Beckum, Neubeckum und Vellern in alten Ansichten Band 1

Beckum, Neubeckum und Vellern in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Phil. Egon Ahlmer
Gemeente
:   Beckum, Neubeckum und Vellern
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2342-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Beckum, Neubeckum und Vellern in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

59. Die Marienkapelle am Alten Hammweg, auch 'Hammhäuschen' im Volksmunde genannt, ist eine der wenigen noch erhaltenen Kapellen früherer Jahrhunderte außerhalb der alten Stadt. In diesen Kapellen wurde früher bei bestimmten Anlässen und kirchlichen Feiertagen das Messopfer gefeiert. Dieses Foto aus dem Jahre 1892 zeigt den schlichten Kapellenbau inmitten hoher Bäume und einer noch unbebauten Landschaft im alten StadtfeJd. Längst ist der Alte Hammweg ausgebaut und beiderseits bebaut und erstreckt sich bis zur Hammer Straße, die an den Bäumen im Hintergrund zu erkennen ist, ein umfangreiches neues Wohngebiet.

60. Dieses Foto aus einern Steinbruch im Beckumer Zementrevier spricht eindrucksvoll vom technischen Wandel und Fortschritt der letzten 50 Jahre. Es zeigt die'Steinkühler', wie die in den Steinkuhlen Arbeitenden benannt wurden, in einer Arbeitspause auf der untersten Sohle über Tage. Hacke und Schaufel waren ihre Arbeitsgeräte. Lorenbahnen beförderten den von Hand geschlagenen Kalkstein bis in das Werk. Als Steinkühler verdingten sich nachgeborene Bauern- und Köttersöhne, aber auch viele ausländische Arbeiter vorwiegend aus Polen und Italien, die in Beckum eine neue Heimat fanden. Die Stadt errichtete 1976 ihren getreuen Söhnen auf der Nordstraße ein Denkmal mit der Gestalt des alten Steinkühlers.

NEUBECKUM

Tctalanstcnt.

61. Neubeckum ist seit dem 1. Januar 1975 ein Ortsteil der neuen Stadt Beckurn, der im Verlaufe der kommunalen Neugliederung außerdem aus dem ehemaligen Amt Beckum die Gemeinden Kirchspiel Beckum und Vellern zugeordnet wurden. Neubeckum bildete sich zu einem im Jahre 1899 selbständig gewordenem Gemeinwesen dank seiner Lage am ehemaligen Bahnhof Beckum, nämlich an der 1847 fertiggestellten Eisenbahnstrecke Köln-Minden. Dieser Bahnhof 'Beckum' lag in der Bauerschaft Werl der Gemeinde Ennigerloh, mit der Neubeckum bis 1951 eine Verwaltungsgemeinschaft unterhielt, nachdem 1910 das aus Oelde, Ennigerloh und Neubeckum gebildete Amt Oelde die letztgenannten Gemeinden verloren hatte. Hier eine Ansicht von der Kaiser-Wilhelm-Straße auf Neubeckum vor dem Ersten Weltkrieg.

62. Die Beckum und Ennigerloh verbindende Landstraße wurde die Hauptstraße der jungen und sich dank ihres Knotenpunktes der Eisenbahn und der dort vorhandenen Zementwerke rasch entwickelnden Gemeinde Neubeckum. Beiderseits der Hauptstraße im Abschnitt zwischen den 1880 und 1894 eingeweihten Kirchen der evangelischen und katholischen Gemeinden entstanden die ersten lückenlosen Häuserzeilen mit ihren Einzelhandelsgeschäften. Die verbliebenen Baulücken jenseits der Hauptstraße wurden erst nach dem Zweiten Weltkrieg ausgefüllt. Neubeckum Einwohnerzahl stieg von 1939 bis 1950 von 4 837 auf 7 212 und bis 1974 auf 11 820. Großunternehmen wie die Balcke-Dürr AG, Polysius AG, Dyckerhoff AG und Eternit AG hatten diese Entwicklung gefördert.

63. Im Jahre 1921 wurde das vom damaligen 'Amt' Neubeckum gebaute Amtshaus an der Hauptstraße bezugsfertig. Das Verwaltungshaus entstand durch Umbau und Erweiterung der Gastwirtschaft Brand, die in einem Teil des Gebäudes, wie es dieses Foto aus dem Jahre 1927 zeigt, für mehrere Jahre verblieb. Das Amtshaus in Neubeckum wurde auch Verwaltungssitz, als sich die beiden seit 1910 selbständigen 'Ämter' Ennigerloh und Neubeckum im Jahre 1930 zu dem Amt Ennigerloh-Neubeekum vereinigten. Trotz Auflösung dieser Amtsgemeinschaft im Jahre 1951 erwies sich bei steigenden Verwaltungsaufgaben dieses Haus als zu klein. Neubeekum erhielt auf dem Marktplatz in dem damit gebildeten Ortszentrum 1967 ein eigenes Rathaus.

NEUBECKUM

Wasserturm

64. Neubeckum war 1907 dem für Beckum, Gelde, Ennigerloh und Neubeckum gegründeten Wasserwerk, der späteren Kreiswasserwerk GmbH und heutigen Wasserversorgung Beckum GmbH, beigetreten und konnte damit frühzeitig die Bewohner mit einwandfreiem Trinkwasser, das im Werk Vohren aus den Ems-Niederungen aufbereitet wurde, versorgen. Die Gemeinde beteiligte sich mit einem Vierte! an den Kosten des Unternehmens. Für den Bau des Wasserturms, der zunächst auf dem Marktplatz und dann am Harberg errichtet werden sollte, stellte die Gemeinde ein Grundstück an der Beckumer Straße zur Verfügung. Der Wasserturm stand dort über 50 Jahre, nämlich an der nach ihm benarmten Turmstraße.

65. Aus der Gründungszeit Neubeckums stammt diese Ansichtskarte im Jugendstil. Ihre drei Bilder aus dem noch unbebauten Nardenviertel und von der Hauptstraße machen deutlich, wie aus dörflichen Anfängen eine an Eisenbahn und Zementwerken gelegene Siedlung auf Wachstum in Richtung einer Industriegemeinde damaliger Art zielte. Die ersten Häuser wurden in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs (rechts im oberen Bild) gebaut, bevor sich die Bebauung beiderseits der nach Beckum fûhrenden Straße fortsetzte. Die evangelische Kirche war 1880 fertiggestellt worden, die katholische 1894, beide vor der im Jahre 1899 erreichten Selbständigkeit der Gemeinde.

66. Noch im Jahre 1927 zeigte die Beckumer Straße in Neubeckum das Bild einer von wenigen Häusern lückenhaft bebauten Landstraße. Die ersten Bürgersteige wurden ungeachtet der bestehenden Baumreihen angelegt, so daß die Bäume auf der Fahrbahn erhalten blieben. Das Foto zeigt den Abschnitt der Beckumer Straße zwischen der 'Schenkwirtschaft' Theodor Hüttemann an der Ecke zur Kaiser-Wilhelm-Straße und der evangelischen Pfarrkirche, Im Vergleich mit dem heutigen Zustand der verkehrsreichen Kreuzung an der Hauptstraße werden die tiefgreifenden Veränderungen der letzten 50 Jahre deutlich.

67. Wie eine Idylle mutet heute der Zustand des Ortszentrums von Neubeckum aus dem Jahre 1927 an. Eine Vielzahl der damaligen Häuser ist durch Neubauten ersetzt und durch Umbauten völlig verändert worden. Eine schmale Einfahrt führt links im Bilde in die Kaiser-Wilhelm-Straße, und ebenso schmal ist die Einfahrt in die rechts im Bilde sichtbare Spiekersstraße. Fahrbahn und Bürgersteige weisen die ersten Maßnahmen ihres Ausbaus aus. Ein Verkaufspavillon mitten auf dem verhältnismäßig breiten Gehweg konnte den Verkehr und die Einsicht in die Kreuzung noch nicht behindern.

68. Den raschen Fortschritt in knapp zehn Jahren, kaum behindert von der Weltwirtschaftskrise mit ihren schweren Folgen, veranschaulicht dieses Foto aus den dreißiger Jahren. Tankstelle rechts und ein Ford-Lieferwagen links im Bilde sind die gewiß spärlichen Anzeichen zunehmender Motorisierung im Straßenverkehr. Früh erkannte man in Neubeckum die Zeichen einer neuen Zeit und baute die Hauptverkehrsstraße, die bereits in der Planung ungewöhnlich großzügig ausgewiesen worden war, verkehrsgerecht aus. Die Anpflanzung junger Bäume diente der notwendigen Begrünung des Ortes.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2020 Uitgeverij Europese Bibliotheek