Bad Windsheim in alten Ansichten Band 1

Bad Windsheim in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Michael Schlosser
Gemeente
:   Bad Windsheim
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2553-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Windsheim in alten Ansichten Band 1'

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19. Zu den historisch geschlossensten, sehenswertesten Plätzen gehört der Kirchplatz, der 1933 in Dr-Martin-Luther-Platz umbenannt wurde. Hier stehen das Stadtschreiberhaus (1570), die Lateinische Schule (1573, links) und das Rektorhaus (1599). Von dort aus führt eine Treppe zur Krärnergasse, das 'Rektorgäßchen'. Der 'Rote Rektor', so erzählte man sich früher, habe dort gespukt, Die Stadtkirche St. Kilian schließt im rechten Winkel direkt an das Rathaus an. Sie soll1190 bis 1216 anstelle der für 741 belegten Martinskirche erbaut worden sein und wird 1289 erstmals erwähnt. Bei dem verheerenden Stadtbrand 1730 blieben nur ihre Umfassungsmauern stehen. Bis 1743 wurde sie vollständig wiederaufgebaut.

Windsheim.

Marktplatz.

20. Diese Aufnahme zeigt den Markt nach Süden zum Unteren Markt hinab, wie damals die Kegetstraße hieß. Groß im Bild ist nochmal die reichgestaltete Fassade des wohl nach Plänen des bekarmten Gabriel de Gabrieli erbauten schloßartigen Rathauses, Davor befand sich im 17. Jahrhundert ein Schnellgalgen. Den Platz der alten Gerichtslinde, die hier bis 1537 gestanden hatte, nahm später dann der Kandelaber ein. 1933 entfernte man ihn, und 1939 verschwanden auch die in Windsheim Akazien genannten Robinien vor dem Rathaus.

21. Das 'Neue Haus' links hat dem Ansbacher Kanzler Georg Vogler während seines Exils 1533-1545 als Domizil gedient, ebenso dem Schwedenkönig Gustav Adolf, als er im September 1632 erneut in Windsheim war. Es soll 1512 errichtet worden sein, geht aber im Kern etwa auf dieselbe Zeit zurück wie sein mit 1350 zu datierendes Nachbargebäude, das 1974 abgerissene 'Schlezenhaus', Gegenüber steht das als einer der sehenswertesten Barockbauten der Stadt 1698 bis 1705 entstandene mächtige Haus des 1708 geadelten Oberrichters Augustin Keget. Das kleine Gebäude davor ist nach 1730 für seinen damals bis auf den Kellerhals niedergebrannten Vorgänger errichtet worden.

22. Die großen Staffeln, die Treppen vor den Häusern, die man bei dieser Partie vor dem Schönen Brunnen wieder bewundern kann, mußten später fast alle den neuen Verkehrsverhältnissen Rechnung tragen und weichen. Beim ersten Haus links oben an der Dachri. nne ist noch heute ein Hufeisen befestigt. Man sagt, daß am 5. März 1632, also nach Eroberung Windsheims durch die Schweden, als das Wanksche Regiment einritt, sich von dem galoppierenden Pferd des Oberstleutnants Andreas Küchenmeister ein Hufeisen losriß und so heftig hinaufgeschleudert wurde, daß es hier hängen blieb.

Windsheim i. Bay. - Schöner Brunnen

23. Als herrlichste Ansicht im ganzen Stadtbild wird der Weinmarkt mit dem Schönen Brunnen gerne bezeichnet. Nachdem man mit dem Kauf des Gutes Röllingshausen rnit Schloß im nahen Illesheim auch die dortigen Quellen erworben hatte, ließ man diese fassen und das Wasser nach Windsheim leiten. 1572 erbauten Jobst Jäger und Johann Crato, seinerzeit Bauherren der Reichsstadt, den ersten Brunnen. 1590 kam der Brunnentrog hinzu, 1626 ist die Bildsäule datiert. Links dahinter steht das Haus des Säcklermeisters Stahl mit seiner für Bad Windsheim einzigartigen Rokokofassade mit reichen Stuckornamenten. Über der Tür des Gebäudes rechts erinnert ein Relief an die einstige Ochsenmetzgerei.

24. Am 13. November 1727 ließ man die Figur des sagenhaften 'Stadtgründers' Windegast auf der Brunnensäule durch die Statue Kaiser Karls VI. ersetzen. 1903/04 mußte der gesamte Steinbrunnen, Kaiserfigur, Bildsäule und Becken, von dem Nürnberger Bildhauer Georg Leistner als Kopie neu geschaffen werden. Das vorliegende Foto mit dem Brunnen im Vordergrund warb um 1925 in vielen Zeitschriften für Windsheim. Aus der ständigen Diskussion darüber, ob es sich bei der Kaiserstatue um Karl V. oder um den zur Errichtungszeit regierenden Karl VI. handelt, resultierte ein alter Lokalwitz. Was stellt die Figur auf dem Schönen Brunnen vor? - Antwort: Das linke Bein.

Windsheim. Am schönen Brunnen.

25. In seinem Ursprung mit 1318 zu datieren und damit Windsheims ältester Fachwerkbau war das 'Göß-Haus' rechts. Es wurde 1974 abgerissen, mußte aber nach der alten Ansicht wiedererrichtet werden. Die rundbogige Toreinfahrt zum benachbarten Patrizierhaus der 'Windsheimer Zeitung' ist mit 1746 bezeichnet. In dem 1699 erbauten heutigen Kaufhaus links neben der Sattlerei, mit dem kleinen umgitterten Vorgarten, befand sich seinerzeit eine Drechslerei. Verblüffend ist, daß man am Brunnen das geschmiedete Gitter wegretuschiert hat! Es besitzt heute Denkmalwert und hat sich als nunmehr einziges Bestandteil aus der Errichtungszeit des Brunnens erhalten.

Windsheim

Herrençasse.

' ..

26. Die Herrngasse hieß im Volksmund früher auch einmal 'Brünnegass' " dort gab es zeitweilig vier Anwohner mit dem Namen Brünner. Am Eckhaus links wirbt ein Zylinder als Ausleger für den Hutmacher Georg Reiner, später war hier das Hutgeschaft der Modistin Anna Deier. Das nächste Gebäude führt in einem im Rokokoschmuck verzierten Reliefstein das Schriftband '17 IüHANN BLANCK 91', ist ursprünglich aber älter. Rechts beginnt die Straße mit einer alteingesessenen Eisenhandlung, weiter hinten das 'Jakob-Anwesen' (1974 abgebrochen) und das Gasthaus 'Zur Sonne'.

27. Blickfang dieser Aufnahme vom Kornmarkt ist das 'Steller-Haus'. Georg Wilhelm Steller, 1709 in Windsheim geboren, war ein bedeutender Zoologe und Naturforscher und verschaffte sich einen Namen als Entdecker vieler bis dahin unbekannter Pflanzen und Tiere und durch eine Fülle naturwissenschaft licher Arbeiten. 1746 starb er im sibirischen Tjumen. Das übernächste Haus des Glasers Streckfuß ist heute eine Apctheke, die seit 1838 schon gegenüber als Stern-Apotheke bestanden hatte.

28. Als Windsheims erster Buchdrucker arbeitete ab 1685 Adam Christian Redelhamer. Sein Nachfolger war Franz Köngott, der vom 1. Januar 1754 an erstmals eine 'Windsheimer Zeitung' herausgab. Sein Betrieb bestand bis etwa 1787. 1848 gründete Johann Martin Bischoff eine Druckerei mit Verlag und gab das 'Windsheimer Wochenblatt für Stadt und Land' heraus, aus dem dann unsere heutige Tageszeitung wurde. In den Jahren 1902-1914 entstand sie am Kornmarkt neben dem Haus des Säcklers Baumann. Beachtenswert sind der Landauer und die Chaise auf diesem Foto von 1904. Rechts steht ein alter Bierwagen.

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