Beckum, Neubeckum und Vellern in alten Ansichten Band 1

Beckum, Neubeckum und Vellern in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Phil. Egon Ahlmer
Gemeente
:   Beckum, Neubeckum und Vellern
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2342-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Beckum, Neubeckum und Vellern in alten Ansichten Band 1'

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Königliches Amtsgericht, Beckum

39. Der Neubau des Königlichen Amtsgerichts in Beckum fiel in die Zeit des Ersten Weltkriegs. Bis dahin war das Amtsgericht im Rathaus untergebracht, das 1917 Abschied von diesem Mieter nahrn, der sein Verspreehen nicht gehalten hatte, anstelle der drei Gerichtskommissionen in Ahlen, Gelde und Beckum nur ein einziges Amtsgericht für den ganzen Landkreis Beckum in der Kreisstadt bestehen zu lassen. Vielmehr wurden 1904 dem Bezirk des Amtsgerichts Beckum die Gemeinden Wadersloh, Liesborn, Herzfeld und Diestedde zugeschlagen. Das neue Gerichtsgebäude auf städtischem Grundstück an der Elisabethstraße wurde mit einem Wohnhaus für den Richter gebaut.

BECKUM

Total-Ansicht

40. Eine Ansicht vom Süden auf die Altstadt und aus der Zeit vor dem Ausbau der Elisabethstraße. Links im Bilde hinter dem Südteich das Vinzenzhaus mit Kapelle und Wirtschaftsgebäude, vor der Pfarrkirche St.-Stephanus das Gebäude der Rektoratschule und das alte Pastorat. Die ausgedehnten Gartenanlagen erstreekten sich übcr jenen Bereich zwischen Altstadt und Stadtfeld, in dem einst die Stadtmauer mit ihren Wehranlagen stand. Die Elisabethstraße wurde erst mit Errichtung des St.-Elisabeth-Hospitals ausgebaut.

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41. Diese Ansicht vom Höxberg auf die Stadt zur Jahrhundertwende zeigt den damals bebauten Raum zwischen der St.-Stephanuskirche links im Bilde und der alten damals noch tätigen Windmühle im Osten. Die verhältnismäßig niedrigen Schornsteine gehören zu den Brennereien in der Stadt; in der Mitte des Bildes im Vordergrund die Brennerei Frölich. Die hohen Kamine im Hintergrund weisen auf die vorwiegend im Norden und Nordosten der Stadt angesiedelten Zementwerke hin. Der große Freiraum im Vordergrund bot sich für die weitere Bebauung an und veränderte sich bis in die Gegenwart durch das umfangreiche Wohngebiet zwischen Lippborger Straße und Elisabethstraße,

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Jota! (Westseite) .

42. Bliek über die Dächer des westlichen Teiles der Altstadt vorn Turm der St.-Stephanuskirche. Im rechten Teil des Fotos im Hintergrunde die evangelische Kirche, links der Turm des Kreisständehauses, Die Fassaden der vor der evangelischen Kirche sichtbaren Häuser deuten den Verlauf der Weststraße an, auf der zwischen stattlichen Häusern aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine Reihe von schönen Giebeln aus früherer Zeit zu finden ist. Links im Bilde gegenüber der Kornbrennerei WieIer die damalige Häuserreihe der Nordseite der Südstraße.

Beckum

Totalansicht

43. Eine Ansicht auf die Hühlstraße. Die Fahrbahn war zur Jahrhundertwende mit Kopfsteinpflasterung ausgebaut und zeigte mit ihren Bordsteinen die Trennung von Bürgersteigen, die vor vielen Häusern bereits ausgebaut worden waren. Der wohlgeformte Giebel des Hauses, auf den die Hühlstraße zulief, gehörte zum heutigen Pelzhaus Schulte. Die Hühlstraße wies noch keine Straßenbeleuchtung auf, jedoch auf der Südseite eine Reihe von Lichtmasten, die zur Versorgung der Innenstadt mit elektrischem Strom aus dem stadteigenen E-Werk aufgestellt wurden.

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Jota/ (jYoroseile).

44. Den nordöstlichen Teil der Altstadt aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert macht dieses Foto deutlich, das aus der Sicht des Turmes von St-Stephanus die Linnenstraße mit ihren Wohnhäusern zeigt. Deutlich wird die sehr enge Bebauung der Altstadt, die nur bescheidene Hofräume mit Wirtschaftsgebäuden und Werkstatten zuließ. Auch die Linnenstraße war für die damaligen Ansprüche des Fuhrverkehrs ausgebaut worden. Die Sternstraße bestand noch nicht. Vielmehr führte die Linnenstraße auf ein kleines Wäldchen, das später dem Bau der Liebfrauenkirche weichen mußte. Dieses Wäldchen bildete von 1843 bis 1901 den katholischen Friedhof.

45. Im Jahre 1922 wurde die zweite katholische Pfarrkirche in Beckum eingeweiht. Sie erhielt zunächst den Namen 'Marienkriche' und wurde später in 'Liebfrauenkirche' umbenannt. Unser Bild aus den zwanziger Jahren zeigt das aus Bruchstein errichtete Kirchengebäude mit seiner Nordseite. Eine mächtige turmartige Apsis umschließt den Chor einer nach spätromanischen Vorbildern nachempfundenen Architektur. Erst vierzig Jahre später wurde die Kirche mit dem Ausbau eines imposanten Westwerks erweitert und erhielt sie damit einen Turmanbau.

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E.rgang vom 8ahnr.oi z.r Stadt

46. Im Jahre 1879 wurde die Stadt Beckum an das Schienennetz angebunden, indem mit dem Bau eines 5.5 Kilometer langen Schienenweges Anschluß an die 1847 fertiggestellte Strecke Köln-Minden gefunden wurde, nämlich am Bahnhof 'Beckum', der in der zur Gemeinde Ennigerloh gehörenden Bauerschaft Werllag und dem die 1899 gebildere selbständige Gemeinde Neubeckum ihre Entstehung verdankte. Erst 15 Jahre später wurde die Strecke in Richtung Lippstadt weitergebaut, als sich mit Federftihrung der Provinz Westfalen und mit finanzieller Hilfe auch der Stadt Beckum die Westfälische Landeseisenbahn gründete. Unser Bild zeigt die Bahnüberftihrung an der Nordstraße aus dieser Zeit.

47. Die starken Impulse, die der Eisenbahnverkehr für die Stadt auslöste, erwies sich an der fortschreitenden Bebauung im Bereiche des Bahnhofs, der wesentlich zur Erschließung des nördlichen Bereiches der Stadt beitrug. Dort auch hatten sich die ersten Zementwerke angesiedelt, die in den Gründerjahren das Wirtschaftsleben in Beckum zur Blüte gebracht hatten. In Nähe des Bahnhofs entstanden Hotels und Gastwirtschaften, so die im wilhelminischen Stil gebaute 'Gambrinus-Halle' links im Bilde, das den Ausbau des Bahnhofplatzes vor Beendigung dieser Arbeiten zeigt.

BECKUM

Partie am Bahnhof

48. Am Parallelweg, der nördlich der Eisenbahn und gegenüber dem Bahnhof angelegt wurde, siedelten sich sehr bald einige Gewerbebetriebe an, so die Firma Renfert mit einem Betrieb für Holzverarbeitung und 1904 mit einem Schachtofen-Zementwerk, in dessen unmittelbarer Nachbarschaft 1909 ein gleichartiges Zementwerk der Firma 'Nord', Ruhr & Co., eröffnet wurde. Beide Zementwerke wurden über sechzig Jahre später von den Dyckerhoff-Zementwerken AG übemomrnen, stillgelegt und abgebrochen. Unser Foto entstand in der Zeit zwischen der Errichtung beider Schachtofenwerke.

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