Bardowick in alten Ansichten

Bardowick in alten Ansichten

Auteur
:   Gerhard Jenczyk
Gemeente
:   Bardowick
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5707-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bardowick in alten Ansichten'

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49. Unter dieser Zeichnung, die den Dom um 1700 darstellt, ist folgender Text zu lesen: 'Es ist dieses Bardewiek von Alters eine Große und maechtige Statt gewesen, A 0 1189 aber an S. Simonis und Judae von ihrern eignen Herren Heinrich dem Löwen weilen Sie denselben nicht einlassen wollen und Spöttlich schalten. von Grund aus Verstöret worden.' Auf der linken Bildseite ist die Marienkapelle 'Mariae Virginis oder Unser lieben Frauenkirche auff des Domes Kirch-Hofe' zu sehen. 1779 mußte diese Kirche auf Abbruch verkauft werden.

50. Dieser Hochaltar steht im Mittelpunkt der künstlerischen Ausstattung des Bardowicker Domes. Dem Sockel wurde gegen 1430 ein Schrein mit aufklappbaren Seitenflügeln aufgesetzt. In der Mitte des Schreins steht über der Mondsichel die gekrönte Gottesmutter mit dem Jesuskind, umschwebt von musizierenden Engeln. An beiden Seiten ist die Versammlung der Heiligen angeordnet.

51. Das Chorgestühl im Bardowicker Dom umfaßt 54 Sitze. Weil die Kanoniker den größten Teil der Andachten stehend zubringen mußten, war es verständlich, daß sie sich für diesen Chordienst ein sinnvolles Gestühl schaffen ließen. Das Bardowicker Gestühl ist im hansischen Kunstkreis das besterhaltene und reichste. Keines der hansischen Gestühle besitzt ein so über alle Teile ausgedehntes figürliches Schnitzwerk wie das in Bardowick! Es zu beschreiben läßt diese Kurzfassung leider nicht zu. (Der Verlag Heinrich Ellermann, Hamburg, hat 1943 eine Arbeit von Hans Wentzei unterdem Titel 'Das Bardowicker Chorgestühl' mit hervorragenden Aufnahmen von Theodor Voigt herausgebracht.) Die Namen der Bildschnitzer sind unbekannt geblieben. Es gibt nur Vermutungen. Als Datum wurde das Jahr 1486 übermittelt.

52. Vor dem Altar stellt die Landjugend zum Erntedank-Gottesdienst die Früchte des Feldes - in Bardowick insbesondere das Gemüse - liebevoll auf. Die im Raum schwebende Erntekrone wird nach Beendigung des Gottesdienstes feierlich aus dem Dom geführt und auf einem besonders geschmückten Festwagen befestigt. Zu dieser Zeremonie erklingt ein Choral. Hinter dem Wagen mit der Erntekrone vorn im Umzug fährt dann die Wurzelkönigin mit ihrem Gefolge zum Festplatz.

53. Die Kirche St. Viti wurde schon vor der Zerstörung Bardowicks im 12. Jahrhundert nachgewiesen. Daniel Frese zeichnete sie noch 1588. Von St. Viti (1546 Reparaturen) ist ein Holzturm übriggeblieben, der einst auf dem Kirchenschiff gestanden haben soll. Schon 1657 war es ein großer Glockenturm. In ihn wurde nur eine von bisherigen zwei Glocken übernommen, die auch als Sturmglocke galt. Nunmehr ertönt sie nur noch, um das Neue Jahr einzuläuten. Das läßt sich der 'Glöckner von St. Viti', Wilhelm Kuvecke, nicht nehmen. Um den Turm herum sind noch ältere Grabstätten. Der Steigerzug der Freiwilligen Feuerwehr übte am Turm. Diese Aufnahme stammt aus den zwanziger Jahren, als der Friedhof noch kaum begrünt war.

54. Der Nikolaihof zu Bardowick wurde früher als Hospital 'Zum heiligen Nikolaus' bezeichnet und war zunächst ein Leprosenheim. Es wurde aber auch ein Zufluchtsort für Sieche und Gebrechliche. Später wohnten hier Prövner. Im Lüneburger Heimatbuch von 1914, Band 2 wurden folgende Gebäude genannt: '1. Ein Frauenhaus mit einer Reihe von Einzelstübchen (Schlafkamrnern), der gemeinsamen Küche und einem gemeinsamen Tagesraum. 2. Ein Männerhaus, kleiner als das vorige; nur geeignet, etwa 6-10 alte Männer aufzunehmen. 3. Eine Reihe von Einzelhäuschen sowohl für einze!newie für Paare, Mann und Frau oder Bruder und Schwester. Das ganze Stift Nikolaihof ist ein liebliches, herzerfreuendes Idyll, das man noch heute bewundern kann.'

55. In dern Kirchlein auf dem Nikolaihof werden noch heute aus besonderen Anlässen Gottesdienste gehalten, aber auch Kunstwerke ausgestellt und Konzerte gegeben. Auf der Kanzel steht eine alte Sanduhr , die dem Geistlichen anzeigte, wann er mit seiner Predigt zum Schluß kommen möge. Beachtenswert ist die Orgel, eine der ältesten überhaupt. Das Pfeifenwerk datiert aus dem Jahre 1436. Zuvorwar 1435 ein Neubauder Kirche erforderlich. Sie wurde am 13. Mai 1436 durch den Bischofvon Verden geweiht.

56. Als es noch keine Waschanlagen in den Häusern gab, wurde das Gemüse entweder am Sod oder in dem noch sauberen Ilmenauwasser gewaschen. Wer in der Nähe des Treidelweges wohnte, nahm diese Gelegenheit wahr. Zum Foto: An der Balge wäscht Martha B1anquett Wurzeln. Ganz links steht Blanquetten Mudder mit der Schubkarre und in der Mitte Wilhelm Blanquett mit einern Armkorb.

57. Alle hatten mit angepackt: Nach dem Kruden (= Gemüse für den Markt fertigmachen) sehen wir hier Rudolf Bergen in Hemdsärmeln mit seiner Familie vor dem Haus von Ernst Kruse, Huder Straße 20. In großen Weidenkörben und auf Schubkarren wird hier der Mühe Lohn präsentiert. Die Karren hatten schon Räder mit vier eisernen Speichen.

58. Am 1. Oktober 1911 wurde der Deichtormarkt als Hamburgs Zentral- Obst- und Gernüse-Markt in Betrieb genommen. Vorher waren die Frauen auf dem Hopfenmarkt. Die Aufnahme zeigt unsere Marktfrauen im Festzug aus Anlaß des 25jährigen Bestehens. Vornweg gehen in Bardowicker Tracht Willi Schröder vorn Hohensand, links seine Frau und rechts von ihm Toni Kruse geborene Schmidt. Die erste der Frauen mit den Kopfkiepen in der äußeren Reihe ist Mudder Maack vom Markt, daneben Priggen Mudder und in der Reihe dahinter gehen Sarid-Gaden EIIi und Irmgard Stein, Johannisstraße.

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