Beckum, Neubeckum und Vellern in alten Ansichten Band 1

Beckum, Neubeckum und Vellern in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Phil. Egon Ahlmer
Gemeente
:   Beckum, Neubeckum und Vellern
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2342-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Beckum, Neubeckum und Vellern in alten Ansichten Band 1'

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Uereinslazarett Uinzenzhaus, Bedturn

29. Das 1976 abgebrochene Vinzenzhaus war in den letzten Jahrzehnten ein Altersheim, das durch ein großzügig ausgestattes Seniorenzentrum im Süden der Stadt ersetzt wurde. Ursprünglich ein Armenhaus, wurde das Vinzenzhaus in der Mitte des 19. Jahrhunderts mit der Initiative des als Kaplan in Beckum wirkenden späteren berührnten Bischof Johann Bernhard Brinkmann errichtet. Eigentlicher Gründer dieses Krankenhauses war der 33 jährige Kaplan Wi1helm Emmanuel von Ketteler, der als 'Arbeiterbischof" von Mainz zu den großen Persönlichkeiten der Kirche des 19. Jahrhunderts gehörte. Das 1848 eingeweihte Krankenhaus wurde an das 1844 von der Stadt erworbene Armenhaus angebaut und erfüllte bis zum Jahre 1907 diesen Zweck, 1902 wurde ein neues Krankenhaus an der Elisabethstraße seiner Bestimmung zugeführt,

Vereins/azarett Vinzenzhaus, Bed<um

30. Aus insgesamt drei Häusern setzte sich das später als Vinzenzhaus benannte Armen- und Krankenzentrum an der Südstraße zusammen. Die Kapelle gehörte dazu, wie auch ein Oekonomiegebäude unverzichtbar war. Das dritte Haus, ausschließlich für die Aufnahme armer Leute vorgesehen, baute 1853 die Gemeinde Kirchspiel Beckum. Die engen Beziehungen der drei Häuser ergaben sich durch die gemeinsame Haushaltsführung und durch die demselben Orden angehörenden Schwestern. Unser Bild zeigt das Haupthaus mit seiner neugotischen Kapelle.

Beckum - St Ellsabeth-Hospital

31. Das neue Krankenhaus, der heiligen Elisabeth geweiht, wurde im November 1902 bezugsfertig. Nach den Plänen von Regierungsbaumeister Hertel aus Münster entstand im neugotischen Stil ein zunächst zweigeschossiger Bau mit hohem Mansardendach und angebauter Kapelle. 1913-1914 wurde angesichts der in zwölf Jahren von 6 000 auf 9 000 angestiegenen Bevölkerungszahl das St-ElisabethKrankenhaus um ein Stockwerk erhöht und das Dachgeschoß ausgebaut. Nach den Plänen der Architekten Kösters und Balcke aus Münster entstand in mehreren Bauabschnitten nach 1953 ein Neubau, dem allmählich der Altbau (im Bilde) weichen mußte.

32. Die Notwendigkeit einer durchgreifenden Sanierung der Altstadt stellte sich mit den steigenden Ansprüchen auf Wohnkomfort und Wohnhygiene. Im Jahre 1965 wurde das Institut für Wohnungsund Siedlungswesen der Universität Münster mit einer Untersuchung beauftragt, die der Ermittlung der Wohnverhältnisse in der Altstadt diente. Man kam zu erschütternden Ergebnissen bei Feststellung der Mängel in vielen Altbaubereichen, so insbesondere in den Wohnbezirken der Nebenstraßen. Unser Bild zeigt eine Reihe alter Wohnhäuser auf der Südstraße, teilweise in unverändertem Zustand seit dem 18. Jahrhundert.

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33. Die von der Nordstraße abzweigende Hühlstraße veränderte im Laufe der letzten 200 Jahre durch den Abriß alter Häuser und durch Neubauten immer wieder ihr Gesicht, keineswegs zum Nutzen einer harmonischen Bebauung. Größere landwirtschaftliche Betriebe, zum Teil mit Brennerei oder Brauerei verbunden, unterhielten ihre Viehwirtschaft inmitten der Altstadt und siedelten erst in den letzten Jahren aus dem Stadtbereich aus. Im Juli 1883 wurde der Grundstein zur evangelischen Kirche mit ihrer Turmstellung zur Hühlstraße gelegt. Der erste evangelische Gottesdienst in Beckum hatte am 24. Mai 1847 auf dem Domänengut Boyenstein stattgefunden. Erst im Jahre 1888 kam es in Beckum zur Bildung einer selbständigen evangelischen Pfarrgemeinde.

Beorum Lindenltraße

34. Die Linnenstraße, früher auch Lindenstraße genannt, verbindet Markt und Sternstraße und war früher eine der bevorzugten Wohnstraßen, an der sich insbesondere Handwerker ansiedelten. Unser Foto aus dem Jahre 1910 zeigt einige Ackerbürgerhäuser neben einer Reihe größerer Wohnhäuser aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, links im Vordergrund die 'Altdeutsche Bierhalle', die spätere Gastwirtschaft Schäfer, deren Saal vielen öffentlichen Veranstaltungen diente, bevor die Spar- und Darlehnskasse und spätere Volksbank Beckum das Grundstück für die Errichtung ihres neuen Bankgebäudes erwarb, Von 1912 bis 1970 'befand sich die 1889 gegründete Spar- und Darlehnskasse in ihrem ersten Gebäude an der Wilhelmstraße. Rechts im Bilde eine der ersten elektrischen Straßenlampen.

35. Dieses alte Foto vom Nordwall auf seinem Abschnitt zwischen Hühlstraße und Oststraße zeigt rechts das alte Amtshaus, Sitz der Verwaltung des ehemaligen Amtes Beckum, das bis zur kommunalen Neugliederung im Jahre 1975 aus den Gemeinden Kirchspiel Beckum, Vel1ern und Sünninghausen bestand, nachdem einige Jahre vorher die Gemeinde Lippborg ihre Selbständigkeit in einer neuen Gemeinde 'Lippetal' verloren hatte. Links im Bilde die im Jahre 1902 fertiggestellte evangelische Volksschule. Die erste Schule für die evangelischen Kinder der Stadt war als Privatschule 1854 gegründet worden und wurde 1883 in die Trägerschaft der Stadt überführt.

36. Im Jahre 1906 wurden die Al1eestraße und ihre Seitenstraßen ausgebaut. Der Magistrat wies angesichts steigender Grundstückspreise in der Altstadt die Bauwilligen besonders auf die Thüerstraße hin, die eine bevorzugte Wohnlage verspreche. Den Namen hatte diese Straße nach der alten Beckumer Stadtsage vom 'Thüer an de Müer' erhalten. Ein Beckumer dieses Namens soll im 14. Jahrhundert bei einer Belagerung der Stadt vor dem Westtor am Piepenborn einen Grafen von der Mark getötet haben. Dank seiner Heldentat sei der Feind zum Abzug bewogen worden. Die Thüerstraße wurde zur Zeit dieses Fotos noch nicht von der Vorhelmer Straße gekreuzt. Die Ansichtskarte zeigt im Hintergrund das alte Postgebäude.

37. Die Alleestraße galt Anfang des 20. Jahrhunderts als die beste Wohnstraße am Rande der Altstadt. Sie wurde im Jahre 1906 sehr großzügig ausgebaut und erhielt in der Zeit der großen Arbeitslosigkeit um 1930 als erste innerhalb eines Notstandsprogrammes eine Fahrbahn aus Beton. Unser Bild aus der Kaiserzeit läßt die damals noch ruhige Verkehrslage ahnen. Die Nachfahren der vermögenden Bauherren, die dort villenartige Wohnhäuser errichteten, spürten sehr bald den Wandel der Zeit. Die Alleestraße wurde ein Teil der von Hamm kommenden Bundesstraße und damit eine der verkehrsreichen Durchgangsstraßen.

Alle.straße mrt Gvrnnasrurn

38. So sah die Alleestraße nach ihrem Ausbau im Jahre 1906 aus. Nach Erwerb eines Grundstückes am Lütke-Münsterweg beschloß der Rat der Stadt nach dem Entwurf der Architekten Lang und Grodt im Jahre 1910 für das 1905 beschlossene Gymnasium, das die alte Rektoratschule ablösen sollte, einen Neubau zu errichten. Die Erlaubnis, ein Vollgyrnnasium statt eines Progymnasiums einzurichten, wurde 1914 erteilt. Als sich dieses Schulgebäude als nicht mehr ausreichend erwies, wurde 1962 mit der Planung eines Neubaus für die 1960 'Albertus-Magnus-Gyrnnasium' benannte höhere Schule begonnen. Das neue Schulgebäude im Süden der Stadt wurde 1966 bezogen.

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