Beckum, Neubeckum und Vellern in alten Ansichten Band 1

Beckum, Neubeckum und Vellern in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Phil. Egon Ahlmer
Gemeente
:   Beckum, Neubeckum und Vellern
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2342-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Beckum, Neubeckum und Vellern in alten Ansichten Band 1'

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49. Der Marienplatz mit der Mariensäule wurde als Park angelegt, als an dieser Stelle der Friedhof aufgegeben wurde. Bis zum Jahre 1817 waren die Toten der Stadt auf dem Friedhof an der St.Stephanuskirche bestattet worden. Dieser Friedhof erwies sich als nicht mehr ausreichend, so daß die Kirchengemeinde außerhalb der Stadt und des Nordtores einen neuen anlegte, der am 26. September 1817 eingeweiht wurde. Dort wurden die Toten bis zum Jahre 1843 bestattet. Als auch diese Friedhofsanlage keine Erweiterung gestattete, nahm man den Platz in Anspruch, auf dem später die Liebfrauenkirche errichtet wurde. Dieser Friedhof wurde bis 1901 benutzt, bevor am Allerseelentag 1902 im Süden der Stadt der heutige eingeweiht wurde. Der Marienplatz blieb städtische Parkanlage.

50. Recht stolz war man in Beckum auf den neuen Stadtpark 'Marienplatz'. Während des Ersten Weltkrieges stellt man ihn bevorzugt auf Ansichtskarten vor. Inzwischen beschatteten die hochgewachsenen Bäume die beliebten Spazierwege rund um die Mariensäule. Recht repräsentativ nahm sich das im Hintergrunde errichtete Gebäude der kaiserlichen Post aus. Der Kaiser der Reiches war oberster Kriegsherr geworden. In Dankbarkeit widmete man ihm diese Ansichtskarte mit dem Bild WilheIms 11. mit Lorbeerkranz und Kaiserkrone. Über dem Foto wehte die Fahne schwarz-weiß-rot hinter dem Eisernen Kreuz.

51. Der Wasserturm an der Neubeckumer Straße ist heute nicht mehr vorhanden. Er erfüllte noch bis vor wenigen Jahren seine Aufgabe für die Versorgung der Stadt mit Trinkwasser. Bis zum Jahre 1907 versorgten sich Beckums Bürger mit dem Wasser aus zahlreichen öffentlichen und privaten Brunnen, die in großer Anzahl in der Stadt anzutreffen waren. Es bestand eine Reihe von Brunnengemein schaften , die für die Reinhaltung des Wassers sorgten. Mit Bildung eines Kreiswasserwerkes zunächst für die Stadt Oelde und die Gemeinden Neubeckum und Ennigerloh wurde sauberes Trinkwasser aus den Erns-Niederungen bei Vohren gewonnen und über ein Leitungsnetz auch nach Beckum geführt,

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52. Derartige Postkarten mit mehreren Abbildungen waren um das Jahr 1900 sehr beliebt. Man wählte möglichst attraktive Motive, zu denen man in Beckum das neue Elektrizitätswerk und das Postgebäude glaubte rechnen zu können. Aber auch die Nordstraße mit der stattlichen Freitreppe des 'Hotels zur Post' gehörte zu den Ansichten, die man für werbewirksam hielt. Den oberen Teil der Ansichtskarte aber füllte eine aktuelle Stadtansicht mit zahlreichen qualmenden und damals noch viel Staub auswerfenden Zementwerken im Norden der Stadt und mit der Altstadt, als deren dominierende Gebäude die beiden Kirchen und das Kreisständehaus in Erscheinung traten.

Beckum

Partie am Westteich

53. Der Westteich, der die im Stadtgebiet entspringenden Bäche aufnahm und vereinigte, präsentierte sich über Jahrzehnte ähnlich dieser Ansicht. Das natürliche Gewässer, aus dem sich die Werse bildete, wurde nach Errichtung des Kreisständehauses mehr und mehr mit Parkanlagen umschmückt, die vor dem Osttor einen gefälligen Anblick boten und zu Spaziergängen einluden. Mit Regulierung der Werse wurde auch der Westteich mit seinen Grünanlagen verändert, Ein Teil wurde für die Errichtung der St.-Martinskirche im Jahre 1957 verwendet.

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Westteidz und .Mühle

54. Der Westteich erstreckte sich früher bis zur Hammer Straße, wo das Wasser für die Mühle gestaut wurde. Sechs Mühlen soll es früher in Beckum gegeben haben, vier Wasser- und zwei Windmühlen. Alle hatten im Besitz der Stadt gestanden und eine willkommene Einnahmenquelle bedeutet. Von den Wassermühlen ging nach 1880 die Südmühle in den Besitz des Schreinermeisters Arnsberg über und wurde in eine Möbelfabrik umgewandelt. Eine zweite stand dort, wo später das E-Werk errichtet wurde, die dritte an Engels Wiese.

55. Die älteste unter den städtischcn Mühlen aber war die Werse-Mühle in Nähe der 'Alten Beckurn' genannten Flur, auf der sich wahrscheinlich die älteste Siedlung befunden hatte. Südmühle, Wersemühle und Westmühle gingen am 1. Juni 1880 aus dem Besitz der Stadt an den Müller Franz Kötting aus Bee1en über, der 1885 die Wersemühle an den Müller Brüggemann verkaufte. Die auf dem Bilde gezeigte Partie außerhalb den Toren der Stadt galt stets als eine Idylle, veränderte aber ihr Landschaftsbild mit der Regulierung der Werse und mit neuen Wohngebieten jenseits der Mühle.

56. Die Soestwarte auf dem zu den Beckumer Bergen gehörenden Höxberg blieb als einziger Zeuge der mittelalterlichen äußeren Befestigungsanlage der Stadt erhalten. Sie war im Süden der höchste Punkt innerhalb der Landwehr, die durch einen heute bepflanzten Gürtel im Stadtfeld in ihrem Verlauf noch sichtbar ist. Der mittelalterliche Turm wurde mehrfach verandert und zeigt heute wieder annhähernd seine ursprüngliche Gestalt, nachdem bei Renovierungsarbeiten die beiden Kränze aus dem 19. Jahrhundert beseitigt worden waren. Der im Bild sichtbare Kotten diente früher der Bewirtschaf'tung für die Zwecke der Landwehr und wurde mit Zustimmung des Landeskonservators 1955 für den Bau eines stadteigenen Hotels abgebrochen.

57. Der Höxberg zählte seit je zu den beliebten Ausflugszielen des Münsterlandes. Die Soestwarte bietet einen weiten Bliek bis zum Teutoburger Wald und bis an den Nordrand des Sauerlandes. In Verbindung mit dem Landwehrkotten als begehrtem Ausflugsort erstellte die Stadt dort für die Zwecke der zahlreichen Schützenvereine einen Schießstand sowohl für das Übungsschießen als auch für das alljährliche Vogelschießen zu den Schützenfesten. Die Anlage wurde mehr und mehr auch für das jagdliche Übungsschießen in Anspruch genommen und erweist sich heute trotz der zwangsläufigen Belästigungen im Erholungsgebiet als eine der modernsten Anlagen ihrer Art. Unser Bild zeigt den ursprünglichen Schießstand.

BECKUM.

Partie am Höxberg.

58. Die Windmühle auf dem Höxberg, vom Windmüller Niehaus in der Mitte des vorigen Jahrhunderts gebaut und bis vor wenigen Jahrzehnten noch im Betrieb, ist als weithin sichtbares Wahrzeichen einer der markanten Punkte im Süden der Stadt. Die Mühle war dem Verfall preisgegeben, als sie nicht mehr im Gebrauch war. Sie wurde durch die Initiative des Kreisheimatpflegers völlig renoviert, so daß sich ihre Flügel wieder bewegen können. Das Mahlwerk ist noch vollständig erhalten. Diese Windmühle in Beckum liegt auf einer bis zur Küste der Nordsee laufende 'Mühlenstraße' , auf der zahlreiche alte Windmühlen der Nachwelt erhalten werden.

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