Baiersbronn in alten Ansichten

Baiersbronn in alten Ansichten

Auteur
:   Walter Kull
Gemeente
:   Baiersbronn
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2750-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Baiersbronn in alten Ansichten'

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59. Auf der Höhe mitten im Ort stand einst die Kirche, Sie ist nicht mitverbrannt, als 1813 das Dorf abbrannte, weil sie 1796 schon eingestürzt war. Da für Röt die Kirche und der Friedhof in Heselbach zuständig waren, dachte man nicht an einen Neubau. Als man schließlich doch eine eigene Kirche brauchte, stand auf dem alten Platz das Schul- und Rathaus. So suchte man einen Platz drüben über der Murg, der auch für die Einwohner des Ortsteils Schönegründ leicht erreichbar ist, Von der Einweihungsfeier im Jahre 1926 sehen wir auf unserem Bild den Festzug, der angeführt vom Posaunenchor, die Schönegründerstraße zur Kirche hinaufzieht.

60. Der Bliek geht über ein Roggenfeld auf zwei Linden und die Wirtschaft' Zur Linde', die seit 1875 an der scharfen Kurve der früheren Straße nach Besenfeld standen. Den Namen Schonegründ verdankt dieser Ort steil seiner reizvollen Lage.

Die schwere Waldarbeit, insbesondere die 'Holzernte' , war Männerarbeit, bei den 'Kulturarbeiten' aber gab der Förster auch den Frauen Gelegenheit im Wald etwas zu verdienen. Die Arbeit war schwer, schwer waren auch die genagelten Arbeitsschuhe, aber die Frauen waren lebenslang stolz auf diese Tätigkeit und auf den heimatlichen Wald, den sie mit viel Mühe gepflanzt und gepflegt haben.

61. Im Hintergrund sieht man die winterkahlen Linden, im Vordergrund eines der geschindelten Häuser von Schönegründ. Am 'Steckenholz' , das als Heizungsvorrat am Haus aufgesetzt ist, erkennt man, daß die Hausbewohner im Wald tätig waren. Sie haben sich mit den zum Wintersport gekommenen Gästen zum Erinnerungsbild aufgestellt.

Die Hausschlachtung war für die Familie ein wichtiges Ereignis, nicht nur, weil sich nach der Schlachtung Bekannte und Nachbarn zur 'Metzgersuppe' einfanden, sondern weil wesentliche Teile des Schweins zu 'Speek' (Schwarzwälder Rauchfleisch) verarbeitet wurden, der lange lagerfähig ist und im Speisezettel immer begehrt war.

62. Unser Bliek auf Huzenbach ist dem Lauf der Murg entgegen gerichtet. Noch neu ist der Bahndamm der 1928 eröffneten Eisenbahn. Eine Häusergruppe rings um das Schulhaus bildet den kleinen Ortskern. Die großen Bauernhöfe aber sind über die grüne, sich zum Wald hinaufziehende Wiesenlandschaft zerstreut. Schon haben sich einige kleinere Wohnhäuser dazwischengeschoben, deren Anzahl sich bis heute erheblich vermehrt hat. Rechts, auf dem Bild nicht mehr zu sehen, ist der steile Felsenhang, auf dem einst die Burg Rauhenfels stand. Über ihre Geschichte ist wenig bekannt, aber der Name Wirtschaft 'Zum Schloß' (heute Hotel) ist eine Erinnerung.

63. Auf alten Postkarten mit mehreren Bildern ist meist eine Ansicht der Kirche dabei. In Huzenbach beschränkte man sich 1912 darauf einen Gasthof und das Gemischtwarengeschäft darzustellen. denn eine Kirche gab es nicht. Das Kirchdorf war Schwarzenberg. Am Rotwasserfall muß man heute schon einen starken Gewitterregen abwarten, wenn er Ähnlichkeit mit unserem Bild haben soll, aber der Huzenbacher See ist wie eh und je das von rauschenden Wäldern umgebene, sagenumwobene Wanderziel aller in Huzenbach weilenden Gäste. Eine Erinnerung an die gute alte Zeit ist das 't' im 'Gruß aus Hutzenbach'.

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64. Im Jahre 1926 hat sich im Wald in Huzenbach eine Holzhauergruppe mit dem Förster dem Fotografen gestellt. Die Männer haben ihr Arbeitsgerät in der Hand. Auf der großen Waldsäge hat man mit Kreide eine sehr saubere Aufschrift angebracht. Die heute übliche Kettensäge gab es noch nicht.

Bei den Straßenbauarbeiten wurde die schwere Dampfwalze eingesetzt. Sonst wurde mit Pickel und Schaufel gearbeitet und vor die Transportfahrzeuge spannte man Pferde oder Ochsen. Die fertige Straße war noch eine ungeteerte 'Staubstraße'. Wie man sieht, kann man auch auf einem Rindvieh reiten, aber das war hier nur eine fotografierenswerte Ausnahme.

65. Diese um 1930 von der Höhe über Huzenbach gemachte Aufnahme zeigt die Ortschaft Schwarzenberg inmitten einer landwirtschaftlich genutzten Fläche auf einer Terrasse über dem Murgtal. Der Ort besteht aus wenigen Häusern nahe der Kirche und darum herum aus einigen größeren Bauernhöfen. Wenn auch verschiedene Neubauten dazugekommen sind, so hat sich doch Schwarzenberg von allen Murgtalorten am wenigsten verändert. Der Schwarzenberger Altar im Landesmuseum in Stuttgart stammt aus einer Kapelle, die einst nahe der Häusergruppe ganz rechts auf dem Bild stand. Auf dem Berg davor, hoch über der Murgschleife, war einst die Burg Schwarzenberg.

66. Das Gasthaus 'Zum Löwen' steht an der Murgtalstraße dort bei der Brücke, wo der Weg zum Dorf Schwarzenberg abzweigt. Dort haben Schwarzenberger, die eine Reise machen wollten, auf die Postkutsche oder später auf den Zug gewartet, dort sind fremde Fuhrleute eingekehrt und haben ihre Pferde gefüttert und von dort an war man auf die Hilfe des nachbarlichen Ochsengespanns angewiesen, wenn man für die starke Steigung ins Dorf hinauf Vorspann brauchte. Das Gasthaus ist kurz nach 1900 abgebrannt und an der gleichen Stelle wieder aufgebaut worden. Unser Bild zeigt den Zustand des Wirtshauses vor dem Brand, die Wirtsfamilie und einen Einspänner.

67. Die heute breitere Straße nach Schönmünzach verlief auch früher schon am linken Ufer der Murg. Auf der rechten Seite entstand das Bahnhofgelände, zu dem jetzt die 1928 erbaute Murgbrücke beim 'Schiff hinüberführt. Der Name dieses Gasthofs in der Bildmitte ist eine Erinnerung an die Zeit der Holzflößerei. Die Floßherren waren die 'Schiffer' und die 'Flößer' deren Knechte. Nach 1763 wurde die Murg mit großem Aufwand zur Floßstraße ausgebaut, aber 1824 hat ein Hochwasser alles wieder vernichtet. Die meisten Stärnrne sind mit Pferden und Ochsen ins Nagold- oder Enztal gebracht und von dort zum Neekar ausgef1ößt worden.

68. Die vor Schönmünzach lieblich dahinfließende Murg kann zur Zeit der Schneeschmelze ein reißender Strom werden. Weiter talabwärts fließt sie durch eine enge Schlucht , sodaß die Straße an den Felsen entlang geführt werden mußte. Rechts auf dem Bild von 1894 sehen wir die für einen bevorstehenden Langholztransport bereitstehenden Radsätze und daneben die beiden Gebäudekomplexe des 'Hotels Waldhorn'. Links vor der Rauchwolke der Glashütte steht das 'Hotel Post'. Daneben erkennt man noch ein Stück des Steges, der Fußgängern dort den Übergang über die Murg ermöglichte. Heute benützt man weiter oben die Brücke beim 'Schiff".

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