Bad Windsheim in alten Ansichten Band 2

Bad Windsheim in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Michael Schlosser
Gemeente
:   Bad Windsheim
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6346-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Windsheim in alten Ansichten Band 2'

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69 Natürlich gehörten Musik, Tanz und Gesang zu den allseits beliebten Vergnügungen. 192 2 gab es den 'Gesangverein 1835', den Gesangverein 'Liederkranz' und den Arbeitergesangverein 'Vorwárts'. 1913 wurde der hitsigen Musikkape11e

das Recht zur Führung des Titels 'Stodtkopelle' eingeräumt. Aus einem 'Kursus für moderne Tänze' des geprüften Tanzlehrers Bernhard Schirmer

1 91 9 entwickelte sich der Verein ' Gesellschaftszirkel Serenitas', um Tanz und Theater, Gesang und Musik zu pflegen. Schon 1901 hatte Schirmer einen seiner ersten Tanzkurse gehalten, deren Teilnehmer sich, mit ihm ganz rechts, im Hof der Turnhalle fotografieren lassen haben. Auch diese Aufnahme ist sogar als Postkarte aufgelegt worden.

70 Ein herausragendes Ereignis der zwanziger [ahre, und damit bringt uns der Rundgang zum Schüsselmarkt, war die Aufführung des Festspiels 'Rumtumtibum - der große WindsheimerWeibersturm' am 26. Juli 1925, das beim Zweiten Heimatfest im August wiederholt und verfilmt wurde. Ereignisse aus dem [ahr 1525 bildeten das Thema zu diesem ' dramatischen

Fries'. An dem 'Stadtspiel' auf dem zu einer Freilichtbühne umgestalteten Schüsselmarkt wirkten über 160 Windsheimer Bürgerinnen und Bürger mit. Wir zeigen hier einmal nicht die so häufig veröffentlichten Szenen vom Festspiel, sondern das Heimatfesttreiben auf dem Platz vor dem 'Gast-

haus zur goldnen Krone' mit der Zuschauertribüne im Hintergrund.

71 Der gleiche Schauplatz, aufgenommen wohl vom für die Bühne aufgebauten Torbogen, zeigt wiederum vor dem Gasthaus die Tische mit den fröhlichen Weintrinkern, weiter vorne die Musikkapelle bei der Probe und links in der Mitte den jungen Mann mit dem Fahrrad, das im vorherigen Bild noch zum Teil rechts am Rand zu sehen ist. Hinter ihm an der Hauswand steht aufnahmebereit ein Fotoapparat. Der mit

, 1528' bezeichnete Giebel des im Kern von 1333/34 stammenden Gasthauses wurde 1929 freigelegt; dabei änderte man auch den Namen in 'Zu den drei Kronen', weil der Schwedenkönig Gustav Adolf ('Dreikronenwappen')

1632 häufiger Gast gewesen sein soll. Das Haus daneben von 1329 mit der 'Handlung Fritz Pfundt', zuletzt als 'Hahnemann-Haus' bekannt, wurde 1971 abgebrochen.

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72 Durch die Hagelsteingasse erreichen wir den Sauberplatz (in Erinnerung an die wohltätigeArmenstiftung von Stadtsekretär Sauber, 1845) mit demAnwesen des Ökonomen Gearg Thürauf. Die Stadtchronik berichtet, daß der am 17. März 1908 gegründete 'Verschönerungs- und Fremdenverkehrs-Verein' sogleich im Mai desselben [ahres, also als eine seiner ersten Maßnahmen überhaupt, gegenüber (hier im Rücken des Fotografen) eine englische Anlage hergestellt hat. Auf dem schräg gegenüberliegenden Platze, auf dem die im Jahre 1778 abgebrochene Kirche zum Allerheili gen im Haug stand, wurde ein einzelner Baum angepflanzt. Seine

Äste ragen gerade noch rechts in das Bild, und auch die' englische Anlage' existiert heute noch, wenngleich in eher unauffälliger Form.

73 Ganz am Anfang haben wir den Bereich der Schäfergasse und Fuchsengasse in frühen Aufnahmen außerhalb des Mauerrings gezeigt und hier in der Fuchsengasse verlassen wir auch wieder die Altstadt. An dieser Stelle sollen einmal keine weiteren Erläuterungen folgen, um die Stimmung dieser bezaubernden Fotografie ganz für sich wirken zu lassen.

74 Ein letzter Blick auf die Stadt. Die weiße Blütenpracht in dieser Aufnahme um 1 92 5 erweist sich beim genauenHinschauen schnell als Ergebnis guter Retuschierarbeit. Sie ist allerdings nicht freie Erfindung, sondern hat einen ganz realistischen Bezug, wie die anfangs bereits zitierten Erinnerungen eines Augenzeugen an die Größe und Schönhei t der riesigen Obstbäume in den Wallgärten schon gezeigt haben. Und auch der Stadtchronist rühmte seinerzeit neben dem immermehr gepflegten historischen Stadtbild die bekannte Blütenpracht, namentlich unserer östlichen Wallgärten.

75 Die von dem Stadtrundgang durstig Gewordenen könnte es, damals wie heute, zum Schießhaus ziehen. Für diese Aufnahme von etwa 1 91 0, links hinten die Kegelbahn, hat sich zu der Familie und dem Personal des Wirtes vermutlich Stadtschäfer Hartmann mit seinen Hunden gesellt, der 192 9 für seine 40jährige Dienstzeit geehrt wurde. Schon in den ältesten erhaltenen Stadtrechnungen Ende des 14. Jahrhunderts gibt es regelmäßige Hinweise auf das Schützenwesen, das heute in der 'Kgl. priv. Schützengesellschaft 1463 Bad Windsheim' weiterlebt. Nach einer schon früher belegten Zielstatt

und einer Schießhütte wurde 1491 das erste Schießhaus errichtet, ein Nachfolgerbau 1659, während dieses Haus 1828 entstand und 1966 einem Neubau weichen mußte.

76 Vom Schießhaus oder direkt von der Fuchsengasse, entlang den alten Wallgärten über den Schwedenwall oder die Hilpert-Ellrodt-Promenade, führt der Weg weiter zur Winterung. Seither wurde zum Schlittschuhlaufen und zu Zwecken des Eissportes dieAisch benützt, berichtet die Chronik, ab Dezember

1875 jedoch die Winterung

als Eisplatz bestimmt. Noch heute ist sie bei entsprechender Witterung der 'Eisplatz' . Vor allem aber ist die Gegend um Winterung und Aisch, wie hier, eine Stätte der Entspannung, Ruhe und Erholung, wo sich vielleicht das Bad Windsheim van heute noch am wenigsten unterscheidet von dem in diesem Buch dargestellten Windsheim der Jahrzehnte um die [ahrhundertwende.

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