 1916 schien es, als würde in der Geschichte des Uracher Fremdenverkehrs ein neues Kapitel aufgeschlagen. Der Stadt war es gegen die Konkurrenz von zweiundsiebzig anderen Orten gelungen, die 'Deutsche Gesellschaft für Kaufmannserholungsheime' für den Bau eines Erholungsheims in Urach zu gewinnen. Am 10. September 1916 fand in Gegenwart des württembergischen Königspaares die Grundsteinlegung statt (unser Bild).

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