Beckum, Neubeckum und Vellern in alten Ansichten Band 1

Beckum, Neubeckum und Vellern in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Phil. Egon Ahlmer
Gemeente
:   Beckum, Neubeckum und Vellern
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2342-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Beckum, Neubeckum und Vellern in alten Ansichten Band 1'

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19. Das neue Landratsamt am Schnittpunkt zwischen Weststraße und Alleestraße war das zweite Verwaltungsgebäude, das der damalige Landkreis Beckum in der Kreisstadt baute, und zwar in der Mitte der zwanziger Jahre. Im Stile des Neubarock wies das Hauptgebäude auch in seinern Inneren einen recht repräsentativen Charakter auf und setzte damit am Westtor einen bemerkenswerten städtebaulichen Akzent, mit dem die Bedeutung der Kreisstadt deutlich gemacht wurde. Beckum verlor am 1. Januar 1975 im Zuge der umstrittenen kommunalen Neugliederung den Kreissitz im neuen Kreis Warendorf. Das alte Kreishaus aber wird in ein neues Verwaltungsgebäude der Stadt eingebunden und bleibt damit erhalten,

BECKU ~ i. W.

20. Im Jahre 1887 bezog der Landrat des Landkreises Beckum mit wenigen Bediensteten das erste Verwaltungsgebäude des Kreises. Entsprechend der damaligen Kreisordnung wurde dieser Neubau am Westtor als Kreisständehaus bezeichnet. In diesem Hause wohnte der Landrat und fand er auch seine Diensträume. Im Stile der Neugotik errichtet, fand dieses reich gegliederte und mit vielen neugotischen Elementen reich dekorierte Haus große Beachtung. Seine Erhaltung gebietet sich im Sinne des Denkmalschutzes, der heute darauf bedacht ist, typische Zeugen der historisierenden Bauepochen zu retten.

21. Auch die Oststraße wies zur Jahrhundertwende noch eine Vielzahl von Ackerbürgerhäusern des 18. und 19. Jahrhunderts auf. Sie wurden nach den großen Stadtbränden errichtet und zeigten zum großen Teil in den Fassaden und in der funktionalen Aufgliederung Ähnlichkeit mit jenen alten Bauernhäusern des Münsterlandes, die unter einern Dach Wohnung, Ställe und Speicher vereinigten. Dieses Foto aus dem Jahre 1905 zeigt auf der rechten Seite den Zustand der Oststraße vor der Errichtung des Gebäudes der städtischen Sparkasse im Jahre 1915. Der Zustand der Fahrbahn und der Bürgersteige war im Vergleich zu anderen Städten gleicher Größe recht beachtlich.

SÖ:CK M i. W.

~ Oststrasse

22. Typisch ausgehendes 19. Jahrhundert drückt sich im oberen Teil der Oststraße aus. Die 150 Jahre alten Ackerbürgerhäuser mußten angesichts des wirtschaftlichen Aufschwungs in der Gründerzeit städtischen Wohnbedürfnissen weichen. Die Kleinstadt und ihre wohlhabenden Bürger wollten den grofsen Städten nicht nachstehen. Der Gesicht der Stadt Beckum wandelte sich. Wo einst der Kramerladen mit Küche und Wohnzimmer die Gestaltung des Erdgeschosses und seiner Fassade bestimmte, trat jetzt das mit weiträumigen Wohnungen und großen Schaufenstern ausgestatte Bürgerhaus, jedoch nicht unter Verzicht auf Einfahrten für Fuhrwerke, denn im Hofraum verblieben die Wirtschaftsgebäude.

23. Das erste eigene Gebäude der Stadt-Sparkasse wurde 1915 an der Nordseite der Oststraße errichtet. Es entstand ein villenartiges Kassengebäude mit barocken und klassizistischen Bauelementen nach einem Entwurf des Architekten Diening aus Münster. Der Beschluß, dieses Grundstück des Hauses Tyrell für die Sparkasse zu bestimmen, erfolgte in einer Kampfabstirnmung des Rates der Stadt im Juni 1913. In Konkurrenz mit diesem Bauplatz hatte entsprechend einem Mehrheitsbeschluß des Rates ein Grundstück an der Wilhelmstraße gestanden, doch empfahl der Magistrat diesen Bauplatz an der Oststraße wegen seiner zentralen Lage.

24. Unvergeßlich ist den alten Leuten die 700-Jahr-Feier ihrer Heimatstadt Beckum geblieben, die im September 1924 stattfand. Ein Festzug bildete den Höhepunkt der Feierlichkeiten. Im Foto ein vierspänniger Festwagen biegt vor der Wilhelmstraße an der heutigen Buchhandlung Vogel in die Oststraße ein. Ein Augenzeuge berichtete: In einem glanzvollen Festzug vor Tausenden und abermals Tausenden entrollte die Stadt ihre Geschichte aus Zeiten erhebenden Aufschwungs und herrlichen Blühens, aber auch bitterer Kämpfe, harter Bedrängnis und tiefsten Elends. Der Festzug des Stadtjubiläums 1974 zeigte nach den Entwürfen von Künstlem die berühmten 'Beckumer Anschläge' in lebenden Bildern.

25. Die heutige Clemens-August-Straße an der Südseite der Propsteikirche St.-Stephanus vor dem Ersten Weltkrieg und damit aus einer Zeit, in der man den Umraum der Kirche als eine Zone der Ruhe betrachtete und ihn von störendem Verkehr freizuhalten bernüht war. Diese Allee mit Bäumen und anderen Grünanlagen verseliwand nach dem Zweiten Weltkrieg unter den wachsenden Ansprüchen des innerstädtischen Kraftfahrzeugverkehrs und wurde Verbindungsstraße zwischen der Elisabethstraße und der Oststraße.

j]eckum i. W.

Partie an der kathot. Kirclze

26. Das alte Kolpinghaus, nordöstlich der Pfarrkirche St.-Stephanus gelegen, zeichnete sich durch seine gefälligen Proportionen aus. Es war ein Fachwerkgebäude aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit Backsteinverblendung des Südgiebels. Das katholische Vereinshaus wurde in den ftinfziger Jahren unseres Jahrhunderts durch einen Neubau ersetzt, der einen großen Saal mit Bühne sowie entsprechende Nebenräume und eine ausreichende Restauration bot und damit den Wünschen sowohl der Kolpingfamilie als auch vieler anderer Vereine gerecht wurde.

27. Der Abbruch des Hauses Waltrup Anfang der siebziger Jahre unseres Jahrhunderts bedeutete den endgültigen Abschied von den alten Kurienhäusern der Pfarre St.-Stephanus, die im 9. Jahrhundert zu den ersten Urpfarren des Bistums Münster zählte, aber auch von den Zeugen des 1267 gegründeten und 1811 aufgelösten Kollegiatsstiftes St.-Stephanus. Das zuletzt von der Familie Waltrup bewohnte freistehende Bürgerhaus aus dem 18. Jahrhundert war baufällig geworden und mußte für einen Parktplatz verschwinden, der vor dem Kolpinghaus und vor dem Chor der alten Pfarrkirche eingerichtet wurde. Unser Bild zeigt eine Zeichnung von Waltrups Haus aus der Jahrhundertwende.

28. Die Pfarrkirche St.-Stephanus ist vermutlich aus der Kapelle eines Königshofes hervorgegangen. Die Urpfarre gehörte zu den vier bischöflichen Kaplaneien, die stets mit einem münsterisohen Domherrn besetzt wurden. Bei Grabungen im Jahre 1964 wurden drei Vorgängerbauten in Resten gefunden; die erste war eine kleine Saalkirche mit flachrunder Apsis und stammte aus dem 9. Jahrhundert, war also ein karolingischer Gründungsbau. Die jetzige Kirche wurde unter Einbeziehung des romanischen Westturmes von 1274 bis 1342 gebaut und endgültig 1516 vollendet. Die vierjochige Hallenkirche wies bis Anfang der fünfziger Jahre ihre rein gotische und neugotische Innengestaltung auf und wurde alsdarm wiederholt im Innern verandert, zuletzt mit Aufstellung des berührnten um 1230 gefertigten Prudentiaschreines.

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