Ballenstedt in alten Ansichten

Ballenstedt in alten Ansichten

Auteur
:   Horst Lange und Karl-Heinz Meyer
Gemeente
:  
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6640-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ballenstedt in alten Ansichten'

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59 Der Opperöder Oberteich ist schon vor vielen Iahren - wahrscheinlich Ende der fünfziger Iahren - zugeschüttet worden, da er keinen stetigen Zufluss hatte und verlandet war. Auf diesem Gelände erfolgte danach die Einrichtung eines Spielplatzes und schließlich der Bau von Garagen. Demgegenüber blieb der Unterteich, am Ortsausgang van Opperode in Richtung Meisdorf gelegen, den Bewohnern der Gemeinde erhalten.

Er war bis in die dreißiger Iahre eine gut angenommene Badeanstalt, mit zwei dazugehörigen Sprungbrettern. Das Umfeld des Teiches verfügte damals über ehrwürdige alte Bäume, die dem dort Verweilenden Schatten und Ruhe boten.

60 Wir blieken auf das ehemalige Schulgebäude in der Hauptstraße von Opperode. Es war eine Vierklassenschule, in der zwei Jahrgänge in einem Raum unterrichtet wurden. Der Schulbetrieb konnte in vollem Umfang bis in die ersten Kriegsjahre des zweiten Weltkrieges aufrecht erhalten werden. Dann wurde eine Schließung wegen Lehrermangel erforderlich. Die Schüler wurden 1940 in den entsprechenden Klassen der Ballenstedter Schulen aufgenommen. Nach 1945 konnten die Klassen 1 bis 4 wieder nach Opperode zurückkehren.1954/55 wurde der Schulbetrieb hier endgültig eingestellt. Seit dieser Zeit beherberg-

te das Haus einen Kindergarten. Durch die zurückgehende Kinderzahl wurde dieser Mitte der neunziger Iahre geschlossen. Heute befinden sich in diesem GebäudeWohnungen.

61 An die Worte von Adelbert van Chamisso (1781-1838), der das Singen in allen Lebenslagen lobte, haben bestimmt auch die Männer gedacht, die 1861 in Opperode in der 'Gaststátte Bräuner' den Männergesangsverein gründeten. Vor allem Zimmerleute und Handwerksgesellen, aber auch andere sangesfreudige Opperöder, legten damit den Grundstein für einen Verein, der noch heute die Tradition von 1861 aufrecht erhält. So ist der jetzige Männerchor Opperode gegenwärtig der älteste Verein der Stadt Ballenstedt. Zu den Gründern des Vereins zählten Ernst Bräuner, der lange Zeit Vorsitzender des Chores war und der dama-

lige Kantor Ehrlich, der die musikalische Leitung inne hatte. Nach mehreren Wechseln in der musikalischen Leitung übernahm diese 1983 der Fleischermeister Otto Riedel. Der

Verein zählt jetzt 46 Mitglieder und ist oft zu Öffentlichkeitsauftritten zu sehen und zu hören.

62 Auf dem Stahlsberg, oberhalb van Opperode, steht der Bismarckturm. DerTurm und sein Umfeld sind in den letzten Iahren einer gründlichen Renovierung unterzogen worden. Viele Besucher schauen nun wieder von seinen Zinnen über die Stadt und das Harzvorland. Die Geschichte des Turmes geht bis zum Anfang des vergangenen Jahrhunderts zurück. Die Grundsteinlegung erfolgte am 15. Juni 1914. Durch den Ersten Weltkrieg und die folgende Wirtschaftskrise ließ die Einweihung auf sich warten. Mit maßgeblicher Unterstützung des Harzklubs war er erst 1 93 1 endgültig fertig. Der Bau dieses wuchtigen Turmes galt der Ehrung Bismarcks, des ersten Kanzlers des deutschen Reiches. Er war, bevor er

nach Berlin gerufen wurde, im Gespräch für ein Hofamt in Ballenstedt. Er sollte Minister des Herzogs von Anhalt werden. Dieses Angebot wurde von ihm aber durch den Ruf nach Berlin ausgeschlagen.

63 Ballenstedt, schon seit langer Zeit als eine Schulstadt bekannt, wurde auch von den Nationalsozialisten als eine 'Statte der Jugend' beschrieben und weiter ausgebaut. So entstand zu dieser Zeit auch das Landschulheim am Kohlenschacht. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Heim als Jugendherberge eingerichtet. Sie erhielt den Namen des jungen Kommunisten, 'Rudi Schwarz', der von den Nationalsozialisten ermordet wurde. Seither leitete Heinz Taubert über 35 Iahre die Herberge und bot über Jahrzehnte hinweg Jugendlichen für 25 Pfennig und Erwachsenen für 50 Pfennig Übernachtungen an. Noch 1986 gab es 15 400 Übernachtungen, bei einer Kapazität von sechzig Betten.

Es kamen Gruppen aus der DDR, Polen, aber auch Studenten aus elf Nationen, die an der HumboldtUniversität studierten. Gegenwärtig bekommt die alte Herberge eine Verjün-

gungskur und erhält einen zweiten Giebel, um dann wieder junge Menschen aufnehmen zu können.

64 Diese Gastwirtschaft stand im Forstrevier Kohlenschacht, wo heute auf dem Weg zum Lumpenstieg der große Kreis von Kastanien zu finden ist. Das Gebäude entstand zur Zeit des Abbaus von Steinkohle im Opperode/Meisdorfer Revier, der zwisehen 1690 und 1830 betrieben wurde. Damals wurde es als Zechenhaus errichtet, das neben anderen Gebäuden das Hauptgebäude gewesen sein kann. Hier auf dem 'Kohlenschacht' wohnte noch bis 1836 trotz der Stilllegung des Betriebes der Bergschreiber Mussmann, ab 1837 wohnte hier der Heckevoigt, dann ab 1845 der Holzförster und 1 876 bis 1 880 der Waldwärter. Bald darauf wurde das in ein Forsthaus umgewandelte Zechenhaus Gast-

wirtschaft, das aber 1 890 abgerissen worden ist.

65 Der bei Ballenstedt, südlich des Großen Ziegenberges liegende Kunstteich erfreut sich seit jeher bei Badelustigen großer Beliebtheit. Sein Entstehen und die Namensgebung erklärt sich aus der Bergbaugeschichte. Zu einer Zeit, als das Wasser in den Schächten den Bergleuten beim Abbau der Kohle immer größere Schwierigkeiten machte, entstanden solche Berufe wie Kunstknecht, Kunstwärter oder Kunststeiger. Mit dieser Kunst ist die Beseitigung des Wassers aus den Schächten mit Hilfe von Wasser zu verstehen. In dieser Zeit wird der Kunstteich angelegt. Das Wasser des aus dem Salztal kommenden Baches wurde angestaut und der Wasserdruck wurde dazu genutzt, die Schöpfräder zu betrei-

ben, mit den das in den Schächten anfallende Wasser gehoben wurde.

Ballenstedt i. Harz

Der Kunstleich

66 An einer großen Weggabelung im Ballenstedter Forst hat man diesen kleinen Unterstand fürWanderer gebaut, der offiziell und im Volksmund die Bezeichnung Schirm bzw. Schirmeiche trägt. oft trifft man sich hier, macht Rast oder legt den weiteren Weg durch den Wald fest. Am Schirm vorbei geht der Meiseberger Weg, der von Ballenstedt kommt und zum Meiseberg, einem herrlichen Aussichtspunkt über dem Selketal führt. Ebenfalls vom Schirm verläuft der Antoinettenweg durch ein kleines Tal zur Selkemühle. Die Verbindung zur Leimuferstraße führt über den Eierkuchenweg. Unweit van hier in Richtung Alexanderstraße (B 185) befindet sich das Na

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