Bad Windsheim in alten Ansichten Band 1

Bad Windsheim in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Michael Schlosser
Gemeente
:   Bad Windsheim
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2553-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Windsheim in alten Ansichten Band 1'

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49. Auf dem Weg zum Holzmarkt steht am Ende der Engerergasse, 1912, das Anwesen des Bandagisten Johann Baumann, Rechts ragt ein Stück des Gebäudes in das Bild, in dem sich bis 1911 die Reichsposthalterei befand. Sie gab auch der kleinen Postgasse in der Nähe den Namen. Dort traf man sich früher unter schattigen Bäumen im 'Straußengärtla', einem beliebten Gastwirtschaftsgarten.

Windsheim (M.-Fr.) Holzmarkt

50. Das Wirtshaus am Holzmarkt, links, stammt von 1750, der rückwärtige Zwerchbau allerdings aus dem 15. Jahrhundert. Leider nicht zu sehen sind von hier aus zwei dahinter liegende Gebäude mit beeindruckenden Vollwalmdächern, einer der bedeutendsten und einer der ältesten Holzbauten Frankens: der Bauhof von 1441/42 und die Prellsche Scheune von 1398. Dafür zeigt diese Postkarte aber rechts den machtigen Bau einer der zwei alten Roßmühlen der Stadt. Bei ihrem Abbruch um 1920 soll sie eine derartige Holzmenge mit Balken bis zu 40 Zentimeter Stärke ergeben haben, daß die Fuhrwerke wochenlang zu tun natten, um den Platz zu räumen. Und dennoch war sie die sogenannte kleine Roßmühle im Gegensatz zu der großen 'bei der Stadtmauer', am Hainserwall.

51. So sah die Rothenburger Straße mit der Spitalkirche um 1900 aus, Das Hotel 'Goldener Stern' in der Mitte rechts bestand seit etwa 1840. 1903 riß man es ab und ersetzte es durch zwei Neubauten. Es war lange Zeit das erste Hotel am Ort. Hier wohnte am 6. und 7. September 1875 Prinz Luitpold von Bayern. Die Postwagen zum Bahnhof Steinach hielten vor dem Hotel, um eventuell Gäste mitnehmen zu können. Das Haus besaß einen eigenen 'Hotelomnibus', der zu allen Zijgen zum Bahnhof fuhr. Für die Kinder damals war es ein Vergnügen, wenn sie sich auf die Trittbretter setzen und mitfahren durften. Am Ende sieht man eine der zwei 1884 zur Erinnerung an das Rothenburger Tor beiderseits der Straße aufgestellten Granitsäulen.

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52. Bei dieser Aufnahme aus entgegengesetzter Richtung einige Jahre später ist das Hotel bereits verschwunden. Aus 'Mitleid mit den Armen und Kranken' hatte Anfang des 14. Jahrhunderts der Windsheimer Bürger Konrad Förster das Heilig-Geist-Spital gestiftet. 1318 bestätigte der Bischof von Würzburg die Stiftung des Spitals samt Kapelle zu Ehren des Heiligen Geistes. Diese Spitalkirche dürfte um die Mitte des 14. Jahrhunderts vollendet gewesen sein. Zur Innenausstattung gehören auch eine Kanzel und ein Altar von dem Windsheirner Holzschnitzer Georg Brenck. Der Turm mit dem bemerkenswert schönen alten Uhrwerk steht übngens leicht nach Norden geneigt.

Windsheim (M.-Fr.) Rothenburger StraBe

53. Ein wichtiges Gebäude in diesem Stück der Straße von ihren westlichen Eckhäusern an - allzu auffällig als Fotomontage hineingeklebt sind Auto und Kutsche - ist das 1968 abgerissene Spitalhaus, die Alte Pfründe von 1730-1740. Es war direkt an die Kirche angebaut und barg in der Frontwand möglicherweise im Kern die Südmauer des mit ihr in Zusammenhang stehenden spätmittelalterlichen Spitalgebäudes. Dabei ist fraglich, ob es sich ursprünglich einmal um einen Westchor oder eher um einen mit der Kirche verbundenen Krankensaal gehandelt hat. Das dritte Haus links hat 1958 einen modernen Nachfolger bekommen.

54. Als ältestes erhaltenes fotografisches Dokument in der Stadt muß derzeit diese Aufnahme gelten, die den Rothenburger Torturm von Westen und Reste der sich anschließenden Stadtmauer mit bereits abgedecktem Wehrgang zeigt. E. Hofmann (sein Geschäft begegnete uns am Anfang in der Bahnhofstraße) fertigte das Foto 1883 an, also kurz bevor man im selben Jahr den fast 26 Meter hohen Turm und damit den letzten Zeugen der alten Befestigungsanlage abriß. Wenn auch die Stadtmauer nicht mehr zu retten war, so hätte man die lUS haltbarerem Steinmateria1 erstellten Tortürme nach heutiger Meinung doch erhalten können, Immerhin aber kann an dieser Stelle auf die im 'Museum im Ochsenhof' aufgestellten maßstabgetreuen Modelle verwiesen werden.

55. Auf der Straßenecke vor dem jetzigen Dr.-MartinLuther-Haus stand eine Geleitsäule, die die alte Stadtgrenze markierte: das sogenannte Stiftungskäppele. Der ursprünglich bemalte Bildstock aus der Mitte des 15. Jahrhunderts war auch aufgrund der Seltenheit solcher Säulen von größtem kunstgeschichtlichen Wert. Die beiden Reliefs und die zwei Heiligenstatuen waren jedoch durch Steinfraß schon sehr beschadigt. Nach über zehnjährigem Papierkrieg wurde 1965 das Käppele zu einer grundlegenden Restaurierung abgebrochen. Dann ergab sich aber, daß es nicht mehr zu retten sei. 1966 stellte man stattdessen gegenüber in der Friedhofsanlage eine - nicht gerade glückliche Nachbildung auf.

56. Kam man wie hier vom Spitalwall, ging es beim heutigen Feuerwehrgerätehaus auf der zu den Wallgärten gelegenen Seite der Straße zum Alten Brunnen hinab und dann wieder zur Rothenburger Straße hinauf. Der Brunnen spendete das beste Wasser in der Stadt. Hier konnte man spielen und im Winter herrlich rodeln. Im Sommer waren oft die Gänse beim Wasser. Jeder Windsheimer, der diesen Winkel noch kennt, denkt wohl nur zu gerne und mit ein wenig Wehmut an den Alten Brunnen. Der hintere, ansteigende Abschnitt wurde 1951 wegen Einsturzgefahr zugeschüttet. Eine Rundbogennische mit Steinbank bildete danach den Abschluß, bis dann schließlich 1962 der Alte Brunnen ganz aufgefüllt wurde.

57. Ein Bliek in den geräumigen, viereckigen, heute wieder sehenswerten Innenhof des Spitals zeigt einen Teil des umfangreichen Gebäudekomplexes, Rechts ist das Dach des Anbaus an die Kirche nochmals zu sehen. Am 3. Dezember 1730 ging vom Spital die schwerste Feuersbrunst aus, von der die Stadt je betroffen wurde, und deren Spuren man indirekt an vielen Stellen begegnet. Selbst wenn man die große finanzielle Unterstützung bedenkt, die Windsheim seinerzeit bei einer 'Brand-Collecte' erhielt, bleibt es dennoch beeindruckend, wie schnell und rnit wieviel Bürgergeist Spital, Rathaus, Kirche und die anderen zerstörten Gebäude wieder aufgebaut worden sind.

@"tlUSS aus ~indsheim

58. Als Bad Windsheims Barockstraße könnte man die Wassergasse bezeichnen. Besonders deren nördliche Seite, die man hier von der Spitalgasse aus sieht, zeigte hoch bis vor wenigen Jahren ein baulich kaum verändertes, geschlossenes Bild. Das am Scheitelstein der Haustür mit 'JLD 1806' bezeichnete Eckhaus rechts war übrigens einst eine Messerschmiede und später eine Kunstdrechslerei,

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