Baiersbronn in alten Ansichten

Baiersbronn in alten Ansichten

Auteur
:   Walter Kull
Gemeente
:   Baiersbronn
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2750-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Baiersbronn in alten Ansichten'

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29. Auch dieses vom Fuß des Rinkenbergs aus aufgenommene Bild ist vor 1890 gemacht worden. Wir sehen hinein ins Forbachtal, wo im Hintergrund Friedrichsta1 zu erkennen ist. Links auf halber Höhe liegt das Dorf Baiersbronn. Im Vordergrund führt eine Brücke über die Murg. Die alte Brücke war links von der hier zu sehenden, 1858 gegründeten Leinenspinnerei und Weberei Münster. Von der unteren Mühle zieht die Straße nach rechts zur 'Rose', von dort nahe der oberen Mühle über den Forbach und an 'Krone' und 'Pappel' vorbei hinauf zum Dorf. Die zweite Brücke bei der 'Krone' ist 1890 erbaut und die Straße dann geradlinig durchgeführt worden.

30. Diese Ansichtspostkarte mit dem Bliek von der alten Reichenbacher Straße über die 'Froschlach' auf die 1791 abgebrannte und 1804 wiederaufgebaute Kirche und den Ortskern von Baiersbronn, ist ein reizendes kleines Kunstwerk, dem die dorfwärts ziehende Schafherde einen besonderen Reiz verleiht, Die Pension 'Schönblick' oben am linken Bildrand ist 1902 erbaut worden. Wenig später dürfte dieses Bild entstanden sein.

Das vom Freudenstädter Künstler Feigenbaum gestaltete Notgeld von 1923 auf dem Buoheinband zeigt einen Bliek auf Baiersbronn und seine Umgebung. Die Gemeinde führte damals, wie auch heute noch, einen Brunnen im Wappen.

31. Im oberen Bild sehen wir vom Rathaus auf die Ortsmitte von Baiersbronn. Das Verkehrszeichen mit drei Punkten, links am Zaun der Kinderschule, bedeutet 'Für Autos verboten'. Rechts steht der einstige Brauerei Gasthof 'Zum Löwen'. Im Haus davor ist heute eine lange Schaufensterfront eingebaut.

Im unteren Bild blieken wir durch die Oberdorfstraße. Im Bäckerei-Gasthof 'Zum Hirsch' rechts wurde von Anhängern der Bewegung Gustav Werners 1855 für einige Notjahre eine Anstalt für arme Kinder eingerichtet, was sich sehr segensreich auswirkte. Schon vor dem Ersten Weltkrieg und bis in die zwanziger Jahre hinein war im ersten Stock die 'Strickschule' .

32. Mit dem Bahnbau hat sich unten beim Bahnübergang ein neues Zentrum entwickelt. Rechts sehen wir das Postamt und dort wo heute die Kreissparkasse steht, das im Jugendstil erbaute 'Bahnhofhotel' . Die vielen hier stehenden Autos mögen Veranlassung zu dieser Aufnahme gewesen sein. Die Tafel vor dem Bahnübergang weist ins Oberdorf zum damaligen 'HotelOchsen' beim Rathaus. Das Haus in der Bildmitte, jenseits der Bahnlinie, ist heute die Baiersbronner Bank. Der Obstanbau war in Baiersbronn ziemlich unbedeutend. Deshalb fallen die gut entwiekelten Birnbäume links der Straße besonders auf. Die rauhen Mostbirnen wurden im Herbst auf dem Baum verkauft.

33. Touristen, besonders Freudenstädter Kurgäste, sind schon vor der Jahrhundertwende gerne in den Gasthäusern von Baiersbronn eingekehrt. Nach der Eröffnung der Zahnradbahn (1901) entstand unten an der Bahn das 'Bahnhofhotel' und oben am Waldrand die Fremdenpension 'Schönblick' , die schon 1905 wegen reger Nachfrage erweitert wurde. Auf dem Bild von 1903 sehen wir ganz rechts das alte Bauernhaus Züfle, in der Mitte das Leibgedinghaus (Altenteil) und links den neu erbauten Gasthof 'Schönblick' . Von der Terrasse dieses Hauses klangen jeden Sonntag die Choräle der Familienkapelle Züfle zur Freude der Gäste und der Einwohnerschaft weit ins Land hinaus.

34. Vater Züfle war in seiner Militärzeit bei der Musik und hat später seine ganze Familie so gut an den Musikinstrumenten ausgebildet, daß die Familienkapelle nicht nur weit über Baiersbronn hinaus bekannt war und zu allen Hochzeiten gerufen wurde, sondern auch 1899 beim dreihundertjährigen Jubiläum der Stadt Freudenstadt zum Empfang des Königs spielen durfte. Sonst musizierte die Familie bei gutem Wetter neben dem Wohnhaus in der Gartenwirtschaft, aus der das Hotel 'Schönblick' hervorging. Die beiden Uniformierten auf unserem Bild waren wohl gerade auf Urlaub. Der eine war bei den weißen Ulanen in Stuttgart, der andere bei der Marine in Wilhelmshafen.

Baiersbronn.

35. Das ist die Aussicht vom 'Schönblick' über das Dorf Baiersbronn hinweg ins Baiersbronner Tal. Das größere Gebäude am linken Bildrand ist die Ende des letzten Jahrhunderts erbaute Realschule (Pro gymnasium). Etwas rechts davon sieht man unten im Tal das Bahnhofgelände von 1901. Von dort führt die 1890 angelegte Straße (heute Freudenstädter Straße) geradlinig quer durch das Bild zur Murgbrücke hinunter. Häuser gibt es an dieser Straße noch nicht. Auch gibt es noch keinen Turm auf dem Rinkenberg. In der freien Landschaft aber sieht man die vielen Einzelhöfe und Hofgruppen, welche dem Baiersbronner Tal seinen ganz besonderen Reiz geben.

36. Auf dem Rinkenberg rnit seinem Ringwall, dem ältesten Bauwerk bei Baiersbronn, wurde vom Schwarzwaldverein ein Aussichtsturm erbaut. Auf unserem Bild von der Grundsteinlegung im Jahr 1913 sieht man die vielen Gäste und Ehrengäste, die zur Feier des Tages auf den Berg gestiegen waren.

Das ein Jahr später gemachte untere Bild z eigt den Berg mit dem neuen, König Wilhelm zu Ehren, erbauten Turm. Im Vordergrund sehen wir links die untere Mühle, in der Mitte die Spinnerei und Weberei Münster, die 1915 geschlossen wurde, und rechts, dort wo früher die Straße über die Murg ging, das Gasthaus 'Zur Brücke'.

37. Früher war es in Baiersbronn in den wenigen Sommermonaten wichtig an den langen Winter zu denken und das notwendige Brennholz bereitzustellen. Da wurde Prügelholz gekauft, oder ein Holzschlag aufgearbeitet. Am Haus wurde das Holz aufgesetzt und wenn es trocken war hat man die Brennholzsäge bestellt. Die mühsame Zerkleinerung mit Sägbock und Handsäge konnte man so umgehen. Wenn der Säger kam war meist Nachbarschaftshilfe nötig, denn es mußte pausenlos zugereicht werden. Anschließend gab es ein Vesper (Stärkung), aber wenn es gerade gemütlich geworden wäre, ging der Säger, denn er wurde an anderer Stelle schon wieder gebraucht.

Bauer: .00 isch Holz zum schpalte, kriagsch füfzig Pfännig im Tag und z' esse."

Stromer: ? Trag mir mei Ränzle, Bur, no geb i Euch zweimol füfzig Pfännig im Tag, des werd i scho rausfächta .?

? _ ,f:f'." ~

Bru88 aU8 dem c&dlwarzwald .

...?

38. Nach dem Sägen mußte das Holz noch gespalten werden, ehe die Kinder es auf der Bühne (Dachboden) oder im Schopf (Hütte) sauber aufbeigen konnten. Das Spalten wurde noch mit Beil und Spaltklotz, meist nach des Tages Müh und Arbeit, durchgeführt. Für den, der beruhigt in den Winter gehen wollte, war das die übliche Feierabendbeschäftigung, sofern man nicht andern Gelegenheit bot, diese Arbeit 'fürs Essen' und ein paar Pfennige zu erledigen. In Notzeiten gab es in Baiersbronn genug Männer, die dazu gerne bereit waren. Wenn der Holzspalter ein gutes Haus hatte, wurde ihm am Abend auch noch ein Stück Speek für Frau und Kinder eingepackt.

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