Baiersbronn in alten Ansichten

Baiersbronn in alten Ansichten

Auteur
:   Walter Kull
Gemeente
:   Baiersbronn
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2750-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Baiersbronn in alten Ansichten'

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19. In Baiersbronn ist der Winter eine Zeit besonderer sportlicher Aktivität. Um 1900 hat es hier die ersten Skifahrer und 1906 schon einen Schneeschuhverein gegeben. 1909 wurde im Bergergrund die erste Sprungschanze gebaut. Eine für damalige Verhältnisse monumentale Schanze entstand 1927 in Mi tte lta I. Dort sind 1933 zum ersten Mal in Baiersbronn deutsche Skimeisterschaften ausgetragen worden. Im Bild sieht man an den vielen im Schnee steekenden Skiern, daß viele Zuschauer auf Schneeschuhen angewandert waren. Nachdem auf dem schneesichereren Ruhestein 1953 neben der kleinen Schanze von 1933 eine große entstand, gab man die Mitteltalschanze auf.

20. Unsere bei einer Wintersportveranstaltung an der Sprungschanze gemachte Aufnahme zeigt im Hintergrund das winterlich verschneite Bild von Mitteltal. Das Skispringen ist, neben dem Langlauf und dem Skiwandern, wofür die Landschaft hier sehr günstig ist, in Baiersbronn besonders gepflegt worden. Schon ehe die Kinder zur Schule kamen, machten sie über ihre selbst aus Schnee gebauten Sprunghügel ganz beachtliche Sprünge und später haben sie als alte Hasen manchen schönen Preis von großen Schanzen heimgebracht. Baiersbronner haben an vielen großen Schneelaufkonkurrenzen und sogar 1928 in Sankt Moritz und 1936 in Garmisch-Partenkirchen an Olympiaden teilgenommen.

21. Im Vordergrund dieser Postkarte aus Friedrichstal sehen wir links ein 'Laborantenhaus' (Arbeiterwohnungen), rechts die Hauenschmiede. Das Fachwerkhaus in der Bildmitte ist die Gießerei. Das dahinter liegende Gasthaus 'Zum Schmelzofen' ist noch nebenstehend abgebildet. über dieset Abbildung erkennt man den Königsharnm er, rechts davon etwas weiter hinten den Sensenhammer und dort wo die Bahnlinie die Talsohlc erreicht den ehemaligen Bahnhof Friedrichstal-Altaue. Der von hier hinaufkeuchende Zug fährt gerade in den kurzen horizontalen Abschnit t der Zahnradstrecke am Haltepunkt Friedrichstal-Eisenwerk ein, an dem der Zug auch schon lange nicht mehr hält.

22. Die Gebäude der alten Werke in Friedrichstal sind nur noch teilweise erhalten und den neuen Betriebsverhältnissen angepaßt worden. Seit 1965 nicht mehr vorhanden ist der auf unserem Foto mit dem dazugehörigen reizvollen Stauweiher dargestellte Königshammer. Er wurde 1810 erbaut, um den Friedrichshammer ganz für die Sensenherstellung frei zu machen. Als es dem späteren Bergrat Friedrich August Pulvermüller 1805 gelang einen für die Sensenherstellung brauchbaren Stahl herzustellen und später auch noch das englische Gußstahlmonopol gebroehen wurde, war Friedrichstal eine zeitlang das bedeutendste Stahlwerk Süddeutschlands.

23. Zwischen dem Königshammer und dem auf unserem Bild zu sehenden Sensenhammer stand früher das Denkmal, welches bei der Kirche in Friedrichstal 1979 einen neuen Platz gefunden hat. Es erinnert an den 1804 gegründeten Friedrichshammer, wie der Sensenhammer ursprünglich hieß. Der zu diesem Hammerwerk gehörige Stauweiher liegt heute trocken, aber die alten Gebäude sind teilweise noch erhalten. Von hier gingen früher die Sensen aus Friedrichsta1 weit in die Welt hinaus. Die Sensenherstellung wurde 1961 eingestellt. Heute werden Geräte und Maschinenteile für die Forst- und Landwirtschaft erzeugt. Der letzte Schwanzhammer steht jetzt im Museum in Oberndorf a.N.

24. Unser Bild zeigt einen der zahlreichen Schwanzhärnmer, die noch am Anfang unseres Jahrhunderts vom Forbach in Friedrichstal angetrieben wurden. Mit Rücksicht auf den Kraftbedarf dieser Hämrner, die weithin das Tal mit ihrem Klang erfüllten, sind die einzelnen Werke weit auseinandergezogen, je an einer Staustufe des Forbachs gelegen. Hinten im Bild sehen wir die machtige Welle, deren Nocken den Hammerschlag auslösten. Angetrieben wurde die Welle durch ein Wasserrad links außerhalb des Gebäudes. Für die Herstellung eincr Sense waren viele Arbeitsgänge , sowie große Erfahrung und Geschicklichkeit der Sensenschmiede erforderlich.

25. Weil die Wasserkraft in Friedrichstal beschränkt war und besonders in Trockenzeiten oft Betriebseinschränkungen nötig wurden, haben sich die königlichen Eisenwerke, nachdem man 1905 schon drei Dampfmaschinen aufgestellt hatte, 1909 entschlossen, ein Kraftwerk mit Dieselmotor zu errichten. Der im Bild neben der Maschine stehende Mann veranschaulicht, wie beeindruckend die Abmessungen des ersten Dieselmotors in unserer Gegend waren. Mit zwei Zylindern leistete er hundertzwanzig Pferdestärken (90 KW). Von der Anlage ist heute nur noch das Gebäude vorhanden. Es wird als Betriebsschlosserei des Werks Friedrichstal der Schwäbischen Hüttenwerke verwendet.

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26. Dieses Bild von 1881 ist drei Jahre nach dem Bau des Sankenbachsträßchens entstanden und zeigt, daß der Wasserfall schon damals ein beliebtes Ausflugsziel war. Es werden meist Freudenstädter Kurgäste gewesen sein, die das Naturwunder bestaunten und sich anschließend in einer Wirtschaft in Baiersbronn stärkten. Noch beliebter wurde dieser Ausflug, nachdem man für die geräuschvolle Rückfahrt die Zahnradbahn benützen konnte. Wir sehen oben eine Fahrkarte erster Klasse vom Eröffnungstag, dem 24. November 1901, und eine der vier in Esslingen gebauten Zahnradlokomotiven, die fünfundzwanzig Jahre lang zwischen Freudenstadt und Klosterreichenbach verkehrten.

27. Dieses Bild vom Jahr 1900 zeigt die erste Lokomotive in Baiersbronn. Die Feldbahn diente dazu die Erdbewegungen beim Bau der Bahnstrecke Freudenstadt-BaiersbronnKlosterreichenbach durchzuführen. Der Einsatzort ist die Baustelle beim Einschnitt unterhalb vom 'Loch'. Außer der kleinen Lokomotive waren keine Maschinen im Einsatz. Der Eisenbahnbau war gediegene Handarbeit. Die 1901 fertiggestellte Bahnlinie wurde im Streckenabschnitt Freudenstadt-Friedrichstal (Talaue) als Zahnradbahn betrieben. 1926 hat man den Fahrbetrieb auf normalen 'Adhäsionsantrieb' umgestellt. Dieser Streckenabschnitt ist die steilste Normalbahnstrecke der Bundesbahn.

28. Der Baiersbronner Fotograf Klumpp hat dieses älteste Foto des Orts zwischen 1880 und 1890 gemacht. Von oben herunter erkennt man klar, daß Baiersbronn auf einer Geländeterrasse am Hang erbaut worden ist. Rechts von der Kirche steht noch der 1911 abgebrannte Simonsbauernhof. Heute hat sich die Bebauung weit über den Terrassenbereich hinaus ausgedehnt. Das Verkehrs- und Geschäftszentrum liegt jetzt im Unterdorf, wo es damals in der 'Krctenau' nur wenige Häuser gab. Das letzte hinter der 'Rosé' ist der ehemalige 'Grüne Baum'. Auch der im Bild landwirtschaftlich genutzte Hang über dem Dorf ist im Lauf der Jahre weitgehend überbaut worden.

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