Bardowick in alten Ansichten

Bardowick in alten Ansichten

Auteur
:   Gerhard Jenczyk
Gemeente
:   Bardowick
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5707-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bardowick in alten Ansichten'

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69. Schon vor dem Ersten Weltkrieg gab es in Bardowick eine Musikschule, die Adolf Fallap gründete und unterhielt. Er begann zunächst bei Schiemann am Markt und zog dann in die Pieperstraße 13. Seine Gehilfen waren Poetzsch (später mit eigener Kapelle) und Wilkens aus Wittorf. Die Lehrlinge kamen nicht nur aus Bardowick, sondern auch aus der Elbmarsch. Ihren Unterhalt verdienten sich Gesellen und Lehrlinge (oft bis zu zwanzig Mann), wenn sie bei Veranstaltungen oder kleinen Festlichkeiten auftraten. In Fantasieuniformen musizierten sie besonders beim Stover Rennen oder auf Schützenfesten. Mit Beginn des Ersten Weltkriegs gab Fallap die Kapelle auf. Seine Leute spielten dann noch nach dem Krieg. Fallap vermittelte sie und gab in den zwanziger Jahren nur gelegentlich Musikunterricht. Er lebte von 1866 bis 1947.

70. Dieses Foto zeigt uns Pastor Utermöhlen mit dem Posaunenchor. Der Pastor kam 1920 als Nachfolger des zuvor verstorbenen Pastors Dahnke. Die Mitglieder des Posaunenchores kamen aus allen Orten der Kirchengemeinde Bardowick. Im Jahre 1953 hielt Pastor Utermöhlen seine letzte Predigt im Bardowicker Dom.

71. Diese Postkarte wurde am 14. November 1906 abgestempelt. Kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs gab Kaufmann Rieckmann seinen Laden in der Domstraße auf. Dann hat der Landwirt Hermann Schröder dieses Haus gekauft. Kruses Gasthaus nannte sich einem Prospekt aus den dreißiger Jahren zufolge 'Zum weißen Roß'. Es lag am Markt, hatte K!ubzimmer und einen Saal, der zeitweilig als Kino diente. Angeboten wurden: Übernachtung RM 1,50, mit Morgenkaffee RM 2,50 und Vollpension für RM 4,-.

72. Heinrich Stöckmann sehen wir hier vor seinem Elternhaus in der Mühlenstraße. Hein war Dorfpoet, ein echter Bardowicker, obwohl er 1854 in Hamburg geboren ist. Und das kam so: Zu jener Zeit blieben viele Frauen sommersüber im Zippelhaus in Hamburg. Sie verkauften Gemüse auf dem Hopfenmarkt. Dazu gehörte auch Mutter Stöckmann, als sie - vom Storch überrascht - diesen Hein im Zippelhaus gebar. Später verfaßte Hein beachtenswerte Gedichte, schrieb für die Lüneburgschen Anzeigen und war wegen seines Humors und der Gabe, aus dem Stegreifzu reimen, überall beliebt. Als sein Bruder 1905 starb, lebte der Junggeselle Hein Stöckmann allein in seinem alten Haus (Foto), das dann verkauft und abgerissen wurde. Danach bekam Hein eine Freiwohnung. Mittagessen gab's bei seinem Freund Wilhelm Gienke, dem Frisör. 1916 schied er freiwillig aus dem Leben.

73. Bardowicks ältester Bürger war Peter Heinrich Kruse , einfach 'Vadder Kruus' genannt. Am 6. Juli 1932 wurde er 100 Jahre alt. Ganz Bardowick ehrte ihn mit einem Fackelzug, an dem alle Vereine mit etwa 1 500 Leuten teilnahmen. Er erfreute sich einer selten körperlichen und geistigen Frische, erzählte gern aus der 'guten alten Zeit'. Der Jubilar ging am Sonntag regelmäßig zur Kirche. Und Vadder Kruus setzte noch ein paar Jährchen drauf: Er wurde 104 Jahre alt!

74. Auf einem Foto von 1917 ist Lehrer Menke mit Schülern der 2. Klasse zu sehen. Diese sind (jeweils von links), in der oberen Reihe: Friedel Wolter, Albert Sorgenfrei, Hermann Saack, Karl Dittmer, Wilh. Siegel, Rud. Meyer (Bahnhofstraße) und Georg Dittmer. In der mittleren Reihe: Hermann Bardowicks (Krugstraße), Willi Isenberg, R. Stöber, Lehrer Menke, Heinrich Meyer, Robert Nack und Rudolf Bardowicks. Unten kniend: Gustav Rose und Willi Kathmann.

75. Dieses Haus, Beim Dom 7, wurde kurz vor 1800 gebaut. Im Jahre 1853 konnte dort der erste Gemischtwarenladen eröffnet werden. Das Foto zeigt den alten Laden um die Jahrhundertwende, in dem die Kaufleute Borries Hollmann, danach Heinrich Meyer und Adolf Wolter. ihre Waren anboten. Früher kaufte man dort 'Kolonialwaren'. Es gab aber auch zum Beispiel Petroleum, Schmierseife, Pflaumenmus, Bindfäden und Schnaps, Priem und Pfeifentabak. Ehrensache war's, möglichst viel am Ort zu kaufen. Man kannte und vertraute sich. Ab 1950 übernahm Wilhelm Gehrke den Laden und baute ihn zu einem großen Edeka-Markt um. Jetzt ist darin eine Arztpraxis.

76. Diese Aufnahme von 1910 zeigt das Haus von Peter Maack an der Ecke Große Straße/Pieperstraße. Der Mann in der Mirte ist Opa Ernst Maack (Jahrgang 1888), der gute Geist des Gemischtwarengeschäfts. Hier konnte man fast alle kleineren Eisenwaren kaufen. Auch Futterrnittel hatte Opa Maack parat. Sogenannte Kolonialwaren kamen hinzu. Sogar die erste Sparkasse in Bardowick war rnit Opa Maack über den Ladentisch dienstbereit, damals noch für die Schleswig-Holsteinische Westbank. Ein Rathmann Maack war von 1881 bis 1885 Vorstandsmitglied dieser Bank.

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