Bad Windsheim in alten Ansichten Band 1

Bad Windsheim in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Michael Schlosser
Gemeente
:   Bad Windsheim
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2553-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Bad Windsheim in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

29. Eine lange Tradition hatte das Bäckerhandwerk in diesem Anwesen aus dem 17. Jahrhundert in der Pfarrgasse. Um 1917 entstand das Bild dieses Straßenzuges, in dem sich von der Substanz her relativ wenig verändert hat. Lediglich ein kleines Wohnhaus vor dem einstigen evangelisch-lutherischen Dekanat, das man als letztes Gebäude vor der Straßenbiegung erkennen kann, ist einer Garage gewichen.

30. Schräg gegenüber dem früheren Dekanat steht das Haus, das wohl auch namengebend für die Gasse selber wurde Windsheims ältestes nachgewiesenes Pfarrhaus. Das stattliche, dreigeschossige Traufseithaus stammt aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert. Bemerkenswert ist die zur Straße gelegene Holzgalerie im Ob ergeschoß. Das kleine Anwesen nebenan existiert nicht mehr,

31. Durch die Nehrgasse kommt man zum Haus des Bäckermeisters Handschuh in der Alten Weed, in der 1904 gerade Bauarbeiten durchgeführt werden. Die 'Bierbrauerei von Joharm Roth' gehörte zu den insgesamt 25 Brauereien zu jener Zeit in Windsheim. Viele ihrer Eiskeller unter der Innenstadt bestehen noch. Zwei Brauereien sind jetzt geblieben, von denen die eine 1923 aus einem Zusammenschluß von anfangs fünf Betrieben entstanden ist.

32. Der Rundgang führt zum Schüsselmarkt. Bei einem Bliek in die Hage1steingasse vor 1914 bot sich dieses beschauliche Bild. Zeitweilig war hier eine Bäckerei

gewesen. Das kleine Häuschen daneben gibt es nicht mehr, ebenso wenig die Bäume, 1909 vermerkt die Stadtchronik, daß sich unter den Hausbesitzern immer mehr die Sitte einbürgert, vor ihren Anwesen eine Spa-

? lierobstan1age einzurichten.

Winosheim Sdüûsselmarkz

33. In entgegengesetzter Richtung zeigt diese Karte die gesamte westliche Häuserzeile am Schüsselmarkt und die Stellergasse bis zu der gegenüber der Straßeneinmündung an der Pastoriusstraße liegenden Gaststätte. Das Eckhaus im Vordergrund erzählt auf zwei Gedenktafeln von 1908 einiges aus der Schwedenzeit. Die an der Schüsselmarkt-Seite hat den Aufenthalt der Gattin Gustav Adolfs, Maria Eleonore, in diesem Haus im September 1632 festgehalten. Die letzte Kugel, von der Windsheim bei der Schwedenbelagerung 1648 hier getroffen wurde, ist oberhalb einer entsprechenden Hinweistafel an der anderen Seite eingemauert worden.

Windsheim Mijr.

34. Eines der ältesten Wirtshäuser in Windsheim ist diese Weinstube, die im Giebel die Jahreszah11528 trägt, deren Kernbau aber bis 1333/34 zuriickreicht. Ein Anbau stammt von 1368 und 1442 wurde das Gebäude grundlegend umgebaut. Älter noch ist das Nachbarhaus, dessen Ursprung 1329 festzulegen ist. Nach dem langjährigen Besitzer, der auch das letzte Lebensmittelgeschäft unterhielt, war es als 'Hahnemann-Haus' bekannt. 1971 wurde es abgerissen. Zwischen beiden Häusern liegt das 'Kronawirtsgäßla'.

35. Im Jahre 1525 führte Unzufriedenheit über die Arbeit des Rates unter den Bürgern zu einem Aufstand. Aus heute nicht mehr feststellbaren Gründen rebellierten auch die Windsheimer Frauen und konnten nur mit Mühe vom damaligen Bürgermeister Hagelstein beruhigt werden. Diese Geschehnisse bilden den Hintergrund zu einem dramatischen Fries, einem Schauspiel mit dem lautmalerischen Titel 'Rumtumtibum' nach dem Klang der Trommeln. Unter Mitwirkung von über 160 Windsheimer Bürgerinnen und Bürgern wurde das Festspiel auf dem zu einer Freilichtbühne umgestalteten Schüsselmarkt - im Hintergrund die zuvor beschriebenen Häuser - am 26. Juli 1925 uraufgeführt. Dabei stellten sich alle Mitwirkenden dem Fotografen. Das Stück wurde auch verfilmt und im August beim Heimatfest wiederholt.

36. Kaum wiederzuerkennen ist dieses Gebäude, wo jetzt die Landespolizeiinspektion ist. Bis zum l. November 1958 hatte Windsheim übrigens eine eigene Stadtpolizei. Ein Rentamt bestand seit 1862 im Rathaus. Das Foto von 1904 zeigt die Rentamtmannswohnung, bevor man sie in den folgenden Jahren bis 1908 als Rentamt so umgebaut hat, wie wir das Haus heute besser kennen: Das Tor ist zur rechten Seite hin verlegt worden, das Gebäude wurde aufgestockt. Dabei verschwand natürlich auch die alte Fassade, die bis dahin noch der des Nachbarhauses entsprach.

winàsheim Klosterplatz

37. Vom Klosterplatz aus gesehen zeigt sich jetzt das Rentamt nach dem Umbau. Daneben in dem stattlichen Massivbau aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts mit dem schönen Portal saß der Credit- oder Vorschußverein. Links steht das alte Schulhaus, das nach dem Abbruch des früheren Fleischhauses 1843-1851 (es hatte finanzielle Schwierigkeiten gegeben) als Knabenschule erbaut wurde. Die Mädchen gingen damals in die Lateinschule. Das kleine Gebäude davor von 1851 war die Stadtwaage. Gegenüber steht ein Kellerhaus, an dessen Stelle man 1920 das Neue Schulhaus errichtete.

Windsheim.

Klosterplatz.

38. Recht 'unnahbar' zeigte sich - ganz im Gegensatz zu heute - die Stadtbibliothek. 1291 wurde ein Kloster der Augustinereremiten gestiftet, das am 15. Mai 1525 mit seinem gesamten Besitz an die Stadt übergeben wurde, als die letzten Mönche das Kloster verließen - die Reformation hatte in Windsheim Fuß gefaßt. Drei Jahrhunderte später riß man das bis an die Straße heranreichende Langhaus der Kirche wegen Baufälligkeit ein und vermauerte die hier dem Betrachter zugewandte Westseite. Im so entstandenen Klosterplatz hatte man bis zur Neupflasterung 1853 noch den Grundriß der Kirche erkennen können. 1713 fielen auch die Konventsgebäude, so daß vom Augustinerkloster einzig der Chor der Kirche übriggeblieben ist.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2020 Uitgeverij Europese Bibliotheek