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Bad Wildungen in alten Ansichten Band 1

Bad Wildungen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Gerhard Kessler
Gemeente
:   Bad Wildungen
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2803-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Wildungen in alten Ansichten Band 1'

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39. Bald nach Fertigstellung des Badelogierhauses wurde nach Plänen eines Gartenbaudirektors aus Biebrich ein Kurgarten angelegt. Palmen und Bananenstauden brachten einen Hauch von Exotik nach Wildungen. Für sportliche Gäste entstanden in den neuen Anlagen je zwei Plätze für Lawn-Tennis und Croquet Spiele. 1905/06 wurde der Nordflügel des Badehotels mit dem runden Kuppelbau errichtet. Dieser Rundbau brannte während der amerikanischen Besatzungszeit aus, beim Wiederaufbau wurde die Kuppel schlichter gehalten, und die Jugendstilfassade verschwand ebenfalls. Die Blumen- und Rasenanlagen waren von den Amerikanern planiert worden, um als Abstellplätze für Panzer und andere Militärfahrzeuge zu dienen.

40. Zur Unterhaltung der Gäste wurden im neuangelegten Kurgarten auch zwei Musiktempel errichtet. Den kleinen Musikpavillon nannten die Wildunger scherzhaft 'Prager', denn die Musiker in jener Anfangszeit gehörten zu einer Wandergruppe aus Prag. Die Kosten für das Kurorchester mußte ursprünglich der Pächter der Wildunger Spielbank tragen. Um 1920 wurde dieser Pavillon beseitigt und die Kapelle spielte in der neuerrichteten Musikschale, die bereits auf diesem Foto zu sehen ist. Bei der Planung dieser neuen Orchesteranlage stand der Musikpavillon in Baden-Baden Pate.

41. Eine Aufnahme des Sauer- oder Stadtbrunnens aus dem Jahre 1891. Gegen Ende des vorigen Jahrhunderts wurde die Quelle nach dem 1893 verstorbenen Fürsten von Waldeck-Pyrmont, in GeorgVictor-Quelle umbenannt. Um den Gästen bei ungünstigem Wetter einen Schutz zu verschaffen, errichtete 1880 eine Berliner Firma die gußeiserne Wandelbahn. Die kleine hölzerne Trinkhalle mit der barocken Haube ließ man vorerst noch stehen. Im Winter 1890/91 wurde die Wandelbahn nach Osten hin verlängert, und die alte Trinkhalle verschwand. Beim Abbruch entdeckte man in einem Balken die Jahreszahl1667.

Bad Wildungl!n. Georg liktor-Quelle

42. Die Georg-Victor-Quelle nach 1892. Vornehme Kurgäste aus aller Welt beherrschten das Kurleben, Die jungen Wildungerinnen gingen sonntags mit ihren Schneiderinnen zur 'Quelle', suchten sich ein feines Kleid aus und ließen es sieh zu Hause kopieren. Bei schönem Wetter stellte sich der Fotograf auf einen Stuhl, klatschte in die Hände, und die Kurgäste versammelten sich vor der Wandelbahn. Auf diese Weise sind viele dieser Bilder entstanden. Die Saison begann im Mai und endete Anfang September. In den Wintermonaten waren die Wildunger wieder unter sich, die Ärzte begaben sich während dieser Zeit auf Auslandsreisen.

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43. Das Wasser der Georg-Victor-Quelle hat eine Temperatur von 10,4 Grad Celsius. Da diese für manche Gäste zum Trinken zu niedrig war, konnte dem Mineralwasser etwas heißes Wasser oder heiße Milch zugefügt werden. Beides, sowie auch Molke, wurde um 1900 von einem Schweizer aus Appenzell, der in der Nähe der Zapfsäule einen Stand mit Stickereien hatte, angeboten. Zu jeder Saison kam die Familie aus der Schweiz mit ihren Kühen angereist, Die Tiere weideten auf einer Wiese hinter der Wandelbahn, noch heute trägt sie wahrscheinlich deshalb den Namen 'Schweizer Wiese',

BAD WILDUNGEN

Wandelhalle (Geo'g Vieler-Quelle)

44. In der Wandelbahn unterhielten mehrere Wildunger Geschäfte Filialen. So 'Manufaktur- und Modewaaren -- C.F. Rothauge'. Als 'Specialitäten fûr Curgäste und alle das Bad besuchenden Fremden', bot er unter anderem an: 'Badetücher, Handschuhe, Regen-, Sonnen- und Touristenschirme, Glas, Porzellan, Galanterie- und Spielwaaren, aecht Kölnisch Wasser, Ansichten und Alben von dem Bade Wildungen, Hängernatten, Trinkbecher und Gläser.' Eine weitere Filiale betrieb Bachrach-Hirsch mit 'Manufakturwaaren, Schmucksachen, Handschuhen, Schirmen, Spazierstöcken, Hüten, Bändern und Spielwaaren'. Auch war eine Waage zur Benutzung der geehrten Curgäste aufgestellt. Man sieht, daß sich das damalige Angebot von dem heutigen nicht groß unterschiedet.

45. In der Nähe der Wandelbahn entstand 1879 eine ebenfalls aus Eisen hergestellte Kaffeehalle. Die Gäste sollten die Möglichkeit bekommen, im Freien, geschützt vor Wind und Wetter, ihren Nachmittagskaffee einzunehmen. Bewirtschaftet wurde das Café vom Badelogierhaus aus, Der Volksmund nannte es bald 'Café-Duck-Dich', weil die Halle so niedrig war, daß man immer das Gefûhl hatte, sich ducken zu müssen.

46. Der weltweite Ruf Wildungens als Nieren- und Blasenbad wurde maßgeblich durch seine Ärzte vor und nach der Jahrhundertwende begründet. Sie verstanden es, nicht nur die Heilwirkung der Quellen zu nutzen. Einen hohen Bekanntheitsgrad erlangten sie mit der Methode der unblutigen Blasensteinzertrümmerung, die 'Wildunger Operation' genannt. Das Bild zeigt zahlreiche Wildunger Ärzte um 1930, die zum Teil aus der sogenannten 'Wildunger Schule' um Dr. Marc hervorgegangen sind, Von links nach rechts: DI. A. Feiber, Dr. Wagener, Dr. F. Gude, DI. H. Krüger, Dr. H. Strauss, Sanitätsrat Dr. Bom, Dr. A. Weide, DI. Pflücker, Dr. G. Klose, Dr. Troll, Sanitätsrat Dr. Münter, Sanitätsrat Dr. F. Rörig und Sanitätsrat Dr. Abée.

47. Die Helenenquelle. Aus Dankbarkeit für ihre Genesung ließ Gräfin Juliane von Waldeck-Cuylenburg 1696 dem Salzborn ihre erste Fassung geben, 1876 wurde eine Trinkhalle im Stil eines griechischen Tempels errichtet. Bereits 1874 war in der Nähe des Brunnens ein Kaffeehaus mit Saal und einer offenen Halle entstanden. 1889 erwarb die Kurverwaltung von der Pariser Weltausstellung einen Musikpavillon und ließ ihn an der Helenenquelle aufstellen. Mittwochs und samstags spielte dort das Kurorchester. Die Gaste wurden mit Chaisen zu den etwas abseits gelegenen Anlagen gefahren. 1956 entstanden neue Trinkanlagen. Ihren Namen erhielt die Quelle nach der 1888 verstorbenen Fürstin Helene von Waldeck-Pyrmont.

48. Die erste Trinkhalle der Königsquelle im Jahre 1891. Im Frühjahr 1869 entdeckte Sanitätsrat Rörig in seinem Garten am Fuße des Schloßbergs aufsteigende Kohlensäurebläschen. Er ließ schürfen, und in fast vier Meter Tiefe fand man nicht nur die verschüttete Quelle, sondern auch deren sehr alte Brunnenfassung aus knorriger Eiche. Noch im gleichen Jahr wurde die Quelle vom Schützenverein festlich geweiht und zu Ehren des Schützenkönigs 'Königsquelle' genannt. Mit einem kräftigen Schluck wurde die Taufe im 'Hotel de Russie' (Hotel 'Königsquelle') nachgefeiert. Rörig verkaufte 1906 die Quelle mit sämtlichen Anlagen an die Heilquellen A.G., Königsquelle. Eine große Bedeutung hatte der Heilwasserversand.

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