Ballenstedt in alten Ansichten

Ballenstedt in alten Ansichten

Auteur
:   Horst Lange und Karl-Heinz Meyer
Gemeente
:  
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6640-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ballenstedt in alten Ansichten'

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19 Mit dem Fürstenhaus und seinem Hofstaat kamen auch Militärs, Künstler und Wissenschaftler in die Stadt. Besonders im oberen Bereich der Allee findet man schöne Häuser aus vergangener Zeit. An der Kreuzung Allee, Ecke Bebelstraße treffen wir auf das Wohnhaus des Hofpredigers Friedrich Hoffmann (1796-1874) , der mit Fabeln, Jugendbüchern und Schriften der Heimatgeschichte hervortrat. Im nächsten Haus befand sich die 'Askania-Drogerie' von Otto Ritter, die noch lange Zeit den inoffiziellen Namen des Geschäftsführers Tschepe führte. Der Drogerie gegenüber steht das Haus des ehemaligen Hofpredigers G.W Christoph Starke (1762-1830). Er wurde als Volks schrift-

steller bekannt und entwickelte Aktivitäten zur Vereinigung der lutherischen und reformierten Konfessionen in der evangelischen Landeskirche. Mit dem Anbau eines Ladens

(1901) wurde das Haus zur Herzoglichen Hofschlachterei. Seitdem wechselten die Auslagen mit den Besitzern bis es vom Klempnermeister Kurt Lange gekauft wurde.

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20 In der Allee, Ecke Bebelstraße, befand sich das 'Kaffee Keitel' , heute noch bekannt unter der Bezeichnung 'Café am Harz'. Besitzer vom 'Kaffee Keitel' war der Hofkonditor Max Keitel. In einer Vorstellung aus den zwanziger Iahren wird von gepflegten Bieren und Weinen, von vorzüglichem Gebäck und von Salzwedeler Baumkuchen als Spezialität des Hauses gesprochen. Hier fanden im Haus oder im Kaffee-Garten täglich 'Kûnstlerkonzerte' statt. Der Gründer des Kaffees noch vor der Jahrhundertwende war der Hofkonditor Fr. Bock. Das Haus wurde zu dieser Zeit 'Kaf-

fee Rannes' genannt. Nach Keitels ging der Besitz an Brachvogels über, und schließlich kannten wir es immer noch als 'Café am Harz' . oft verweilte man nach einer Konzert- oder

Theaterveranstaltung in diesem Lokal bei einem Gläschen Wein. Leider musste das Haus Ende der achtziger Iahre abgerissen werden.

21 Aus der architektonischen Sturm-und-DrangZeit stammt das Geschäftshaus der Anhalt-Dessauisehen Landesbank im unteren Teil der Allee an der Ecke zur Sieskindstraße, das nach Entwürfen des Dessauer Architekten Daniel Schultz im Iahre 1908 errichtet wurde. Dieses Gebäude ist 1993 vollständig restauriert worden. Nach 1945 wurde hier die Sparkasse als staatliche Einrichtung untergebracht und nach 1 990 erfolgte ihre Eingliederung in das Sparkassensystem der Bundesrepublik. Auch gegenwärtig beherbergt dieses Gebäude eine Filiale der Kreissparkasse Quedlin-

burg neben einer weiteren Zweigstelle in den Arkaden am Rathausplatz.

BALLENSTEDT

Allee mit Anhalt ~ Dessauer Landesbank

22 Unser Blick richtet sich auf die Allee mit dem neuen Postgebäude, das 1894 bezogen wurde. Zu Beginn des 19. Iahrhunderts war die Poststelle im 'Großen Gasthof' zu finden. 1807 wurde sie von einem Franzosen namens Noaillon verwaltet. Später war sie auf dem 'Alexanderplatz' im 'Deutschen Haus' beheimatet. Schließlich wurde sie in die Schlossstraße in das spätere 'Lehmannsche Haus' verlegt. Und 1894, mit der Errichtung des neuen Gebäudes, erfolgte die Umwandlung des Amtes in ein Postamt 1. Klasse, was mit der Verlegung des gesamten Postwesens in das neue Gebäude der Allee verbunden war. Begrenzt wird die Post durch die Häuser des Hoflieferanten Fesser und der Gärtnerei Friedrich.

23 Der Platz zwischen der Allee und der Schlossstraße ist schon sehr früh bebaut gewesen. Im Saalbuch (geschrieben 1734) ist nachzulesen, dass die fürstliche Försterei als 'vor kurzem gebaut' bezeichnet wird. Diese fürstliche Försterei war das auf dem Anhaltiner Platz Nr. 6 befindliche Gebäude. Es war aber schon 1770 nicht mehr Försterei und wurde zu dieser Zeit von Handwerkern, darunter einem Stellmacher, bewohnt. Von diesem Grundstück wurde im Iahr 1814 die Allee 1 abgezweigt. Heute steht an dessen Stelle ein Neubau. Links entdecken wir noch eine Seifensiederei.

Dieser Platz vor der Allee hatte 1894 den Namen Bismarckplatz erhalten, wurde ab 1949 ErnstThälmann- Platz und

schließlich 1990/91 Anhaltiner Platz genannt. Im letzten Iahr ist dieser Platz vollkommen umgestaltet und erneuert worden.

BALLE::N8TEDT a. Harz. Biamarckplatz.

24 Wir blieken vom Alexanderplatz aus in die Schlossstraße, 1949-1991 Ricarda-Huch-Straße, benannt nach der Dichterin und Kulturhistorikerin Ricarda Huch (1864-1947), Kämpferin gegen den Faschismus und Ehrenpräsidentin des Kulturbundes der DDR. Die Schlossstraße befindet sich im unteren Bereich der Neustadt und war von jeher die Einkaufsstraße für Ballenstedt und für die Orte der näheren Umgebung. Hier wirkte der Buchbindermeister Johannes Menze, hier war zu allen Zeiten eine Drogerie zu finden, hier fanden wir lange Iahre das Textilgeschäft von Otto Döring, der Damen- und Kinderkonfektion anbot und über ein eigenes Schneideratelier verfügte. In der Schlossstraße fanden wir

auch die Geschäftsstelle der Anhalter Harzzeitung GmbH, die regelmäßig über das Neueste in Ballenstedt und aus dem kleinen Kreis zu berichten wusste.

25 Im Iahre 1949 ist der Alexanderplatz - benannt nach dem Herzog Alexander -Carl von Anhalt - Bernburg (1805-1863) -in Breitscheidplatz umbenannt worden. Rudolf Breitscheid (1874-1 944) war ein SPD- Politiker und ist 1944 im KZ Buchenwald umgekommen. Vom Breitscheidplatz, der Ende 2000 überholt wurde und eine neue Straßenführung erhielt, gehen sechs Straßen ab: die Poststraße, die Steinbergstraße, die Marienstraße, die Breite Straße, der Anger und die Schlossstraße. In gewisser Hinsicht bildet dieser Platz ein Zentrum zwischen Altund Neustadt. Daraus ist auch zu erklären, dass sich hier in früheren Iahren eine Tankstelle für Kraftfahrzeuge befand.

Dieses Gebiet wird vom

Oberturm, einem Rest der Stadtmauer und des Obertores, dominiert. Dieser Turm erhielt Ende 2000 seine barocke Haube zurück.

26 Unweit des ehemaligen Obertores befindet sich eine der befahrendsten Kreuzungen van Ballenstedt. Diese Kreuzung wird gequert von der Fernverkehrsstraße B 1 85, die von Aschersleben kommt und in die interessantesten Gebiete des Ostharzes führt. Wir blieken in die mit Bäumen bestandene Steinbergstraße. An deren Ecke zur Poststraße befindet sich die Friedrikenschule, die Grundschule der Unterstadt. Sie ist mit einer Reihe von villenartigen Häusern bebaut. An der Ecke zur Marienstraße, die rechts abführt, befindet sich das ehemalige Hotel 'Weißer Schwari', das aus der sogenannten Freischenke hervorgegangen ist. Der 'Weiße Schwari' beendete seine Existenz 1918. Das Haus

wurde danach zu einem Wohnhaus umgestaltet. Leider steht dieses Gebäude heute leer.

"- BALLEN5TEDT a. Harz

------. ___=:---. Stelnbergstrasse und Hotel walsset Schwan

27 Der Alte Markt ist eines der ältesten in der Stadt Ballenstedt existierenden Ensembles. Das alte Rathaus, der Stadtturm und das alte Brauhaus gaben ihm sein unverwechselbares Gepräge. Der Marktturm war vermutlich vor der Stadtgründung Teil der Stadtbefestigung und diente als Träger der Ratsglocken. An ihm befand sich der Pranger und in ihm bis 1840 ein Gefängnis. 1881 wurde das Brauhaus auf Beschluss aller brauberechtigten Bürger an Böttchermeister Uthe verkauft. Im Iahre 1911 erwarb die Stadt das alte Brauhaus seiner historischen Bedeutung wegen. Aber in den folgenden Iahren wurde dieses alte Wahrzeichen abgerissen und ein Wohnhaus errichtet.

28 Der Alte Markt wird vom Alten Rathaus beherrscht. Es wurde 1 683, 140 Iahre nach der Stadtgründung, erbaut. Das über beiden Türen befindliche Wappen mit Inschrift und Jahreszahl 155 1 stammt vom ehemaligen Obertor und wurde nach dessen Abbruch hier angebracht. Der Fachwerkstil entspricht dem 'Quedlinburger Sonderstil' aus der Zeit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Das Alte Rathaus war der Amtssitz des Bürgermeisters und der Stadtverwaltung bis zum Iahre 1906. Es wurde danach von der SigsfeldStiftung als Heimstätte für Bedürftige übernommen. Seit 1 95 1 war es Kinderbibliothek. Auch für Wohnzwecke dienten einige Räume. Nach seiner Rekonstruktion 1992 wurde

es als Standesamt und als Gaststätte eingerichtet. Im Protokoll des Stadtrates vom 4.August 1882 istzu lesen: ' ... ebenso beschließt die Versammlung gemäß des ... Beschlusses der Bau-

kommission, dass der am Geschäftszimmer befindliche Erker beseitigt wird.'

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