Bad Windsheim in alten Ansichten Band 1

Bad Windsheim in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Michael Schlosser
Gemeente
:   Bad Windsheim
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2553-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Windsheim in alten Ansichten Band 1'

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Windsheim

39. Gut erkermbar ist die alte Choranlage mit den teilweise zugemauerten Fenstern auf dieser Aufnahme mit den Türmen von Rathaus und St. Kilian im Hintergrund. Der 1616 angebaute FachwerkTreppenturm führt zu einem durch Einzug einer Zwischendecke entstandenen Obergeschoß, in dem der Rat einen Saal für die 1559 gegründete Bibliothek einrichten ließ. Sie wurde bis zum Reichsstadtende systematisch vermehrt, dazu kamen nennenswerte Schenkungen. So umfaßt die heute erstmals hauptamtlich betreute Stadtbibliothek (zu der auch die Reste der 1525 mit dem Kloster übergebenen Bibliothek der Mönche gehören) 5 400 Bände aus allen Wissensgebieten, darunter mittelalterliche Handschriften, Inkunabeln (die ersten Drucke bis 1500) und viele andere kostbare und seltene Werke.

40. Am Hafenmarkt sieht man rechts im Hintergrund die Seekapelle. Hinter der heutigen Metzgerei in der Bildmitte steht versetzt das dreigeschossige Fachwerkhaus aus dem 17. Jahrhundert, in dem sich bis zur Jahrhundertwende die Stellwagsche Rotgerberei befand. Halb verdeckt dahinter liegt ein weiterer Fachwerkbau, 1619 datiert. Einst eine Bierbrauerei, ist es seit 1895 in Familienbesitz, war Büttnerei, Kelterei und Brennerei und ist heute Weinhandlung.

41. Die Partie von der Jaeckelgasse aus: Die mächtigen Dachböden und die breiten Lukenöffnungen zur Durchlüftung und Trocknung des Rohmaterials rechts erinnern an die Zeiten der GerbereL Hier begann Windsheims Entwicklung zur Kur- und Bäderstadt, als man - am 12 Juli 1891 - im Keller eine BitterquelIe angestochen hatte. 1902 kauften der Würzburger Johann Georg Schwarz und sein gleichnamiger Onkel, in Windsheim der 'Samen-Görg', das Anwesen zur Auswertung des Wassers als Heilquelle. Die 'St-AnnaQuelle' war entdeckt. 1955 wurde sie behördlicherseits gesperrt. 1967 riß man das stadtgeschichtlich so bedeutungsvolle und schicksalsträchtige Haus ab. Nur noch der Quellschacht erinnert an den Beginn von 'Bad' Windsheim.

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42. Von Windsheims letzter Stadtbefestigung geben alte Pläne und Abbildungen einen recht genauen Eindruck. Diese Ietzte Erweiterung von 1424-1428 bestand aus einer ziegelgedeckten Mauer mit einem Wehrgang rund um die Stadt, dazu 20 Türme und drei Tore, Auf dem acht Meter breiten Wall zwischen dem Doppelgraben vor der Mauer konnten sich zwei Fuhrwerke begegnen, Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde die gesamte Befestigung abgebrochen. Ihre Linie ist aber am Verlauf der WaUgärten noch zu verfolgen. Erstmals erwähnt wird eine Stadtmauer schon 1302, der Graben dazu 1317. Um 1379 muß sie erweitert und verstärkt werden. Von dieser Mauer gibt es immer wieder Grabungsfunde. Ein Stück davon vermutete man in dieser Garten Mauer an der Ecke Kumpfgasse/Knörrgasse.

43. Auf dem Weg zur Seegasse stößt man am Ende der Knörrgasse auf ein Fachwerkgebäude aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, vorne auf dieser recht alten Aufnahme. Der heute so schmucke Bau war zu reichsstädtischen Zeiten und auch später bis 1859 noch das Gefängnis oder, wie es offiziell hieß: die Fronveste. Daneben stand bis zu seinem Abbruch 1777 ein Turm, auf dessen Dach die Störche nisteten, wonach man ihn kurz das 'Storchennest' nannte. Eine Färberei befand sich über lange Zeit hinweg in dem sehenswerten Haus von 1754 geradeaus im Hintergrund.

44. Beliebtes Motiv der Künstler und Fotografen ist der Malerwinkel bei der Seekapelle, im Bild die älteste bekannte Postkarte. Die Schmiede von 1562 links ist noch nicht umgebaut. 1400 stiftete der vermögende Windsheimer Ratsherr Peter Kumpf die Kapelle Maria am See, die Seekapelle. 1402 wurde sie geweiht. Sie lag anfangs außerhalb der Stadtbefestigung, vor dem alten Seetor. Ein zu Verteidigungszwecken genutzter See im Süden der Stadt reichte damals bis an ihre Mauern. 1587 erhielt sie das wunderschöne und seltene Buntziegeldach, das 1717 erneuert wurde. 1980 konnten aufwendige Restaurierungsarbeiten beendet werden.

45. Das See1haus St. Martha, eine Pilgerherberge, wurde 1401 ebenfalls von Peter Kumpf gestiftet. Seit 1792 steht an seiner Stelle das Barockhaus, von dem links noch ein Teil zu sehen ist. Die drei gleichartigen Häuser wurden 1749 vom Stadtbaumeister Johann Michael Krauß im sogenannten Markgrafenstil erbaut. Unter seiner Regie wurde 1739-1743 auch der Nordturm von St. Kilian wiedererrichtet. Und er führte 1740 die Kartoffel in Windsheim ein. Sehr schön ist auf diesem Foto von 1904 auch der Eichbrunnen in der Seegasse zu sehen. Am Ende der Straße stehen der Ochsenhof und die Turnhalle.

46. Ein Wagnermeister und später ein Hafnermeister hatten dieses Haus ziemlich am Ende der Seegasse bewohnt, bevor es dann der Kaufmann Georg Hofmann übernahm, um hier 'Specerei & Farbwaren' anzubieten. Schräg gegenüber wurde 1537 ein Getreidespeicher errichtet, der zu den schönsten Fachwerkbauten der Altstadt zu zählen ist und nach dem früheren Namen einer Gaststätte in seiner Nähe 'Ochsenhof" genannt wurde. 1981 ist dort das Heimatmuseum als 'Museum im Ochsenhof' neu eröffnet worden, wo es nun seine sehenswerten volkskundlichen und stadtgeschichtlichen Bestände in neu konzipierter, ansprechender Forrn präsentieren kann.

47. Die Seegasse von ihrem Ende bis zu den Häusern gegenüber der Seekapelle: Im Vordergrund steht die 1890 an historischer Stelle, auf dem ehemaligen Stadtgraben, errichtete Turnhalle. Sie wurde auch vom Turnverein genutzt, aus dem sich gewöhnlich die Feuerwehr rekrutierte. Der Turm diente ihr zu Ubungen und zum Trocknen der Schläuche, Ungefähr davor stand das Seetor der letzten Stadtbefestigung, das im Dezember 1877 zum Abbruch freigegeben wurde.

Winosheim Gesamtansicht

48. Eine interessante Gesamtansicht ergibt sich von weiter östlich. Die beiden Häuser vorne an dem schmalen, einfachen Feldweg - heute die Nürnberger Straße! - stehen noch, das verdere verputzt und baulich verändert. Rechts davon, weiter zur Stadt hin, lag 'Deiningers Garten'. Hier nahm das letzte Kapitel der Windsheimer Stadtbefestigung seinen Anfang, als am 16. August 1875, morgens um 4 Uhr, ein Stück der Mauer einstürzte, Am Abend zuvor hatte man dort noch ein Militärkonzert mit Blechmusik veranstaltet. Und daher ging auch in Windsheim das Wort um von den 'Trompeten von Jericho' ...

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