Bardowick in alten Ansichten

Bardowick in alten Ansichten

Auteur
:   Gerhard Jenczyk
Gemeente
:   Bardowick
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5707-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bardowick in alten Ansichten'

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59. Feiern auf dem Hamburger Markt. Bei verschiedenen Anlässen, die mit dem Hamburger Markt verbunden waren, ließen die Bardowicker keine Gelegenheit aus, sich in ihrer traditionellen Tracht oder als Grünwarenhändlerinnen mit Kopfkiepen zu beteiligen. Auf diesem Foto sind zu erkennen (von rechts): Meyer aus der Furth, Ernst Meyer (Huder Straße) mit Elfriede Kloodt, dazwischen mit der Kiepe Frau Magdalene Kuvecke geborene Drosien, links von Frau Kloodt steht dahinter Frau Erna Harms, dann Georg Dittmer mit Frau Schröder, etwas verdeckt Hein Winkel-Srein und ein Fremder.

60. Hier an der Ladestelle bei der Brücke nimmt die 'Catharina' Ware auf. Solange das Gemüse für den Hamburger Markt noch per Schiff transportiert wurde, war an der Ladestelle bei 'Brüch-Bewicks' zu den Anlieferungszeiten Hochbetrieb. Pferde-, Kuh- und Eselgespanne brachten die gefüllten Schuten, Weidenkörbe, Säcke und Laken an die IImenau. Weitere Ladestellen waren noch an der 'Schleuse und am 'Hohen Sand'.

61. Die Gemüseschiffer brachten das Leergut von den Hamburger Markten wieder zurück. Erste Station war Hohensand, wo die Schuten ausgeworfen wurden, dann bei Winkel-Maack, bei Winkel-Stein, BrüchBewiecks, bei Wilhelm Behr und Wilhelm Werner, Jonny Bardowicks, Ernst Cohrs und zuletzt bei der Schleuse. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg wurden Schuten und später Kisten nur noch beim Hohensand und an der Brücke ausgeladen. Alle Schuten waren gekennzeichnet, so daß jeder sein Leergut zurückbekam.

62. Das MIS 'Catharina' brachte die Grünwaren gut dreißig Jahre lang zum Hamburger Markt. Sie trug 130 t. Die Bardowicker Schiffahrt hat mit Gemüsetransporten eine fast 500 Jahre alte Geschichte. Die 'Catharina' war das letzte Schiff in dieser langen Reihe. Ihre Transporte wurden durch schnellere Verkehrsmittel ersetzt, insbesondere durch LKWs, die in der Lage sind, dringende Anforderungen des Großmarktes für frisches Gemüse jederzeit prompt zu erfüllen. Unser Foto zeigt die 'Catharina' 1965 fest vertäut bei der alten Ladestelle.

63. Die Bardowicker 'Martha' war erstes und einziges Passagierschiff eines Bardowicker Eigners, das von Peter Heinrich Bardowicks aus der Großen Straße. Es wurde auf der Hitzler-Werft in Lauenburg gebaut. Die Aufnahme ist von 1926. Die 'Martha' nahm etwa 150 Fahrgäste auf. Sie bot außerdem noch Platz für die Körbe der Händlerinnen . Die Wasserfahrt nahm - jetzt motorisiert - weniger Zeit als früher in Anspruch und ermöglichte ein rechtzeitiges Eintreffen zu den Hamburger Verkaufszeiten. Deshalb wurde 1926 von der Bahnfahrt der Gemüsehändlerinnen vorübergehend weniger Gebrauch gemacht. Die Frachten waren auch etwas billiger und das Schiff konnte im Oberhafen, unmittelbar am Deichtormarkt, anlegen. Die 'Martha' fuhr jedoch nicht rentabel genug und stellte die Hamburg-Route bald wieder ein, Jetzt soll sie noch in Barlin laufen.

Gast bb of zu.!' nm~Dan. Inh. P._~~te_;n_.~_~~~~

64. An der Ostseite der Brücke sehen wir den Gasthof 'Zur Ilmenau'. Gastwirt Reimers baute das Haus. Nach ihm übernahm PülImann den Gasthof. Vor der Jahrhundertwende hatte Püllrnann sonntags Kaffeekränzchen. Aus Lüneburg fuhr um 3 Uhr bei Scheffler in der Bardowicker Straße ein gelb gestrichener Omnibus ab, den zwei Pferde zogen. Kutscher war Voß-Meyer. Gegen 4 Uhr trafen die Gäste dann bei Püllmann ein. Wer in Lüneburg nicht mehr mitkommen konnte, wartete geduldig, bis der Pferde-Omnibus nochmals fuhr. Nachfolger von Püllmann wurde Peter Friedrich Stein, genannt 'Sülber-Steen'. Bei ihm wurde die Bardowicker Tanzschule unterhalten. Lehrer war Ernst Bading aus Lüneburg. Das wird aus der Zeit um 1911112 berichtet. Nach Stein übernahm Albrecht und dann dessen Tochter Amanda verheiratete Cohrs den Gasthof. Jetzt betreibt Sohn Günter dort eine Diskothek.

65. Diese Gaststätte wurde von Adolf Gade gebaut und in den zwanziger Jahren von Ludewigs als 'Gasthaus & Ausspann zur Eisenbahn' übernommen. Besondere Vorkommnisse: Als mal drei Bardowicker aus Hamburg zurückkamen, sind sie wohl in einen falschen Zug gestiegen, der in Bardowick nicht hielt. Da hat Gade die Notbremse gezogen. Die mitfahrenden Lühning und Klages sind schnell abgesprungen und Adolf Gade mußte bezahlen.

66. Ein lauschiger Kaffeegarten vor dem Gasthaus 'Zum Anker' zeigt sich dem Betrachter. Hier ist auch die Ladestelle für Gemüse, das nach Hamburg verfrachtet werden soll (siehe Bild Nr. 60). Zwischen dem Schiff und dem Gasthaus ist der Treidelweg erkennbar. Der jeweilige Gastwirt in der Familie Bardowicks wurde seit der Übernahme der Wirtschaft im Jahre 1790 'Brenner' genannt, weil dort guter Bardowicker Kümmel aus eigener Herstellung zu haben war. Obwohl das Brennen im Ersten Weltkrieg wegen der Zwangsabgabe von Kupferanlagen für die Rüstung aufhörte, wird auch heute zum Gastwirt Bardowicks immer noch 'Brenner' gesagt.

Gruss aus ßaraowie~

Gasthaus zur Schleuse. Inh. Niclaus Bardowieks

67. Die Schleuse ist eines der ältesten Bauwerke in Bardowick. Der Chronik von Christian Schlöpke zufolge hat die sogenannte Schleuse 1431 der Vorsteher des Hofes zu St. Nikolai erbauen lassen. Im 19. Jahrhundert waren hier ein Brennereibetrieb und Gasthaus. Außer der Schankstätte hatte die Schleuse ein Klubzimmer und einen kleinen Saal im Obergeschoß. Später wurde an der Südseite ein Saal für größere Tanzvergnügen angebaut. Diese Postkarte ist aus der Zeit zwischen 1905 und 1914. In der Schleuse wurde auch der 'Peter Heinrich- Verein' gegründet, zu dem der Lokalpoet Heinrich Stöckmann gehörte. Vor der Schleuse am Ilmenauufer war eine Ladestelle für Gemüsetransporte. Auf dem Foto ist links ein 'Smeder' (Leichter) zu sehen. Der Flecken Bardowick erwarb 1922 dieses historische Gebäude.

68. Dieses ehemalige Dornherrenhaus, in dem sich die 'Dornschenke' befindet, zählt zu den drei ältesten in Bardowick noch erhaltenen Gebäuden. Zum Kirchgang kamen von außerhalb hauptsächlich Leute aus Vögelsen, Mechtersen, Radbruch und Wittorf rnit Pferdewagen zum Gottesdienst im Dom. Meistens kamen sie mit einem Landauer oder auch Stuhlwagen. Scheune und Hof der Domschenke standen dann voller Pferde. Sonnabends wurden bei Wolter in der Domschenke schon große Kopfkiepen voll Stuten vom Bäcker geholt. Die standen in der Gaststube auf dem Tisch. Und wenn die Leute von der Beichte kamen, tranken sie dort Kaffee, nahmen sich Kuchen aus der Kiepe und sagten später, wieviel sie gegessen hatten. Die Domschenke war auch Stammlokal der Feuerwehr und Sitz der Postagentur (siehe Bild 13).

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