Badenweiler in alten Ansichten

Badenweiler in alten Ansichten

Auteur
:   Johannes Helm
Gemeente
:   Badenweiler
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2931-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Badenweiler in alten Ansichten'

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Hotel Römerbad, Badenweiter.

20. Der Enge des Ortskemes, wo bereits im 18. Jahrhundert vier Badegasthäuser dicht beieinander lagen, wich 1823 der Pächter des Gasthauses 'Stadt Karlsruhe' (heute: Parkhotel), Wilhe1m Schnell, aus, als er von der Herrschaft ein Gelände am Westrand des Kurortes erwarb, um einen eigenen Gasthof zu erbauen. Er gab der Neugründung den traditionsbewußten Namen Römerbad, machte aber schon 1824 bankrott. Johann Jacob Joner erwarb den Betrieb. In dieser Familie blieb das Unternehmen bis zum heutigen Tag. 1880/81 wurde das Haus unter Ludwig Joner umgebaut, wobei man den quadratischen Innenhof überdachte, so daß der Hofsaal entstand. 1903 ließ Ludwig Joners Witwe Bertha Joner den Südwestflügel anbauen.

21. Den achteckigen Hofsaal im Hotel Römerbad umzogen zwei von Säulen getragene Galerien. Große Fenster im Kuppelgeschoß gaben dem Raum viel Licht, das sich in zahlreichen venezianischen Spiegeln brach. Figurale Dekorationen, Stuck und Malerei verliehen dem Raum eine unübersehbare Eleganz. Die Witwe Ludwig Joners, Bertha Joner, die den von ihrem Mann begonnenen Umbau tatkräftig vollendete, widmete ihr Interesse nicht nur dem eigenen Haus, sondern nahm darüber hinaus regen Anteil an der Entwicklung des Kurortes. Ihr wurde 1924 anläßlich des hundertjährigen Bestehens des Hotels die Ehrenbürgerschaft von Badenweiler verliehen.

22. Seit der Mitte des 17. Jahrhunderts ist ein 'Badwirt zur Sonne' in den Kirchenbüchern von Badenweiler nachweisbar. Sein Gasthaus stand dort, wo sich heute das Markgrafenbad erhebt. Nach mehrmaligem Besitzerwechsel im 18. und 19. Jahrhundert ging das Unternehmen 1868 in das Eigentum des Staates über, der den seinerzeitigen Besitzern im Tausch dagegen die sogenannte Joner'sche Brauerei überließ, auf die der Gasthausname 'Zur Sonne' übertragen wurde, Das alte Fachwerkhaus mit seinem Laubengang hat trotz verschiedener Umgestaltungen seinen Reiz bis in unsere Tage behalten.

23. Die dampfbetriebene Schmalspurbahn, die seit 1896 Badenweiler mit der 'großen Welt' verband, wurde 1914 elektrifiziert. Statt der fauchenden Lokomotiven zogen nun schmucke Triebwagen die Anhänger vom Bahnhof Müllheim zum Kurort herauf. Es gab da geschlossene Winterwagen, in denen man vor Wind und Wetter geschützt war, und offene Sommerwagen, die den Fahrgast schon auf der Anreise in den Genuß der frischen Luft kommen ließen. Neben den Kurgästen waren Arbeiter und Bauern und vor allem Schüler ständige Nutznießer der Fahrgelegenheit. Sie vollendeten im 'Bähnle' oft ihre Hausaufgaben, wenn daheim die Zeit oder das eigene Wissen nicht ausgereicht hatten. Sie waren es auch, die dem Zugpersonal so manchen Streich spielten!

24. Endstation war der Bahnhof Badenweiler, wo die Züge zu neuer Fahrt zusammengekoppelt wurden. Die Triebwagen legten eine tägliche Fahrtstrecke von 400 Kilometern zurück. Das waren jährlich 146000 Kilometer, was etwa dem dreieinhalbfachen Erdumfang entspricht! 1913 wurden insgesamt 291 893 Fahrgäste befördert, In der gesamten Betriebszeit (1896-1955) gab es nur drei schwere Unfälle, ohne daß dabei ein Verschulden der Bahn hätte nachgewiesen werden können. 1924 mußte eine Stillegung der Strecke erwogen werden, da die zunehmende Motorisierung die Rentabilität der Bahn in Frage stellte. Das wiederholte sich im Zug der Weltwirtschaftskrise 1929/30, als mancher Arbeitslose aus Sparsamkeit gezwungen war, zu Fuß zu gehen.

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